Archiv für den Monat Oktober 2009



Martin Staudinger

Martin Staudinger

Iranie des Schicksals

Atomwaffen. Den ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein plagte, wie man inzwischen weiß, eine große Angst: Es könnte bekannt werden, dass sein Land über keine Massenvernichtungswaffen verfügt. Sollte dieses Geheimnis gelüftet werden, würde der Irak sofort angegriffen, fürchtete er.

Ein wenig erinnert das enervierende Katz- und Maus-Spiel, das der Iran (weiterlesen…)

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Christian Rainer

Christian Rainer

90 Prozent Frauen, keine Freude mit Studenten

Nach einigen Wochen in den Anden – der Lhakpa Ri in Tibet („Westgipfel des Mount Everest”, wie eine Tageszeitung in Zusammenhang mit meinem „Extrembergsteiger”-Kollegen Karl Stoss geschrieben hat) – war am Tag der geplanten Abreise von den Chinesen gesperrt worden, seit einiger Zeit wieder in Wien. Blog überfällig, ich weiß. Guter Vorsatz: jetzt gaaaanz regelmäßig. (weiterlesen…)

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Gernot Bauer

Gernot Bauer

Pensis & Studis

Verteilungskampf. Im propagandistisch überzeichneten Bejammern ihrer Not sind Studenten und Pensionisten bzw. ihre Vertreter gemeinsame Klasse: Österreich – ein undenkbar ungerechtes Land, wo an jeder zweiten Ecke ein obdachloser Student liegt und an jeder ersten ein Mindestrentner verhungert. Nüchtern politisch betrachtet sind Studis und Pensis Widersacher wider Willen: Widersacher, weil beide (weiterlesen…)

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Otmar Lahodynsky

Otmar Lahodynsky

Zukunftsdossiers

EU/Kommissar. Der Streit um den EU-Kommissar schließt sich nahtlos an frühere Auseinandersetzungen zwischen SPÖ und ÖVP in der Europapolitik an. Doch das Duell zwischen Benita Ferrero-Waldner und Willi Molterer hat Österreich in der EU-Kommission in Brüssel schon einiges an Glaubwürdigkeit gekostet und nimmt peinliche Züge an. Was muss sich jemand wie José Manuel Barroso denken, wenn er das seltsame Tauziehen der österreichischen Koalition verfolgt? (weiterlesen…)

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Rainer Nikowitz

Rainer Nikowitz

Siegestaumel

Satire. Endlich wieder einmal Grund zur Freude bei der SPÖ. Werner Faymann belegte bei der Wahl der „heißesten Staatschefs der Welt“ den hervorragenden 24. Platz unter 172 Teilnehmern!

Rudas: 24.! Ein Triumph! I hab’s ja immer scho gwusst! Mit dem Gusi hätt ma des nie gschafft.

Faymann: Naja. Die Top Ten hätt i mir eigentlich schon erwartet.

Rudas: Geh! Du und i, wir wissen zwar beide, dass du (weiterlesen…)

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Michael Nikbakhsh

Michael Nikbakhsh

Höhenluft

Managerboni. Weit oben im Gebirge wird die Luft gefährlich dünn. Der niedrige Sauerstoffgehalt beschleunigt den Puls, der Blutdruck steigt. Das Gehirn lässt einen merkwürdige Dinge sehen, man fällt in Trance, wird euphorisch und leichtsinnig. Irgendwann verliert man komplett den Verstand.

Josef Ackermann ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank und als solcher quasi von Berufs wegen seit Jahren ganz oben unterwegs. Das ging auch an ihm nicht spurlos vorüber. Der notorische Selbstüberschätzer gewährte dem deutschen „Spiegel“ jüngst ein Interview, das sich über weite Strecken so liest, als hätte Ackermann lange vor der Finanzkrise zu denken aufgehört. Auf die Frage, warum die Deutsche Bank weiterhin aberwitzige Managerboni gewähre, meinte er: „Boni sind notwendig, um die besten Talente zu gewinnen und zu behalten. Wenn Sie zu den Besten gehören wollen, müssen Sie die Besten haben. Und dafür müssen Sie bezahlen, was der Markt verlangt.“ (weiterlesen…)

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Tina Goebel

Tina Goebel

Durch die rosarote Brille

Brustkrebs. Vielleicht ist Ihnen bereits aufgefallen, dass der Oktober neuerdings nicht nur in orang-schwarzen Halloween-Gruselfarben, sondern auch im peppigen Pink daher kommt. Denn der ganze Monat wurde dem Brustkrebs gewidmet, ein wichtiges Thema, für das ein einfacher Gedenktag offensichtlich nicht ausreicht. Oder vielleicht, um die vielen pinken Produkte, die wie Merchandising-Schwammerln aus dem Boden schießen, ordentlich zu bewerben.

Wer in letzter Zeit ein Frauenmagazin aufgeblättert hat, wurde beinahe erschlagen von der Fülle an rosa Produkten, die sich mit dem “Pink Ribbon”, der Brustkrebs-Schleife, schmücken und bei deren Erwerb ein paar Euro an die Brustkrebshilfe wandern. Angesichts der vielen grellpinken Kosmetikartikel, Haushaltsgeräte, Alkoholika (natürlich Rosé-Sekt) und sogar Dirndln (weiterlesen…)

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Michael Nikbakhsh

Michael Nikbakhsh

Domanys Abschiedsbrief

Affäre Skylink. Sollte es noch eines Beweises bedurft haben, dass Christian Domany jegliche Bodenhaftung verloren hat – voilà. Ein wohlmeinender Mitarbeiter der Flughafen Wien AG hat mir nun jene Zeilen übermittelt, die Domany der Belegschaft anlässlich seines endgültigen Ausscheidens aus dem Unternehmen hinterlassen hat. Wir erinnern uns: Domany musste auf Druck des Aufsichtsrates am 28. Februar vorzeitig abdanken, weil ihm die Hauptverantwortung für die ausufernden Kosten beim Terminalprojekt „Skylink“ angelastet wird. Weil aber auch Aufsichtsräte und Domanys Vorstandskollegen nicht ganz unbeteiligt an dem Desaster  sind, wurde der Manager à l’ autrichienne entsorgt. (weiterlesen…)

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