Archiv für den Monat Mai 2010



Sven Gächter

Sven Gächter

Mediamarkt

Abgesehen von den unseligen Jazzmessen der siebziger Jahre hatte die Popkultur im christkatholischen Universum immer einen schweren Stand. Doch nun bricht sie sich wieder druckvoll Bahn. Vor dem Hintergrund der heftig schwelenden Missbrauchsaffäre will die katholische Jugend Oberösterreich die Kirche mit dem „längsten Protestsong der Welt“ aufrütteln. (weiterlesen…)

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Tina Goebel

Tina Goebel

Elektroautos, bitte jetzt!

Umwelt. Die Operation “Top Kill” ist gescheitert. Das gigantische Ölleck im Golf von Mexiko sprudelt also weiter. Bislang sind laut Schätzungen ungefähr über 15o Millionen Liter Öl ins Meer geflossen, welche Folgen das für die Umwelt bedeutet ist wohl jedem klar.

Leider hat das gigantische Ausmaß dieser aktuellen Katastrophe jene wirklich grundlegende Diskussion eher verdrängt, als sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Nämlich die Diskussion nach erneuerbarer Energie, die sich in naher Zukunft immer stärker aufdrängen wird. (weiterlesen…)

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Sebastian Hofer

Sebastian Hofer

Festivals, programmgemäß

Wien war gut, überraschend gut sogar, also doppelt gut. Denn Überraschungen gehören üblicherweise nicht zum österreichischen Popfestivalbetrieb, die einschlägigen Veranstalter geben es lieber erwartbar: There will be Gatsch, there will be Chaos, und Metallica spielen auch irgendwo. (weiterlesen…)

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Sven Gächter

Sven Gächter

Mediamarkt

Es zeichnet einen bestimmten Phänotypus des Österreichers aus, sich immer und überall von Vollidioten umzingelt zu wähnen – und diese Meinung auch immer und überall zum Ausdruck zu bringen. Kein medienaktiver Landsmann hat es darin zu ähnlich knorriger Meisterschaft gebracht wie Niki Lauda. (weiterlesen…)

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Stefan Grissemann

Stefan Grissemann

Cannes 2010 (II): Gegen den Konsens

Man muss sich Tim Burton als einen Künstler vorstellen, dessen ästhetischer Horizont weit über sein (an sich schon bemerkenswertes) eigenes Kinowerk hinausreicht. Als Jurypräsident der 63. Filmfestspiele in Cannes stellte Burton am Sonntagabend jedenfalls mit unerhörter Geschmackssicherheit gerade nicht die festivalübliche Konsensware, sondern die riskantesten und klügsten Wettbewerbsbeiträge 2010 ins Zentrum seiner Entscheidungen. So ging der Große Preis der Jury (weiterlesen…)

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Stefan Grissemann

Stefan Grissemann

Cannes 2010 (I): Panahis Kampf

Keines der großen Filmfestivals der vergangenen Jahre schien enger an die politische Wirklichkeit gebunden zu sein als die laufende Weltkinoleistungsschau in Cannes. Gleich zu Beginn erklärte sich die Festleitung mit dem iranischen Filmemacher Jafar Panahi solidarisch, der seit Wochen in einem Gefängnis in Teheran unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten wird, weil er einen angeblich regimekritischen Film vorbereite. Im voll besetzten Salle Debussy im Festivalpalais ließ man Panahi selbst am Donnerstag vergangener Woche per Videozuspielung (siehe Foto) zu Wort kommen; (weiterlesen…)

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Rainer Nikowitz

Rainer Nikowitz

Valosn, valosn…

Satire. Bayern erwägt eine Schadenersatzklage wegen angeblicher Täuschung beim Hypo-Verkauf. Hört denn diese Hetzkampagne gegen Kärnten nie auf?

Dörfler: I kenn mi nimmer aus. Da Jörgl hat doch immer gesagt, de Awaren san die Bösen – und nit de Bajuwaren. Was soll ma denn jetzt machen? Gib uns a Zeichen, Jörg!

Scheuch: Eines sag i eich: I lass mir nie mehr an BMW stehlen. Dos ham sie jetzt davon, de Tocker.

Dobernig: Wenn ma rechnen kann, dann lasst si dos alles ja leicht entkräften. (weiterlesen…)

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Tina Goebel

Tina Goebel

Organisiertes Wegsehen

Missbrauch. Die Coverstory diese Woche hat eine heftige Debatte über eine Wiedereinführung einer generellen Anzeigepflicht bei Verdacht auf sexuellem Missbrauch hervor gerufen. Viele Leser und Betroffene sind entsetzt, dass diese abgeschafft wurde. Laut Experten wäre dies aber im Sinne der Opfer gewesen, ein breiter Feldversuch in den Neunzigern hätte gezeigt, dass eine Anzeigepflicht für Opfer alles nur noch schlimmer machen würde: Nicht nur, dass bei einer generellen Anzeigepflicht Täter betroffene Kinder im Ernstfall oft nicht einmal mehr zum Arzt oder in ein Krankenhaus gebracht hätten  – eine parallele Ermittlung von Polizei und Jugendamt würde die Arbeit nur unnötig verkomplizieren und verzögern. (weiterlesen…)

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