Gernot Bauer - Alle Artikel
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Das durch die profil-Coverstory zum “Mythos Lohnlücke” öffentlich erregte Ärgernis bestätigt, dass hier Bedeutsames entdeckt wurde. Nämlich eine simple Wahrheit: Dass Frauen bei gleicher Arbeit um 25 Prozent weniger Lohn kassieren, ist statistischer Unfug. Die Lohnlücke existiert, ist aber weit weniger dramatisch. Frauenministerin Heinisch-Hosek behauptet nun, Österreich sei mittlerweile EU-Schlusslicht bei der Gender-Einkommensgerechtigkeit, beruft sich auf eine Statistik der 27 EU-Mitgliedsländer und unterschlägt den tatsächlich letzten, Estland. Mit falschen Zahlen Politik zu machen, kannte man bisher nur von den Freiheitlichen im Zusammenhang mit der Kriminalitätsrate von Zuwanderern. (weiterlesen …)
Was ist davon zu halten, wenn zwei Promi-Geschäftstreibende regelmäßig durch Medien und Politik öffentlich denunziert werden?
Dass Österreich keine Erbschaftsteuer hat, ist diskutabel. Dass ständig Dietrich Mateschitz´ Nachkommenschaft von der SPÖ und zuletzt auch vom ORF als Profiteur dieses angeblichen Abgabenmangels denunziert wird, ist degoutant. Vielleicht sollte Mateschitz ein Redbulletin zu seinem Gesundheitszustand veröffentlichen, um die Gerechtigkeits-Debatten übers Red-Bull-Erbe zu beenden. Der Konzern zahlt zig Millionen Steuern und dessen Gründer nutzt das Privatstiftungsrecht bekanntermaßen zur Philantropie (medizinische Forschung).
Dass Spitzenverdiener einen zeitlich begrenzten Zusatzbeitrag leisten, ist diskutabel. Dass seit einer Woche Andreas Treichls Einbußen hämisch vorkalkuliert werden, ist degoutant. Treichl führt eine Großbank, die im Gegensatz zu einer früheren SPÖ-Großbank noch in österreichischem Eigentum steht. Er hat übrigens vor einiger Zeit bekanntermaßen für eine höhere Besteuerung von Spitzeneinkommen plädiert.
Unser PISA-Problem ist leicht lösbar: Einführung der Rahmen-Gesamtschule mit starker Differenzierung nach innen, kleinere Klassen, bessere Lehrer-Ausbildung und -Bezahlung. Dass dazu Geld und politischer Wille fehlen, kann sich selbst der dümmste/unmotivierteste PISA-Teilnehmerschüler ausrechnen. (weiterlesen …)
In einem aktuellen profil-Interview begründet SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek die “in Österreich flächendeckend herrschende konservative Familienideologie” u.a. mit dem “Mutterkult des Nationalsozialismus”. Ein ziemlicher Unsinn, der wieder einmal den pflegeleichten Diskont-Antifaschismus der aktuellen SPÖ-Führungsriege zeigt. (weiterlesen …)
Die Familienväter Zogaj und Komani kamen wohl aus mikroökonomischen und nicht asylmäßigen Motiven nach Österreich. Die einfache Wahrheit: Sie wollten für sich und ihre Familien ein besseres Leben. (weiterlesen …)
Michael Häupls Niederlage in Wien erinnert frappant an Wolfgang Schüssels Kanzler-Abwahl 2006. Beide waren der Meinung, es reiche aus, die bisherigen Leistungen im Wahlkampf zu verkaufen. Beide waren fix davon überzeugt, die einzig Qualifizierten (weiterlesen …)
Die Frage, warum die grüne Parteiführung immer wieder mit ihrer Basis zu kämpfen habe, beantwortet ein Nationalratsabgeordneter so: “Weil die Basis ein Schas is´.” (weiterlesen …)
Die Multi-Millionäre Hans-Peter Haselsteiner, Andreas Treichl und Hans Schmid sind erfolgreiche Geschäftsleute. Das verdient Respekt. Als solche geben sie gern moralisch-ökonomische Verhaltenstipps. Das ist Belästigung. (weiterlesen …)