Peter Michael Lingens - Alle Artikel
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Das gelöschte Sparpaket
Von einer meiner größten politischen Fehleinschätzungen und meinem gescheiterten Versuch, jungen Menschen das Sparpaket zu erläutern.
Ich möchte Christian Rainers glasklare Analyse des Sparpakets im Leitartikel des aktuellen „profil“ – „Nur die Macht des Faktischen gibt dem Sparpaket ein wenig Sinn; es fehlt jede Vision und der Blick aufs übergeordnete Ganze“ – durch eine subjektive Emotion ergänzen: Ich geniere mich dafür, wie die Lasten des Sparens verteilt worden sind.
Am besten kann ich meine Gefühle an Hand meiner Tätigkeit außerhalb des „profil“ illustrieren: Ich verlege seit 25 Jahren eine Monatszeitschrift für Kinder und Jugendliche, in der im März auch ein Text über das Sparpaket erscheinen sollte. Um der Grafik genug Zeit für die Illustration zu geben und das sperrige Thema etwas Kindgerechter aufzubereiten, hatte ich schon vor Wochen (weiterlesen …)
Von den beiden Prognosen für das Wirtschaftswachstum von 2012 – o.8 Prozent IHS und o.4 Prozent WIFO -scheint mir die zweite realistischer. Wenn alle sparen, wäre es auch keineswegs verwunderlich, wenn die Wirtschaft gar nicht wächst. Österreichs Wohlstand nähme trotzdem zu: Das, was man sich Jahr für Jahr leisten kann, wird ja keineswegs in einem Jahr kaputt. Der Besitzstand wächst also auch ohne Wirtschaftswachstum ständig – nur nicht so rasch.
Das wirkliche Problem ist die ohne Wirtschaftswachstum steigende Arbeitslosigkeit – denn die Rationalisierung in den Betrieben geht weiter. Mehr Arbeits (weiterlesen …)

