Tina Goebel - Alle Artikel

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Tina Goebel

Anatolische Blüten im Gemeindebau

Filmkritik. Die letzten Tage sorgt KUMA, der erst Kinofilm des jungen österreichischen Nachwuchsregisseurs Umut Dağ für Aufregung. Dağ selbst stammt aus einer kurdischen Familie und wuchs in einem “Migrantenbau” in Österreich auf. Er erzählt die Geschichte einer türkischen Familie aus Anatolien, die in Wien lebt. Die Protagonisten sprechen Türkisch, der Film ist untertitelt, was an sich bereits außergewöhnlich ist. Sehr speziell ist auch die Handlung, die er erzählt, jedoch (weiterlesen …)

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Wenn der Jesus G’stanzln singt

Kulturtipp. Jesus und Musical muss nicht zwangsläufig Andrew Lloyd Webbers Jesus Christ Superstar bedeuten. Musikvirtuose Otto Lechner hat vergangenes Wochenende im Theater in der Drachengasse in der “Schmoizhodan-Passion” bewiesen, dass auch die alt bekannte Bibelgeschichte erfrischend neu dargebracht werden kann. Dazu nehme man einfach die Textgrundlage von Wolfgang Teuschl, der mit “Da Jesus und seine Hawara” das neue Testament kongenial auf Wienerisch nacherzählt und strickt einen passenden musikalischen Teppich aus österreichischen Volks- und Popliedern herum. So wird sogar die Tristesse des letzten Abendmahls amüsant beim Schunkeln des Wienerliedes “Es wird der Wein sein – und wir werdn nimma sein” abgehandelt. (weiterlesen …)

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„NADA gehört für ihre Dummheit bestraft“

Andreas Schwab, Chef der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA), ist zurück getreten. Mit ihm wurden auch die Mitglieder der Nada-Rechtskommission entlassen.

Grund waren Verhandlungen, die der Ex-Langläufer und Olympiasieger Christian Hoffmann geheim mitgeschnitten hatte. Hoffmann wurde sechs Jahre wegen Dopings gesperrt – dieses Urteil fand er nicht gerecht und hielt das Vorgehen der Kommission ohnehin für höchst fragwürdig. Deshalb zeichnete er Sitzungen mit der NADA-Rechtskommission auf und ließ diese verschiedenen Medien zukommen. Tatsächlich lassen die Audioaufzeichnungen die NADA-Spitze als sexistisch, dumm und inkompetent erscheinen. Da geheime Tonbandaufzeichnungen (weiterlesen …)

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Ein Jahr nach Fukushima

Atomkraft. Am Sonntag jährt sich die Katastrophe von Fukushima. Die Bilder des havarierten Kernkraftwerkes, das am 11. März 2011 von der gigantischen Tsunami-Welle erfasst wurde und in die Luft flog, gingen um die Welt. Der Super-GAU löste eine globale Angst und Proteste gegen die Atomkraft aus, wie es sie seit dem Unglück von Tschernobyl nicht gegeben hat.

Die grüne Energie wurde beschworen, sowie ein Atomkraftfreies Europa. Sofort debattierten Politiker, in Deutschland wurden marode Reaktoren sofort vom Netz genommen, um die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen.

Doch was ist jetzt? Statt der grünen Wende ist die Atomlobby aktiver denn je, wie meine Kollegin Christina Hiptmayr in ihrem Artikel „Wende am Ende“ (profil 12/09) feststellte.

Darin stellt sie unter anderem fest, dass vor Fukushima 156 Kernkraftwerke konkret geplant waren, heute sind es 160. Weitere 322 waren Anfang 2011 im frühen Planungsstadium, jetzt sind es 335.

Statt einem Abgang von der Kernkraft ist ein neuer Höhenflug eingetreten. Gut so. (weiterlesen …)

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Einmal noch lustig

Karneval. Heute ist Faschingsdienstag. Das Ende des Karnevals, oder der Anfang der weniger lustigen Fastenzeit. Wie auch immer.

Kulturhistorisch war dieser Brauchtum nicht nur etwas besonderes, da die Arbeit eingestellt und gefeiert und getanzt wurde –  es war der einzige Tag im Jahr, an dem die Sklaven und Könige gleich gestellt waren und das tragen einer Maske das Schlüpfen in eine andere Rolle gesellschaftlich ermöglichte. (weiterlesen …)

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Luzifer in Afghanistan

Ethik. Ein Video, auf dem amerikanische Soldaten auf afghanische Leichen urinieren, sorgt weltweit für Entsetzen. Aber warum eigentlich? Bereits Anfang der Siebziger wies der amerikanische Psychologe Philip Zombardo durch das berühmte Gefängnis-Experiment nach, dass Menschen in einer solchen Situation beinahe automatisch ihre ethischen Grundsätze über Bord werfen und zu grausamen Monstern mutieren. Zombardo simulierte damals an der Universität Stanford eine Gefängnis-Situation (weiterlesen …)

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Die erste Europäische Theaternacht

Kulturtipp. Am Samstag, 19. November, findet zum ersten Mal die europäische Theaternacht in Österreich statt. Internationale und heimische Produktionen kleiner Bühnen und freier Theatergruppen sind kostenlos in ganz Österreich zu sehen, wer will kann freiwillig spenden. Initiator ist der Kroate Noc Kazalista, der die Idee hatte, einmal im Jahr einen ganzen Tag, beziehungsweise eine ganze Nacht lang, gemeinsam die darstellenden Künste europaweit zu feiern. Das Event steht unter einem gemeinsamen Motto, nämlich dem gemeinschaftlichen Europa, (weiterlesen …)

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Musikalisches Wüstenland

Musik. Endlich hat Wien ein Musikfestival. Mit dem Waves werden erstmals von 28. September bis 2. Oktober sämtliche Locations und Clubs in Wien bespielt. Bereits das Festivalplakat verrät, dass statt auf altbekannte Headliner auf Musiker gesetzt wird, die nur einem kleinen alternativen Publikum bekannt sind.

„Das Festival versteht sich als Showcase-Festival – das heißt, es geht darum, neue Bands zu entdecken, solche, die sich mehr Aufmerksamkeit verdient haben, die über internationales Format verfügen, aber aus dem einen oder anderen Grund noch nicht nach ganz oben gespült worden sind,“ heißt es im Pressetext der Homepage. (weiterlesen …)

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