Archiv für den Monat März 2010
Pop. Warum der Musikkonzern EMI mit dem Verkauf alter Musikrechte eine drohende Insolvenz abwenden will – und daran scheitern wird.
„We were there, now we´re gone – thanks for your support.“ – meldete vor wenigen Wochen das ambitionierte deutsche Kleinlabel „Louisville Records“ und spiegelt mit der knappen Bankrotterklärung das Problem einer ganzen Sparte wider: Einerseits fehlt den Kunden die Bereitschaft, für Musik zu zahlen und der Musikbranche die Fähigkeit, eine solche überhaupt zu vermitteln. Andererseits schlucken Branchenriesen aufstrebende Nebenbuhler und entziehen kleineren Künstlern dadurch ihre (finanzielle) Legitimität.
Was aber passiert, wenn eines der Majorlabels – in diesem Fall das britische Unternehmen EMI – an einer veritablen Liquiditäts- und Sinnkrise laboriert? (weiterlesen…)
Chaos ist ein griechisches Wort. Und es bezeichnet trefflich das Durcheinander in der EU zu einer Finanzhilfe für das hoch verschuldete Griechenland.
Da lehnt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Finanzhilfe ab und denkt mit ihrem Finanzminister laut über die Möglichkeit eines Ausschlusses eines Mitgliedslandes der Eurozone nach. Diese Sanktion wird sofort vom Chef der Euro-Zone, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, zurückgewiesen. Denn niemand weiß, wie sich ein solcher Auschluss auf die Euro-Mitgliedsländer auswirken würde. Wahrscheinlich wären wieder internationale Spekulanten die größten Nutznießer. (weiterlesen…)
Kriminalität. Ob sich das Innenministerium manchmal von sich selbst verarscht fühlt? Heute zum Beispiel: Da gab Ressortchefin Maria Fekter (ÖVP) (weiterlesen…)
Kirche. Wenn man dem Vatikan glauben darf, arbeitet Papst Benedikt XVI. also an einem Hirtenbrief, in dem er zum Vorwurf des massenhaften Kindesmissbrauchs (weiterlesen…)
Migration. Wie profil in der aktuellen Titelgeschichte Katastrophengebiet Kindergarten anschaulich darstellt, ist die Situation der Kinderbetreuung in Österreich alles andere als sozial gerecht. Eine qualitative Betreuung ist eine Frage des Geldes, arme oder gar arbeitslose Frauen bekommen oft keinen Platz in einem öffentlichen Kindergarten und können somit keinem Beruf nachgehen.
Wirklich schockierend ist vor allem, wie Migrantenkinder bereits im Kindergarten behandelt werden.
Aus aktuellem Anlass (FC Bayern München!) ein Beitrag zur politischen Frage: “Ist Österreich ein Einwanderungsland und wenn ja, was hat es davon?” Den Flanell der Fußball-Nationalmannschaft zogen in den vergangenen Jahren über: David Alaba, Muhammet Akagündüz (weiterlesen…)
Hier ein bemerkenswerter Leserbrief, den ich per Mail erhalten habe. Er ist in der aktuellen Printausgabe von profil abgedruckt.
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Meine Heimat
Ich muss das loswerden. Weil ich ansonsten das Gefühl habe, dass mich dieser Brand, der sich beim Lesen der Zeitungen in mir entzündet hat, verbrennen könnte. Und deswegen muss ich dieses Gefühl wegschreiben, weil ich es leid bin zu schweigen. (weiterlesen…)