Michael Nikbakhsh - Alle Artikel
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Die Treibstoffkosten also. Man muss kein Benzin im Blut haben, um die jüngsten Spritpreissprünge – Ostern, eh klar – zu beweinen. Und Pfingsten naht bedrohlich. Nun ist es natürlich legitim, die ziemlich erratische Preisgestaltung an der Zapfsäule den bösen Multis umzuhängen. Denn tatsächlich gestalten sie ihre Preise, wie sie eben wollen. Auch deshalb, weil die Automobilisten zwar einerseits larmoyieren, dann aber eben doch tanken. Was dabei geflissentlich vergessen wird: Österreichs hauptsächlicher Beitrag zur globalen Brennstoffverschwörung firmiert unter dem Kürzel OMV (nämliches stand übrigens einmal für “Oesterreichische Mineralölverwaltung“, dann für “Österreicher mit Verantwortung“ und steht mittlerweile für gar nichts mehr). Und wer kontrolliert die OMV noch mal? (weiterlesen …)
Verleger Hans-Jörgen Manstein hat sich die Sache wahrscheinlich so vorgestellt: Erst spricht er einer Reihe engagierter Enthüllungsjournalisten in einem “Leitartikel” (nachzulesen unter http://is.gd/CoRp7t) jedwede Berufsbefähigung und -berechtigung ab. Anschließend leitet er daraus eine “Kontroverse” ab, in deren Zentrum er sich der Einfachheit halber gleich selbst stellt. Manstein hat Kurt Kuch (“News”), Florian Klenk (“Falter”), Ashwien Sankholkar (“Format”) und mich zu einer von ihm selbst erdachten Podiumsdiskussion zum “Zustand des investigativen Journalismus in Österreich” gebeten. Wir haben die Einladung – unabhängig voneinander – ausgeschlagen. (weiterlesen …)
Willkommen in einer Welt der Wunder oder besser: des Wunderns. Mit Blick auf die Nachrichtenlage dies- und jenseits der Landesgrenzen macht es doch angemessen staunen, dass
▶ Griechenland seine Schulden längst nicht mehr bezahlen kann und doch immer neue machen darf. ▶ Italiens Abgeordnete unbedingt sparen wollen, aber keinesfalls bei sich selbst. ▶ Spanien in Mariano Rajoy einen neuen Premier hat, der seit seinem Wahlsieg am 20. November keinen öffentlichen Auftritt hatte. ▶ Ratingagenturen nach wie vor Einfluss haben. ▶ Europas Banken plötzlich mehr als 100 Milliarden Euro an zusätzlichem Eigenkapital benötigen, aber niemand weiß, wo das Geld eigentlich herkommen soll. ▶ die Banken dessen ungeachtet weiter um das Geld der Sparer buhlen, während sie einander keines mehr leihen wollen. (weiterlesen …)
Schon erstaunlich, wie viel Energie die Politik in diesem Land darauf verwendet, die großen Themen nicht anzugehen. Seit Wochen wird also über die Verankerung einer „Schuldenbremse“ in der Verfassung gestritten. Die Regierung ist sich uneins, die Opposition opponiert, wobei längst nicht mehr ganz klar scheint, wer jetzt eigentlich wofür oder wogegen ist. An sich ist Meinungsvielfalt ja Teil des politischen Tagesgeschäfts und also eine feine Sache. Nur wird hier in einem allzu durchsichtigen Vorwahlkampf (eigentlich wollten wir davon bis 2013 nichts wissen) und zulasten der Steuerzahler kostbare Zeit verschleudert. (weiterlesen …)
Die japanische Regierung hat die AKW-Ruine Fukushima I soeben für “sicher” erklärt. Na sicher. Fehlt nur noch, dass die EU den Euro, die österreichische Bundesregierung die Staatsschulden, die Metereologen weiße Weihnachten und Karl-Heinz Grasser die eigenen Steuererklärungen als “sicher” qualifizierten.
Wir werden in den kommenden Tagen wieder viel über die neuen „Stress Tests” der europäischen Banken lesen. Müßig. Diese Tests dienten schon bisher nur dazu, das Gewissen der Finanzbranche zu beruhigen. Man hat sich – am Beispiel Erste Bank – Gegenwart und Zukunft schön gerechnet. Noch eindrücklicher: Die belgisch-französische Dexia-Gruppe. Vor wenigen Monaten noch hat sie den „Stresstest“ mit Bravour bestanden. Jetzt ist sie de facto pleite und muss verstaatlicht werden. (weiterlesen …)
Man will sich das Theater, das sich Politik nennt, eigentlich gar nicht mehr anschauen. Kein Tag, an dem die Parteien nicht versuchten, die jeweils anderen tiefer in den Korruptionssumpf zu tunken, um von der eigenen Malaise abzulenken. (weiterlesen …)