Archiv für den Monat November 2011
Hannes W., vergangene Woche in diversen Medien mit einem so genannten „Fake-Account“ auf der Facebook-Seite von Werner Faymann in Verbindung gebracht, hat sich nun überraschend zu Wort gemeldet und stellt nachdrücklich klar, dass er sehr wohl ein „Friend“ des Kanzlers sei, wenn auch, dem Wesen sozialer Netzwerke entsprechend, kein im engeren Sinn persönlicher. Im Übrigen laute sein richtiger Name Karlo F., den er allerdings für sein eigenes Profil nicht verwende, da es bereits einen gewissen Carlo F. gebe, der wiederum auffallend oft Facebook-Freundschaften mit mehreren rechtspopulistischen Spitzenpolitikern pflege. (weiterlesen …)
Kulturtipp. Am Samstag, 19. November, findet zum ersten Mal die europäische Theaternacht in Österreich statt. Internationale und heimische Produktionen kleiner Bühnen und freier Theatergruppen sind kostenlos in ganz Österreich zu sehen, wer will kann freiwillig spenden. Initiator ist der Kroate Noc Kazalista, der die Idee hatte, einmal im Jahr einen ganzen Tag, beziehungsweise eine ganze Nacht lang, gemeinsam die darstellenden Künste europaweit zu feiern. Das Event steht unter einem gemeinsamen Motto, nämlich dem gemeinschaftlichen Europa, (weiterlesen …)
Die Mühlen der Justiz mahlen bekanntlich immer – aber öfter seltsam. Wolfgang Fellner, Herausgeber von “Österreich“, hatte sich im öffentlich ausgetragenen Dauerkrieg mit “Kurier“-Chefredakteur Helmut Brandstätter zu der Injurie “journalistischer Bettnässer“ verstiegen. Das Wiener Straflandesgericht sah den Tatbestand der Beleidigung dadurch nicht erfüllt. Der mit der Causa befasste Richter stieß in seiner Urteilsbegründung die Tür zum Interpretationsnirwana sperrangelweit auf. Isoliert betrachtet stelle das Prädikat “journalistischer Bettnässer“ (weiterlesen …)
Die Berufungskommission hat also General Entacher recht gegeben und die Absetzung durch Minister Darabos aufgehoben. Das ist erfreulich, weil der General im Interview mit mir, weswegen ihn der Minister feuerte, bloß seine Haltung zum Berufsheer dargelegt und vor den Folgen der Abschaffung der Wehrpflicht gewarnt hat. Dieses Recht der freien Meinungsäußerung muss auch für Offiziere gelten, ohne dass dabei gleich der Primat der Politik in Gefahr sein muss, wie es Minister Darabos im ZIB-Interview angedeutet hat. (weiterlesen …)
Es muss ein durch kein noch so verrücktes Hollywood-Drehbuch zu beglaubigender Schock gewesen sein, als der nicht mehr ganz so junge, nicht mehr ganz so schöne und nicht mehr ganz so erfolgreiche Schauspieler HUGH GRANT eines Morgens vergangene Woche aufwachte und sich in ganz neuen Lebensumständen wiederfand. „Überraschung! Er ist Papa geworden!“, titelte die „Bunte“, und die Ungläubigkeit angesichts dieser Bomben-Nachricht fand auch anderswo ein gebührend gleichlautendes Echo: (weiterlesen …)
Ein letztes Mal noch Hallo sagen (oder etwas vergleichbar Belangloses). Die letzten Urlaubsfotos hochladen, sich noch einmal liken oder blöd anquatschen lassen. Abschied nehmen. Denn schon morgen wird alles anders sein. Anonymous, jenes internationale Hacktivisten-Kollektiv, das heuer schon Sony, diverse arabische Potentaten und die FPÖ in den Wahnsinn getrieben hat, wird am Samstag Facebook ruinieren. (weiterlesen …)
Was hat die Viennale neben Lars von Trier und „Hesher“ noch zu bieten? Drei aktuelle Filme zur Wirtschafts-, Weltpolitik- und Zeitungskrise.
Irgendwann muss es ja zu Ende gehen. Also warum die Viennale nicht mit einem „Nicht-Film“ beschließen und George Clooney den Festivalmassen überlassen. Bei „In Film Nist“ (siehe Trailer) in der Urania war es dann aber trotzdem überraschend leer. (weiterlesen …)

