Sven Gächter - Alle Artikel
Infos über diesen Autor
Heute beschäftigen wir uns mit Zeitgenossen, die das tendenziell eher trübe Wochengeschehen vorsätzlich oder unbewusst mit humoristischen Beiträgen aufhellten. Dietrich Mateschitz, der, was die langfristigen Perspektiven seines Red-Bull-Imperiums betrifft, sonst wenig Spaß versteht, brachte im Hinblick auf den für 21.12. 2012 prognostizierten Weltuntergang “Das vielleicht letzte Magazin der Welt“ auf den Markt. – Die Schriftsteller Michael Scharang und Peter Turrini schickten dem “News“-Redakteur Walter Pohl, der Elfriede Jelinek wegen ihrer Betrachtungen zu Niko Pelinka als “völkische Beobachterin“ etikettiert hatte, eine E-Mail: (weiterlesen…)
Im deutschen Frühstücksfernsehen klagte eine soignierte Dame vergangene Woche, „die Medien“ hätten jeden Respekt vor der Würde des Bundespräsidentenamts verloren. Keinesfalls jedoch klagte sie über die Tatsache, dass der deutsche Bundespräsident selbst der verfassungsmäßigen Würde seines Amts ganz offensichtlich nicht gewachsen ist – und darüber hinaus in seinem Umgang mit den Medien Respekt durch Eitelkeit und Larmoyanz ersetzt. Wie der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg instrumentalisierte Christian Wulff die Kanäle der Öffentlichkeit, (weiterlesen…)
Das Jahr geht zu Ende, und wieder bleiben zentrale Fragen ungeklärt. – Hat Werner Faymann all seinen – wirklich allen – Facebook-Freunden handschriftlich signierte Neujahrskarten geschickt? – Wer freut sich mehr über Alfons Haiders Ausscheiden aus “Dancing Stars“: Niki Lauda oder Toni Polster? Oder fürchten sie insgeheim schon, vom ORF demnächst mit einem anderen Quoten-Homo – oder gar Conchita Wurst! – behelligt zu werden? – Wird Dominic Heinzl seinen “Chili“-Dienst quittieren – und wenn ja: wenigstens mit einer gebührend rührseligen Versöhnungsschmonzette zwischen Sido und Michael Jeannée im Schweizerhaus? (weiterlesen…)
Was drängt Menschen, die den Vertrauenskredit der Öffentlichkeit nachhaltig verspielt haben, immer wieder geradezu zwanghaft in ebendiese Öffentlichkeit? Es ist nicht nur die trotzig vorgebrachte Unschuldsbehauptung, es ist der unstillbare Trieb, der persönlichen Eitelkeit den größtmöglichen Spiegel zu bieten, ungeachtet aller Dellen und Risse, die ihn schon verunstalten mögen. Der frühere Verteidigungsminister Deutschlands, Karl Theodor zu Guttenberg, boxte sich keine neun Monate nach seinem politischen Aus (Tod durch Plagiat) mit einem Interviewbuch samt Vorabdruck in der “Zeit“ ins Rampenlicht zurück, strotzend vor Larmoyanz und Selbstgefälligkeit. Der frühere Finanzminister Österreichs, Karl-Heinz Grasser, dokumentierte vergangene Woche mit einer veritablen Interview-Orgie in “Österreich“, (weiterlesen…)
Hannes W., vergangene Woche in diversen Medien mit einem so genannten „Fake-Account“ auf der Facebook-Seite von Werner Faymann in Verbindung gebracht, hat sich nun überraschend zu Wort gemeldet und stellt nachdrücklich klar, dass er sehr wohl ein „Friend“ des Kanzlers sei, wenn auch, dem Wesen sozialer Netzwerke entsprechend, kein im engeren Sinn persönlicher. Im Übrigen laute sein richtiger Name Karlo F., den er allerdings für sein eigenes Profil nicht verwende, da es bereits einen gewissen Carlo F. gebe, der wiederum auffallend oft Facebook-Freundschaften mit mehreren rechtspopulistischen Spitzenpolitikern pflege. (weiterlesen…)
Die Mühlen der Justiz mahlen bekanntlich immer – aber öfter seltsam. Wolfgang Fellner, Herausgeber von “Österreich“, hatte sich im öffentlich ausgetragenen Dauerkrieg mit “Kurier“-Chefredakteur Helmut Brandstätter zu der Injurie “journalistischer Bettnässer“ verstiegen. Das Wiener Straflandesgericht sah den Tatbestand der Beleidigung dadurch nicht erfüllt. Der mit der Causa befasste Richter stieß in seiner Urteilsbegründung die Tür zum Interpretationsnirwana sperrangelweit auf. Isoliert betrachtet stelle das Prädikat “journalistischer Bettnässer“ (weiterlesen…)
Es muss ein durch kein noch so verrücktes Hollywood-Drehbuch zu beglaubigender Schock gewesen sein, als der nicht mehr ganz so junge, nicht mehr ganz so schöne und nicht mehr ganz so erfolgreiche Schauspieler HUGH GRANT eines Morgens vergangene Woche aufwachte und sich in ganz neuen Lebensumständen wiederfand. „Überraschung! Er ist Papa geworden!“, titelte die „Bunte“, und die Ungläubigkeit angesichts dieser Bomben-Nachricht fand auch anderswo ein gebührend gleichlautendes Echo: (weiterlesen…)