Michael Nikbakhsh - Alle Artikel
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Willkommen in einer Welt der Wunder oder besser: des Wunderns. Mit Blick auf die Nachrichtenlage dies- und jenseits der Landesgrenzen macht es doch angemessen staunen, dass
▶ Griechenland seine Schulden längst nicht mehr bezahlen kann und doch immer neue machen darf. ▶ Italiens Abgeordnete unbedingt sparen wollen, aber keinesfalls bei sich selbst. ▶ Spanien in Mariano Rajoy einen neuen Premier hat, der seit seinem Wahlsieg am 20. November keinen öffentlichen Auftritt hatte. ▶ Ratingagenturen nach wie vor Einfluss haben. ▶ Europas Banken plötzlich mehr als 100 Milliarden Euro an zusätzlichem Eigenkapital benötigen, aber niemand weiß, wo das Geld eigentlich herkommen soll. ▶ die Banken dessen ungeachtet weiter um das Geld der Sparer buhlen, während sie einander keines mehr leihen wollen. (weiterlesen…)
Schon erstaunlich, wie viel Energie die Politik in diesem Land darauf verwendet, die großen Themen nicht anzugehen. Seit Wochen wird also über die Verankerung einer „Schuldenbremse“ in der Verfassung gestritten. Die Regierung ist sich uneins, die Opposition opponiert, wobei längst nicht mehr ganz klar scheint, wer jetzt eigentlich wofür oder wogegen ist. An sich ist Meinungsvielfalt ja Teil des politischen Tagesgeschäfts und also eine feine Sache. Nur wird hier in einem allzu durchsichtigen Vorwahlkampf (eigentlich wollten wir davon bis 2013 nichts wissen) und zulasten der Steuerzahler kostbare Zeit verschleudert. (weiterlesen…)
Die japanische Regierung hat die AKW-Ruine Fukushima I soeben für “sicher” erklärt. Na sicher. Fehlt nur noch, dass die EU den Euro, die österreichische Bundesregierung die Staatsschulden, die Metereologen weiße Weihnachten und Karl-Heinz Grasser die eigenen Steuererklärungen als “sicher” qualifizierten.
Wir werden in den kommenden Tagen wieder viel über die neuen „Stress Tests” der europäischen Banken lesen. Müßig. Diese Tests dienten schon bisher nur dazu, das Gewissen der Finanzbranche zu beruhigen. Man hat sich – am Beispiel Erste Bank – Gegenwart und Zukunft schön gerechnet. Noch eindrücklicher: Die belgisch-französische Dexia-Gruppe. Vor wenigen Monaten noch hat sie den „Stresstest“ mit Bravour bestanden. Jetzt ist sie de facto pleite und muss verstaatlicht werden. (weiterlesen…)
Man will sich das Theater, das sich Politik nennt, eigentlich gar nicht mehr anschauen. Kein Tag, an dem die Parteien nicht versuchten, die jeweils anderen tiefer in den Korruptionssumpf zu tunken, um von der eigenen Malaise abzulenken. (weiterlesen…)
Nein, ich werde mich jetzt nicht über Kärnten lustig machen. Nur eine Tatsachenfeststellung: In der Kärntner Landesregierung sitzen derzeit sieben Personen, darunter drei, die auf einschlägige Erfahrungen mit der Justiz verweisen können. (weiterlesen…)
Meine Glosse in der dieswöchigen profil-Ausgabe Nr. 32/11:
Ich hatte jüngst das zweifelhafte Vergnügen, eine Fibel der griechischen Regierung (“About Greece“) aus dem Jahr 1999 zu studieren. Die Griechen steckten damals mitten in den Vorbereitungen zum Eintritt in die Eurozone (im Rückblick wünschte man, sie wären nie darüber hinausgekommen). Besonders erhellend: das Kapitel “The economy of Greece“ der Autoren Panos Kazakos und Panagiotis Liargovas, zweier durchaus reputierter griechischer Ökonomen. Was Sie gleich lesen werden, könnte Ihnen die Tränen waagrecht aus den Augen schießen lassen. Der Originaltext ist in englischer Sprache abgefasst, ich darf zwanglos übersetzen: (weiterlesen…)