Archiv für den Monat November 2009
“Das ist der kleinste gemeinsame Nenner, den die Koalition gefunden hat, und ein Kompromisspaket, das dem ORF kurzfristig hilft”, so kommentiert Stiftungsratvorsitzender Klaus Pekarek den Entwurf zur ORF-Gesetz-Novellierung. Darüber hinaus sei “es zu bedauern, dass man die Chance versäumt hat, den ORF strategisch und strukturell langfristig neu zu positionieren”.
Dem ist kaum etwas hinzuzufügen: keine Reform der Gremien, um das Unternehmen führbar zu machen; und vor allem keine Direktive oder auch nur Denklinie im Inzest von Kommerz und öffentlichem Auftrag.
Warum also das ganze Theater, das Kanzler Faymann angezettelt hatte? Ganz offensichtlich bloß, um den roten (!) Generaldirektor auszutauschen. Was nicht gelungen ist.
Endlich haben wir Gewissheit. Alfred Gusenbauer hat keine Chance mehr auf eine EU-Topposition. Dass er jemals welche besaß, wollte Bundeskanzler Faymann seinem Amtsvorgänger nie zubilligen. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Gusenbauer wurde bis vor kurzem als Kandidat sehr wohl genannt, auch vom Präsidenten der Partei der Sozialdemokraten Europas, Poul Nyrup Rasmussen, der jetzt gegenteiliges verkündet. Aus durchsichtigen Motiven. (weiterlesen …)
Satire. Die Regierungsparteien würgen wieder einmal einen Untersuchungsausschuss ab. Weil: Kontrolle ist ja ganz gut. Aber Verbauen ist besser.
Bartenstein: Also i weiß net… I hab genug gehört.
Amon: Genug gehört. Hört, hört!
Bartenstein: Abgehörte Handys, willfährige Staatsanwälte, kasachische (weiterlesen …)
Josef Pröll erklärte uns heute, dass die Eintragung einer homosexuellen Partnerschaft am Standesamt „innerhalb der ÖVP nicht mehrheitsfähig” sei. Daher die nun beschlossene Lösung, die damit hinter der Lösung zurücksteht, die Josef Prölls ÖVP-Perspektivengruppen selbst erarbeitet hatten. (weiterlesen …)
Aufklärung. Es ist schon ein Phänomen. Wegen der aktuellen profil-Coverstory Jugend und Sex, die sich mit der mangelnden Aufklärung der Teenager befasst, trudelten wiederholt Leserbriefe von erzürnten Lehrern ein, die sich im Tenor glichen und sehr an jene erinnerten, mit denen die Redaktion wegen der Coverstory Warum die Schule alles falsch macht bombadiert wurde.
Hier einige (weiterlesen …)
Satire. Die ÖVP wird jetzt aber echt voll jung und sucht einen – unbezahlten – „Superpraktikanten“ für Josef Pröll. Total cool, ey!
Pröll: I hab an Slogan, i hab an Slogan: „Ist deine Lage auch prekär – mir geben trotzdem kein Geld her“!
Kaltenegger: Hihi! Damit erobern wir sie im Sturm.
Kopf: Jeder von diesen jungen Sozialfällen wird in die (weiterlesen …)
„Österreich sucht den Superpraktikant”. Zunächst dachte ich ja, das sei eine Versteckte-Kamera-Geschichte des „Horizont”, als mich dessen Chefredakteur Sebastian Loudon heute morgen um eine Kommentierung der Aktion (http://www.superpraktikant.at) für die nächste Ausgabe des Branchenmagazins bat. Aber offensichtlich meint Sepp Pröll das ernst – und gibt seine Partei der Lächerlichkeit preis.
Hat da nicht einmal ein angehender Finanzminister gesagt, das Parlament sei eine „Quatschbude”? Jetzt will die ÖVP offensichtlich den Beweis dafür antreten.
Und noch etwas: Der Superpraktikant bekommt laut Pröll für sein Praktikum kein Geld. Unbezahlte Praktika sind freilich gemäß Kollektivertrag verboten – jedenfalls bei den Journalisten.
Satire. Wolfgang Schüssel als EU-Ratspräsident? Oder Alfred Gusenbauer als EU-Außenminister? Und warum eigentlich nicht gleich beide?
Schüssel: Ich hab’s genau gsehn. Ungeheuerlich dieses österreichfeindliche Verhalten! Wart nur, bis ich das daheim weiter erzähl.
Gusenbauer: Was denn bitte?
Schüssel: Der Sarkozy, du – und zwei (weiterlesen …)