Michael Nikbakhsh - Alle Artikel
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Nein, ich werde mich jetzt nicht über Kärnten lustig machen. Nur eine Tatsachenfeststellung: In der Kärntner Landesregierung sitzen derzeit sieben Personen, darunter drei, die auf einschlägige Erfahrungen mit der Justiz verweisen können. (weiterlesen …)
Meine Glosse in der dieswöchigen profil-Ausgabe Nr. 32/11:
Ich hatte jüngst das zweifelhafte Vergnügen, eine Fibel der griechischen Regierung (“About Greece“) aus dem Jahr 1999 zu studieren. Die Griechen steckten damals mitten in den Vorbereitungen zum Eintritt in die Eurozone (im Rückblick wünschte man, sie wären nie darüber hinausgekommen). Besonders erhellend: das Kapitel “The economy of Greece“ der Autoren Panos Kazakos und Panagiotis Liargovas, zweier durchaus reputierter griechischer Ökonomen. Was Sie gleich lesen werden, könnte Ihnen die Tränen waagrecht aus den Augen schießen lassen. Der Originaltext ist in englischer Sprache abgefasst, ich darf zwanglos übersetzen: (weiterlesen …)
Die Griechenland-Krise hat auch ihre befreienden Seiten. Endlich darf der EU-Nettozahler in uns die Sau raus lassen und zwar so richtig. Weil, mal ehrlich, dass die Griechen zu faul für eigentlich alles sind, haben wir ja immer schon gewusst. Ehrgeiz entwickeln die überhaupt nur dann, wenn es darum geht, die Arbeit niederzulegen – und/oder anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ouzo und Schafskäse, das sagt doch alles. Eigentlich ein Skandal, dass ein ganzer Kontinent nach einer Griechin benannt ist. Und überhaupt: Italiener, Spanier, Portugiesen, Iren – noch mehr Gauner. (weiterlesen …)
Dass die Auseinandersetzung mit Karl-Heinz Grasser kein Spaziergang werden würde, war Michael Ramprecht wohl bewusst, noch ehe er die profil-Redaktion betreten hatte. Im Oktober 2009 stellte sich KHGs früherer Kabinettsmitarbeiter einem Interview mit meinem Kollegen Josef Redl, das der Causa Buwog einen völlig neuen Drall geben sollte (“Ein abgekartetes Spiel“). Grasser, unterste Schublade, versuchte Ramprecht daraufhin öffentlich als rachsüchtigen Irren zu diskreditieren. Was viel über die Verfasstheit des Finanzministers a. D. verriet. Schließlich hatte Grasser den vermeintlich Verhaltensauffälligen ja selbst an die Spitze der Vergabekommission zur Auswahl der Buwog-Investmentbank Lehman Brothers gesetzt. (weiterlesen …)
Der Alltag zweier profil-Journalisten: Kollegin Ulla Schmid und ich recherchieren einmal mehr Hintergründe zur Buwog-Affäre. Konkret die Rolle des Investmentberaters, Grasser-Freundes und früheren Geschäftspartners von Lehman Brothers Karlheinz Muhr. Das ist vor allem deshalb immer ein wenig tricky, weil Herr Muhr sich nachgerade habituell auf „Verschwiegenheitspflichten“ (im konkreten Fall anscheinend gegenüber der Konkursmasse von Lehman Brothers) beruft. Donnerstag vergangener Woche übermittle ich ihm also folgende Anfrage: (weiterlesen …)
Josef Pröll ist also weg. Er hat der Republik die größten anzunehmenden Schulden hinterlassen. An der Finanzkrise und deren Folgen trägt er zwar keine Schuld. Aber eine konkrete Vorstellung, wie das Land sich seiner Verbindlichkeiten von über 200 Milliarden Euro jemals entledigen soll, hatte er nie. (weiterlesen …)
Amtsmissbrauch? Steuerhinterziehung? Untreue? Nichts als Unterstellungen, Verleumdungen, Missverständnisse. Sagt Karl-Heinz Grasser. Aber nicht nur er. Bei der gestrigen ORF-Diskussion “Im Zentrum” rezitierte Grasser die Zuschrift einer Unbekannten – und bescherte dem Publikum unfreiwillig einen kostbaren Moment TV-Geschichte. Grasser wörtlich: „Ich krieg zur Zeit extrem viel Post, extrem viel Zuspruch. Ich möchte aus einem Brief vorlesen, den ich mitgebracht habe: ‘Sehr geehrter Herr Minister, Sie sind für diese abscheuliche Neidgesellschaft zu jung als Finanzminister gewesen, zu intelligent, zu gut ausgebildet, aus zu gutem, wohlhabendem Haus, zu schön – und was für alles der Punkt auf dem I ist: Auch noch mit einer schönen und reichen Frau verheiratet. Soviel Glück darf ein einzelner Mensch einfach nicht haben, da muss man etwas dagegen tun. Es ist einfach traurig.’“
Es ist eines der ehernen Gesetze unserer Branche: Journalismus ist Wiederholung. Das liegt weniger an denen, die ihn betreiben, als vielmehr als jenen, die sie beschreiben. Was mich zur Justiz führt. Vor exakt einem Jahr notierte ich an dieser Stelle: Zeit ist bekanntlich relativ. Und es dürfte kaum ein Justizsystem in der westlichen Hemisphäre geben, in dem Zeit so überhaupt keine Rolle zu spielen scheint wie in Österreich. (weiterlesen …)