Hier ein bemerkenswerter Leserbrief, den ich per Mail erhalten habe. Er ist in der aktuellen Printausgabe von profil abgedruckt.
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Meine Heimat
Ich muss das loswerden. Weil ich ansonsten das Gefühl habe, dass mich dieser Brand, der sich beim Lesen der Zeitungen in mir entzündet hat, verbrennen könnte. Und deswegen muss ich dieses Gefühl wegschreiben, weil ich es leid bin zu schweigen.
Barbara Rosenkranz kandidiert für das Bundespräsidentenamt und hat Potential. Nicht für den Wahlsieg, aber verschiedenste Polit-Institute geben ihr eine Aussicht auf über zwanzig Prozent der WählerInnenstimmen. Ich glaube ich muss nicht viel über die niederösterreichische Landesrätin schreiben; wir reden von einer Frau, die sich nie von den Positionen ihres Ehemannes Horst Rosenkranz, ein Faktor der rechtsextremen – Pseudointellektuellen, distanzieren wollte und die Existenz von Gaskammern als Teil der freien Meinungsäußerung abtut. Ich glaube, dass diese zwei Fakten (unter vielen Weiteren), ohnehin als konkrete Wahlempfehlung für Heinz Fischer zu verstehen sind, aber ich möchte auf etwas eingehen, was Barbara Rosenkranz und ihre Partei immer wieder für sich einnehmen wollen und auch bei dieser Wahl als “Trumpf” ausspielen werden: Die Heimat.
Ich heiße Marko Miloradovic. Ich wurde in einem Land geboren, das es nicht mehr gibt, weil es in einem brutalen Krieg auseinander gerissen wurde. Heute heißt das Land wieder Serbien. Ich bin 22 Jahre alt und lebe seitdem ich denken kann in meiner Stadt, in meinem Innsbruck. Ich bin Österreicher und Serbe. Für mich ist das kein Widerspruch, kein Integrationsunwille, sondern mein Leben. Ich liebe dieses Land, genauso wie ich mein Serbien liebe. Ich unterscheide mich von meinen FreundInnen, weil ich eine andere Religion habe, mit einer anderen Sprache aufgewachsen bin und weil nicht in jede Disko reinkomme. Auf die Frage, was ich werden wolle, sagte mir man in der Volksschule im vorauseilenden Gehorsam, dass “wir auch gute Arbeiter bräuchten”. Ich wollte Arzt werden. Meine Mutter erklärte mir damals, dass ich mir immer bewusst sein solle, dass “man uns” als AusländerInnen sehe und ich zwei – , ja dreimal besser sein müsse, um die gleiche Ernte einfahren zu können. Heute studiere ich Jus. Arbeite. Zahle Steuern und rege mich auf, wenn das alpine Herrenteam keine Medaille nach Hause bringt. Und wenn ich mal wieder der Einzige bin, der sich im Zug ausweisen muss, meine Identität einer Kontrolle unterziehen lassen muss (wie bildhaft), frage ich mich trotzdem “Was soll ich hier?”.
Das geht an Rosenkranz & Co.: Ich werde den Teufel tun. Mein Nachname endet mit -ic, ich spreche und schreibe besseres Deutsch, als der Großteil der nationalen Gfraster. Ich habe das gleiche Recht die Berge um Innsbruck zu lieben, genauso wie ich weiter über die österreichische Fußballnationalmannschaft motzen werde. Ihr seid nicht jene, die die Heimat gepachtet haben. Die anderen sind auch noch da. Mit dem gleichen Recht nehmen wir uns die Landschaft, den Kafka, die Mentalität und nennen es “unser”. Wir nehmen uns auch das Recht dieses Land und seine weit verbreitete braune Kruste zu hassen, weil wir es lieben – ohne Flagge, ohne falschen Stolz, ohne Nostalgie und ohne Rassismus. Der ehemalige deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann sagte einmal: “Es gibt schwierige Vaterländer. Eines von ihnen Deutschland. Aber es ist unser Vaterland.”
Ich für meinen Teil, werde mich nie dem starken Gefühl der Ohnmacht beugen, fremd im eigenen Land zu sein. Ich werde dieses Land mit seinen Menschen nicht aufgeben. Da können noch so viele Hausfrauen daherkommen.
Marko Miloradovic
Tags: Ausländer, Heimat, Rosenkranz
[...] http://blog.profil.at/index.php/christianrainer/brief-aus-der-heimat Tags:auslaender, bzoe, fpoe, heimat, oesterreich, politik, [...]
An alle sog. “stolzen Patrioten”. Heimat ist da, wo du dich wohlfühlst und einigermaßen auskennst, oder? Drum gehe ich nicht sehr häufig zu Menschen, die immer irgend welche Sprüche klopfen, die nie “in” waren. Ihre Musik ist mir zum Abrocken zu deppert, ihre Mode und Haarschnitt greislich, die Mädels gehen an sowas vorbei – und Stiefel unten im Sommer und Glatze oben im Winter finde ich irgendwie unangebracht. Natürlich gibt es auch Verkleidungen von solchen “Patri-Idioten”. Die haben dann Cerutti-Binder und riechen gut. Oder sind Muttis, die alles schmeißen. Aber eigentlich, solange sie mich nicht missionieren wollen, bin ich lieber ewiger leicht grantiger, gemütlicher “Migrant” als knackiger Adjudant von solchen Typinnen und Typen. Bezahlen können die mich sowieso nicht, weil ich mit stinknormaler Handarbeit recht gut hinkam und komme bis ins Gruftialter. Selbst wenn von Fünfen in meinem Umfeld mal einer von den “Patrioten” dabei wär, seis drum. Auch der kratzt mal – wie wir alle – ab. Ob er als “Patriot” besser gelebt hat als viele, die nicht so viel Aufhebens machen – in Himmel, Hölle oder wiederkommt als “Geläuteter” oder noch “patriotischer” – wurscht. Sterben hat noch jeder überlebt und ist länger tot als das, was nie durch Geografie umschreibbar war: Heimat – Patria. I bin a Münchna und bleib oana. Baba und Tschüß oder Servus – aber nie Heil oder “Heimat”!!!! Ich bin einfach so. Alles paletti – oder was? da Bernhard aus Bayern, München-Neuhausen, bald wieder Basilien (hoffentlich!) und grad in Spanien, Mallorca auf “Can Cap de Bou”. Grad schön! Hasta luego!
[...] nicht nur mir aus dem Herzen spricht. Hier ein paar Auszüge, den gesamten Text gibts im Profil-Blog: Ich heiße Marko Miloradovic. Ich wurde in einem Land geboren, das es nicht mehr gibt, weil es in [...]
Genial post and this post helped me alot in my college assignement. Thank you as your information.
S.g. “Ein Patriot”!
“[...] Die Einwohnerzahl Österreichs ist explodiert! Von 7.3 Millionen 1970 auf 8.5 Millionen heute! Jedes 3. Kind in Österreich hat Migrationshintergrund. Jedes 7. Neugeborene ist ein Moslem! Wegen scharfen Ausländergesetzen??? Ein Witz!
Der Herr Miloradovic schreibt von seiner “anderen Religion”. Falls damit der Islam gemeint ist, ist es so, daß der Islam weltweit AUSNAHMSLOS die Menschenrechte mit Füßen tritt! Frauen, Andersgläubige, Schwule und Demokraten werden vom Islam massiv unterdrückt. Der Gründer der totalitären Gesellschaftsideologie Islam war ein sehr gewalttätiger Mensch, und hat ganz und gar nicht für Frieden und Versöhnung gesorgt, sondern höchstens für Grabesruhe. [...]”
@ Patriot
Kann es sein das Sie die Schuld ausschließlich nur den Muslimen geben? Aus Ihren Sätzen lese ich nur eine “Anti-Islam Politik” heraus. “FPÖ-Style” nenne ich das.
Haben Sie schon mal den Kuran gelesen oder mit einem Muslimen über seine Religion gesprochen oder diskutiert? Haben Sie sich mal ernsthaft mit dieser Religion beschäftigt?
Fals JA, dann würden Sie wissen DAS der Islam niemanden versucht zu unterdrücken. Niemanden will der Islam verletzen oder sonstiges antun.
Sie schreiben das der Gründer der totalitären Gesellschaftsideologie Islam ein sehr gewalttätiger Mensch war.Sie meinen damit bestimmt den Prophet Mohammed. Wie kommen Sie bitte auf diese Theorie? Bitte begründen Sie den Satz doch.
Und was soll ich mit der Statistik anfangen das jedes 7.Neugeborene Muslime ist.
Ich würde mir eher wünschen das mehr Kinder in Österreich geboren werden egal welche Religion oder Hautfarbe es hat.
Ich hab auch eine Sinnlose Statistik:“95% alles Straffälligen Personen sind Männlich!“
Das alles was Sie über den Islam schreiben sind lügen die vermutlich.aus rechten Braunen Ecken kommen.
Es wird nur gegeneinander aufgehetzt.
Die FPÖ hetzt hier gegen eine Volksgruppe um Wählerstimmen zu gewinnen um mehr Macht im Lande zu bekommen. Wir hatten bereits mal so eine Zeit wo gegen Volksgruppen/ Religionen gehetzt wurde. Haben wir nichts aus der Geschichte gelernt?
Wenn in einem “muslimischen Land” Frauen, Andersgläubige, Schwule, Demokraten, usw… unterdrückt werden, dann hat nicht die Religion schuld sondern die Politische Partei oder die fanatischen Nationalisten in dem jeweiligen Land.
Der Maßstab des Islam ist nicht irgendein Land (Türkei, Iran, Ägypten, usw…) oder deren Gläubige sondern NUR der Kuran.
Die Menschen in den Dritt-Welt Ländern sind etwas weit im Rückstand mit der Bildung als wir hier in Europa. Sie lesen etwas aber verstehen es nicht ganz. Daher wird meißtens eine Gebotsregel falsch praktiziert oder es kommt ganz zur unverständnis.
Und dann kommen wir, sehen so etwas, fragen uns warum das so ist?
Die Antwort ist “Die Religion” und schon fangen wir an uns ein bild auszumalen und darüber zu reden wie schlecht die Religion doch sei.
So enstehen Lügen, Vorurteile,usw… gegenüber anderen Religion.
Was wäre wenn jemand zu uns kommen würde und sehen würde was so manch ein Prister oder Gläubiger
einem kleinen Kind für Schaden zufügt (Gestlich und körperlich). Die eine Person würde warscheinlich Anfangen zu denken das wir und unsere Religion und Kultur etwas „Böses“ sind. Obwohl das nur Einzelfälle sind die in allen Kulturen und Religion vorkommen. Überall gibt es ein schwarzes Schaf in der Herde.
Für uns alle sollte nur der Mensch im Vordergrund stehen und NUR DER MENSCH. Nicht seine Religion, Hautfarbe, Nationalität oder was auch immer.
@”Ein Patriot”:
Ich kann mir nicht vorstellen dass wir uns einig sind, denn auch wenn ich schrieb, dass ich mit jenen Leuten die für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen kein Problem habe, bedeutet dies nicht, dass ich die übrigen abschieben möchte. Ganz im Gegenteil: Sozialfällen muss geholfen werden und dies ungeachtet der Nationalität. “[...]Sozialfälle mögen bitte gehen[...]” – Ich wüsste nicht, wohin Sie einen Sozialhilfeempfänger mit Österreichischer Staatsbürgerschaft abschieben könnten.
Es ist richtig, dass ich keine kriminellen Ausländer im Land haben möchte. Ich möchte aber auch keine kriminellen Inländer im Land haben. Unter den Zuwanderern wird es genau im gleichen Maße einen Prozentsatz krimineller Leute geben wie unter den Österreichern selbst. Ich denke nicht, dass man für dieses systemimmanente Problem der Menschheit eine Lösung finden kann. Noch viel unwahrscheinlicher scheint mir jedoch der Gedanke, dass ausgerechnet die FPÖ hierfür eine Lösung wird finden können.
@Mario M.
Solange die Leute für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen und solange sie zwischen 22:00Uhr und 06:00Uhr ruhig sind, habe ich mit niemandem ein Problem
Kann ich unterschreiben. Ausländer die hier selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen sind willkommen. Sozialfälle mögen bitte gehen. Und das mit “zwischen 22:00Uhr und 06:00 Uhr ruhig sein” interpretiere ich mal so, daß sie keine kriminellen Ausländer im Land haben wollen. Ich auch nicht. Wie einig wir uns doch sind.
@minudillo
Natürlich beschwert sich der Miloradovic massiv über die Österreich. Österreich besteht halt bevölkerungsmäßig zu 100% aus den Österreichern. Da wird der Herr Miloradovic auch “Gfraster” akzeptieren müssen, auch wenn das die Mehrheit der Österreicher ist, die keine kriminellen, integrationsresistenten und Sozialsystem – ausnutzenden Ausländer im Land haben will.
Und natürlich geht er nicht, wie viele andere Ausländer. Ganz genau weil’s ihm in Österreich sehr gut geht!!! Auf jeden Fall viel besser als in Länder seines Kulturkreises, wo Not, Elend und Gewalt herrscht. Aber der Österreicher ist der “Rassist”. In einem “assimilieren” sich die Ausländer am schnellsten: im sinnlosen Jammern.
@Tschuschislav Tschuschic
Ich wüßte nicht, wann es mit der christlich-orthodoxen Kirche jemals Probleme gegeben hätte. Ich weise nur darauf hin, daß mohammedanische Kosovo-Albaner die längste Zeit als “Serben” gegolten haben.
@xiro
Sehr wohl hat die FPÖ die einzige und die beste Lösung für das Ausländerproblem: sie würde nämlich den Zuzug von Integrationsresistenten, Kriminellen und Einwanderern in die Sozialsysteme stoppen! Das Hauptproblem ist die große Masse an Zuzüglern vor allem aus moslemischen Ländern:
Heute haben wir ca eine Million Einwohner mehr als in den 70ern. Jedes 4. Neugeborene in Wien ist ein Moslem, österreichweit jedes siebte. Ca jedes 3. Kind hat Migrationshintergrund.
Würden zB die Moslems freiwillig aus Österreich ausreisen, so wäre das kein Schaden für unser Land. Wir hätten dann halt nur noch 7.8 – 8 Millionen Einwohner, immer noch mehr als jemals zuvor. Wir hätten kaum Engpässe bei Arbeitskräften, da kein Bedarf an Unqualifizierten und Arbeitslosen besteht. Österreichische Frauen gehen heute häufiger arbeiten als türkische Männer in Österreich. Türkische Frauen gehen überhaupt nur ganz selten arbeiten, bekommen dafür sehr viele Kinder, und nutzen das österreichische Sozialsystem (Kindergeld, Gesundheitssystem, billige Gemeindewohnungen, Mietbeihilfe etc.).
Die Konzepte der Linkslinken SPÖVP und Grünen scheitern seit Jahrzehnten. Jetzt muß einfach bei der Zuwanderung angesetzt werden. Keine Integrationsresistenten mehr rein, und Kriminelle und Parallelweltler raus aus Österreich. Fertig.
sehr schöner brief…
ich find auch dass in österreich viel zu viele leute ein riesengrosses brett vorm kopf haben, und dinge einfach nicht objektiv sehn.
als erstes mal die fpö: vor kurzem gabs auf puls4 eine diskussionsrunde mit herrn strache und ioan holender, in der herr holender einen sehr wahren satz über die fpö aussprach. “die fpö hat keine klaren politischen lösungen für die probleme des landes, sondern sie verbreitet eine kleine prise anti-EU, eine kleine prise antisemitismus, eine kleine prise antiislamismus, und eine grosse prise ausländerfeindlichkeit. und so sprechen sie alle unzufriedenen an, die dann anfangen mit der fpö zu sympathisieren…und genauso hat das ganze vor jahrzenten mit einem gewissen herrn hitler auch angefangen, er hat die unzufriedenen auf seine seite gezogen…und was danach passiert ist, wissen wir ja…”
wobei ich die ausländer nicht als das problem an allem sehe…bzw ich seh an dem ganzen gar kein so grosses problem. man muss bedenken dass die österreicher sehr “faul” beim kinderkriegen sind… eine migration muss sein, denn diese fremden kinder werden irgendwann die pension für uns überhaupt noch möglich machen…
des weiteren ist es nicht so dass es nur in österreich so ist…man siehe die USA, die gäbs gar nicht ohne einwanderer… nur da ist auch die kultur ganz anders. es gibt in jeder grösseren stadt eine chinatown, die fest zur stadt dazugehört, ja sogar ein fester bestandteil für tourismus und die kultur der stadt ist…
ein weiterer punkt:
stellt euch vor österreich würde es mal mieserabel gehn, hohe arbeitslosigkeit, keine perspekive für die jugend, armut, evtl sogar krieg. und dann gäbs da so ein land wie z.B. schweden, wo alles super ist, jeder hat arbeit, hat geld, das land ist sicher… würde sich ein österreicher nicht überlegen auszuwandern um seinen kindern eine möglichst sichere zukunft zu bieten? um keine angst haben zu müssen dass sein kind mit 15 in einem bandenkrieg stirbt, oder seine frau im krieg vergewaltigt wird, oder man selbst im kriegseinsatz stirbt? sollte es zu so einer situation kommen, wird es JEDER versuchen… und nun stellt euch vor die schweden verhalten sich feindlich, empfangen euch mit hass, vorurteilen und hasstiraden? wie würdet ihr euch fühlen? ihr wollt doch eigtl nur eurer familie eine sichere und schöne zukunft bieten…
und ein letzter punkt noch:
meiner meinung nach ist diese ausländerfeindlichkeit wirklich beschämend…österreicher haben angst dass ihnen was weggenommen wird… und früher war ja eh alles besser…
dabei haben viele einen horizont der vor der eigenen nasenspitze endet und sehn eigtl. nicht, wie viel glück sie doch haben… sie sollten sich mal vorstellen wie es ihnen grad gehn würde, wären sie in äthiopien geboren, und froh sind über ein stück brot alle 3 tage….oder würden sie vor 300 jahren leben, ohne strom und allen luxus den wir heute haben… wenn man mal so drüber nachdenkt, merkt man erst wieviel glück man hat mit klospülungen, lcd-fernsehern und einem audi in der garage…
deswegen sollte man nicht mit solchen “kleinigkeiten” wie ausländern so unzufrieden sein, es gibt vieeel schlimmeres… uns gehts eh viel zu gut…
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Ein Patriot sagt:
15. März 2010 um 14:57
Ein paar Sachen:
Der Herr Miloradovic schreibt von seiner “anderen Religion”. Falls damit der Islam gemeint ist, ist es so, daß der Islam weltweit AUSNAHMSLOS die Menschenrechte mit Füßen tritt! Frauen, Andersgläubige, Schwule und Demokraten werden vom Islam massiv unterdrückt. Der Gründer der totalitären Gesellschaftsideologie Islam war ein sehr gewalttätiger Mensch, und hat ganz und gar nicht für Frieden und Versöhnung gesorgt, sondern höchstens für Grabesruhe.
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Lieber Herr Patriot!
In Österreich wissen mittlerweile sogar die Zahntechniker (nichts gegen die Zahntechniker) wie z.B. Seine Exzellenz Herr H-C von Strache, dass die offizielle Religio in Serbien christlich ortodox ist.
…und nur zu Ihrer Information, dieses Land – Serbien – liegt in Europa, ca. 5 Autostunden von Wien entfehrnt. Man kann sogar aus Wien hin fliegen, da es auch schon Flughäfen gibt.
Vielleicht sollten Sie Ihren Beitrag ergänzen und etwas über die Gefahr seitens dieser Religien schreiben.
Ich weiß, dass mein deutsch nicht perfekt ist, ich bemühe mich aber und bin mir sicher, dass Sie mich schon verstehen werden.
Ich verbleibe hochachtungsvoll
Dipl.-Ing. Tschuschislav Tschuschic
Ich dachte die Serben sind Freunde von HC Strache und FPÖ ? Ausgerechnet ein Serbe regt sich über die Politik der FPÖ auf.
Nicht so glaubwürdig…
Lieber Herr “Patriot”,
wenn ich mit so viel Ignoranz und Einfalt gestraft wäre, wie Sie, dann würd ich auch anonym bleiben wollen.
Der Herr Miloradovic beschwert sich nicht über Österreich, sondern über euch nationale Gfraster, und er wird einen Teufel tun und “halt gehn, wenn’s ihm nicht passt”, er ist nämlich hier zu Hause – Sie wandern ja auch nicht aus, nur weil Sie, lachhaft genug, alles, was links von der FPÖ steht, als “linksextrem”
bemosern.
Sein’s froh, Sie dürfen trotzdem bleiben, muss ja nicht jeder besonders gescheit sein.
mit freundlichen Grüssen,
L.Minutillo
[...] [...]
Ich kann dem Marko nur beipflichten. Meine grossmutter kam unmittelbar nach dem 2. weltkrieg nach österreich, aus jugoslawien. Irgendwie hats die genetik geschafft, dass im ETHIC-PROFILING immer als _balkan_ durchgehe…was zu seltsamen kontrollen und komischen gschau allerorts führt…während meine kollegen/freunde/bekannten diese nicht _geniessen_…ich antworte dann im tiefsten tiroler dialekkkt (ich kann gar keine serbokroatisch), und geniesse den verdatterten blicke dann manchmal. zu jugoslawien selber hab ich keinerlei bezug. ich selber bin schon über 40, und kann dazu nur sagen, dass diese oberflächliche diskriminierung immer schlimmer wird, besonders zu wahlkampfzeiten. und: es gibt länder in europa, wo das kein thema ist…
S.g. “Ein Patriot”!
“[...] Das wird nur dazu führen, daß die Migranten noch weniger bei sich selbst anfangen, und die Assimilierung noch weniger gelingen wird [...]”
Ich will nicht, dass irgendwer “assimiliert” wird – schließlich ist Österreich keine “Dominanzkultur”.
Solange die Leute für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen und solange sie zwischen 22:00Uhr und 06:00Uhr ruhig sind, habe ich mit niemandem ein Problem – leider gibt es sowohl unter den Migranten als auch unter den “echten Österreichern” Leute , die sich nicht an diese bescheidenden Forderungen halten. Das ist aber selten eine Frage der Nationalität – eher schon eine der Vernunft. Dass es ausgerechnet die FPÖ sein soll, welche zu einer Steigerung der Vernunft im Inland beitragen kann, wage ich allerdings zu bezweifeln!
Ein paar Sachen:
Der Herr Miloradovic stellt eine kleine Minderheit unter den Migranten dar. Schon daß er studiert, ist zB unter den Türken die absolute Ausnahme. Wenn man den typischen Deutschen unter Hitler beschreibt, dann wird man auch nicht die Geschwister Scholl nehmen.
Der Herr Miloradovic schreibt so en passant über die Vorkommnisse in seiner ehemaligen Heimat. Frage: ist es dort etwa drunter und drüber gegangen? Haben sich die verschiedenen Ethnien dort etwa jahrzehntelang den Schädel eingeschlagen? Und dann nach Österreich kommen, und über den rassistischen Österreicher klagen, wo doch eigene Landsleute weniger bei Zugkontrollen “diskriminieren”, sondern oft genug gleich mit der Machete oder der Kalaschnikov!
Herrschaften! Der Österreicher ist kein Über-Gutmensch! Der Österreicher ist ein ganz normaler Mensch, der halt was gegen Parallelgesellschaften, Massenzuwanderung in die Sozialsysteme und überbordende Ausländerkriminalität hat. Des weiteren kann es natürlich sein, daß der Österreicher wie viele andere Völker Fremden gegenüber gewisse Vorbehalte hat. Das soll gar nicht bestritten werden.
Trotzdem ist es so, daß ganz im Gegensatz zu Türken, Serben, Kroaten, Arabern und vielen anderen Völkern der Österreicher in den letzten Jahrzehnten Ausländern ÄUSSERST WOHLWOLLEND gegenüber getreten ist! Bei uns gab es seit 1945 keine Pogrome. Wir lassen seit Jahrzehnten Einwanderung in die Sozialsysteme zu. Wir halten größtmögliche Ausländerkriminalität aus. Vor allem Drittstaatler (Nicht-EU) müssen vom Sozialstaat mit Milliardenbeträgen subventioniert werden, ohne hier wichtige Arbeiten zu erledigen.
Die Einwohnerzahl Österreichs ist explodiert! Von 7.3 Millionen 1970 auf 8.5 Millionen heute! Jedes 3. Kind in Österreich hat Migrationshintergrund. Jedes 7. Neugeborene ist ein Moslem! Wegen scharfen Ausländergesetzen??? Ein Witz!
Der Herr Miloradovic schreibt von seiner “anderen Religion”. Falls damit der Islam gemeint ist, ist es so, daß der Islam weltweit AUSNAHMSLOS die Menschenrechte mit Füßen tritt! Frauen, Andersgläubige, Schwule und Demokraten werden vom Islam massiv unterdrückt. Der Gründer der totalitären Gesellschaftsideologie Islam war ein sehr gewalttätiger Mensch, und hat ganz und gar nicht für Frieden und Versöhnung gesorgt, sondern höchstens für Grabesruhe.
Wenn’s dem Herrn Miloradovic nicht paßt, soll er halt gehen. Wir sind ein freies Land.
Die Frau Rosenkranz ist ein Produkt unserer verkommenen Politikerlandschaft. Die Frau Rosenkranz und die FPÖ stehen als einzige nicht auf der linksextremen Seite, wie die Sozialisten und Kommunisten von SPÖVP und Grünen. Leider streift die FPÖ am braunen Dreck an. Würde die FPÖ so seriös auftreten wie ein Geert Wilders in Holland, dann wäre sie schon lange stärkste Partei. Weil der Österreicher seine Heimat schätzt, sowie Sicherheit und Wohlstand.
Auch verweise ich auf die Minarettabstimmung in der Schweiz, wo 57% der Bevölkerung für das Minarettverbot gestimmt haben. GEGEN den Widerstand fast der gesamten linksextremen Politik- und Medienlandschaft! Nach bewährtem Muster wollte man auch die Schweizer zu “Nazis” machen.
Der linksextreme Rainer vom linksextremen PROFIL gibt hier einem unzufriedenen Migranten ein Forum für seine Jammereien. Das wird nur dazu führen, daß die Migranten noch weniger bei sich selbst anfangen, und die Assimilierung noch weniger gelingen wird. Am Ende könnte ein Bürgerkrieg in Österreich stehen. Von den Linksextremen wird dann niemand die Verantwortung übernehmen wollen.
Lieber Marko,
ich hab einen ähnlichen Hintergrund, und du sprichst mir aus der Seele!
Es wird – wieder einmal – nur auf die rechte Seite hingehauen (zwar nicht unberechtigt, aber ausschliesslich). Leider ist es sogenannt “demokratisch” nur ein Extrem (mit Recht) zu verurteilen – wer traut sich in diesem Land (auch) gegen die linke Seite zu argumentieren, denn derjenige ist dann fast automatisch ein Nazi…
Ich finde, dass die vielbeschworene Demokratie vieles aushält bzw. aushalten muss, aber auch Engagaments gegen Extreme (an allen Rändern!) dulden oder gar fördern sollte.
Zu unserem serbischen Tiroler: Sie haben recht, dass Herkunft alleine keine Heimat ausmacht, diese ist dort, wo ich meinen Lebensinhalt gefunden habe (und ich hatte meinen auch ca. 10 Jahre im Ausland, obwohl gebürtiger Österreicher der x-ten Generation).
Der Mann schreibt mir aus der Seele. Ich habe erst vor 2 wochen einen FH
Studiengangsleiter darauf aufmerksam gemacht welch latente unfreundliche
stimmung ausländern gegenüber im studiengang herrscht (ist sogar ein human
resources lehrgang einer gewerkschaftsnahen FH ). Seine antwort darauf war:
“Ich habe den Eindruck Sie möchten nur Mitleid erregen”. Naja…
Ich hoffe nur, dass aus Bergen keine Mauern werden …
Diesen Brief kann man wohl nur unterschreiben.
Ich selbst habe es auch satt dass diese Gfraster tagtäglich dem Image unseres Landes schaden, ich habe es satt als Österreicher im Ausland mit diesen Gestalten in Verbindung gebracht zu werden.
Aber unser Land und unsere Demokratie ist stark…die Mehrheit haben diese eigentlichen Nestbeschmutzer noch lange nicht und ich bin mir zu 100% sicher dass der Tag kommen wird an dem diese braunen Hassprediger ins demokratische Nirvana gejagt werden…nur nicht Aufgeben oder einfach zusehen, dann haben die schon verloren!
“Eine Person, die sich für das höchste Amt im Staat bewirbt, muss sich eidesstattlich vom Nationalsozialismus distanzieren?”
Ja, das muss sie, sollte sie (die Person) tatsächlich BundespräsidentIn werden. Die österreichische Verfassung, auf die sie dann schwört, verbietet nämlich ausdrücklich die Betätigung für die NSDAP oder ihre Ziele, insbesondere die Leugnung nationalsozialistischer Verbrechen (http://de.wikipedia.org/wiki/Verbotsgesetz_1947). Unter diesem Gesichtspunkt wäre eine Distanzierung schon angebracht, obwohl ich dank der Äußerungen und dem politischen Hintergrund von Fr. Rosenkranz ohnehin der Meinung bin, dass eine derartige Distanzierung nicht wirklich ernst zu nehmen wäre.
@Autor: Danke für den Brief! Er zeigt uns “eingeborenen” Österreichern, wie man sich als Migrant in unserem Land fühlt, und dass Diskriminierungen und Vorurteile leider immer noch zum Alltag gehören.
Lieber Herr Bodo, mir kommt genauso das Kotzen Tag für Tag wenn ich aus dem Haus gehe und wenn ich so Kommentare wie hier lese! Aber da wir ja leider in einer Schein-Demokratie leben, bleibt mir nur der Weg zur Urne um meine Rechte zu verteidigen. Ich werde weiterhin FPÖ wählen, auch wenn diese Partei in meinen AUgen viel zu Liberal ist und werde auch der Frau Rosenkranz meine Stimme geben.
Lieber Herr Miloradovic,
Eine Person, die sich für das höchste Amt im Staat bewirbt, muss sich eidesstattlich vom Nationalsozialismus distanzieren? Mit wem haben wir es denn da zu tun, wenn so ein Akt notwendig ist? Jeglicher weiterer Kommentar erübrigt sich hier für mich.
Michael Moore fragte in seinem Buch: “Dude, where is my country?”
Ich selbst als Österreicher muss mich auch selbst immer fragen:
“__MY__ COUNTRY????”
Es ist beschämend, wieviele aus MY COUNTRY mit dem Rechten zumindest sympathisiseren. Und ebenso beschämend sehe ich es immer wieder, wie mit Mitbürgern umgesprungen wird – MY COUNTRY sagt da “Mitbürger mit Migrationshintergrund”. Sehr beschönigend – ich selbst kenne einige “-ices”, die weniger lang in Österreich sind, aber wesentlich besser Deutsch können, sich bemühen und dennoch wie der letzte Dreck behandelt werden. So ist MY COUNTRY?? Hat es vergessen, was es früher gefragt hat:
I haaß Kolaric
du haaßt Kolaric
Warum sogns’ zu dir Tschusch?
Ja, das ist MY COUNTRY, für das ich mich schämen muss. Ich kann mir MY COUNTRY nicht aussuchen, aber seit Schwarz-Blau habe ich mich nicht mehr so sehr für MY COUNTRY geschämt.
Dude, where is my country?
Danke für den Brief. Und ich wünsche mir, dass Hausfrauen nicht abgewertet werden. Könnte so rüberkommen im letzten Satz!
Ich bitte diesen Beitrag weiter oben so schnell wie möglich zu entfernen:
Herr Meineid sagt:
11. März 2010 um 13:28
Mir kommt das Kotzen wenn so etwas tatsächlich irgendwo stehen darf. Sätze wie: Ausländer muss man wie ein Krebsgeschwür behandeln, und am Ende noch schnell ein Seitenhieb auf Israel – das zeigt wohl alles!
Sehr geehrter Herr Dr. Rainer,
ich halte es durchaus für angebracht, wenn Sie einen solchen “bemerkenswerten Leserbrief ” veröffentlichen, anzumerken, dass es sich beim Autor um den ehamligen Vorsitzenden der Jungen Sozialdemokraten Tirol handelt. Ungeachtet dessen, dass mir seine inhaltlichen Aussagen und seine geschilderten Gefühle nachvollziehbar erscheinen, denke ich schon, dass man den Lesern den politischen Hintergrund des Schreibers mitliefern sollte, da es sich dabei ja um eine führende Stellung in einer Parteiorganisation handelt.
Mit besten Grüßen
N. Roschitz
Lieber Marko Miloradovic!
Ihr Brief hat mich zu Tränen gerührt!
Ich schäme mich und bin ratlos, dass die ‘rechten Gfraster’ in Österrreich soviel Aufwind haben. Sie aber machen Mut. Ihr Brief lässt hoffen, dass Österreichs Zukunft nicht nur dumpfbraun, sondern bunt und demokratisch sein kann – mit Menschen wie Ihnen!
Lieber Marko Miloradovic!
Ihr Brief hat mich zu Tränen gerührt. Tränen der Scham und der Trauer, d
danke all den vorpostern, daß ihr meinen glauben an die vernunft in diesem land wieder gestärkt habt.
und danke marko, daß du dir die zeit genommen hast, deine gefühle mit uns zu teilen.
und vielleicht hilfts wirklich, einigen (oder sogar vielen) die augen zu öffnen, und sie wieder zum selbständig denken zu bringen. all die nachfahren der “ziegelbehm” in wien, der ungarischen wäschermädel, der böhmisch-mährischen köchinnen, der zimmermädel – ob christen, juden oder muslime – … kurz, den nachfahren all jener k&k österreicher, die das mit aufgebaut haben, was wir heute als unser HEIMAT und unser KULTUR bezeichnen
Sehr geehrter Herr Miloradovic!
Aufrichtigen Dank für Ihr Posting! Könnten nur alle Deppen in diesem Land die Dinge so sehen. Viel Erfolg für’s Studium und eine entsprechende Ernte wünsche ich Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Bayer
Danke!!! Ich bin eine “waschechte” Österreicherin. Mein Urgroßvater kommt aus Südtirol… Wenn man lange genug nachforscht muss man feststellen, dass wir alle Ausländer sind.
Meine Mutter wurde in Vorarlberg als nicht dazugehörig behandelt, weil ihr Vater aus Kärnten kam. (!)
Wir haben “das Recht” uns “echte” Österreicher zu nennen. Wann beginnt das Recht für Sie?!?
Ich finde es vorbildlich, dass Sie nicht aufgeben! Ich kann nur sagen, wie es auch schon andere vor mir gesagt haben: Sie sprechen mir aus der Seele!
lustig, … Eigentlich müsste man meinen, dass jemand der aus einem Land kommt, dass in etliche Teile zerfallen ist, wissen müsste wie sich das anfühlt und was die Gefahren sind von so viel “Multi-Kulti” auf engen Raum !!!
Typisch menschliche Begierde: Gier ! Gier nach mehr Macht und Eigenständigkeit in diesem Raum. Und selbst verständlich nicht anpassungsfähige Menschen.
zu mir: auch Ausländer, aus dem selben zerfallenen EX-Land, Student 24, Wien.
Und ICH bin es Leid das mein Nachname in der Zeitung steht, neben Kriminellen, Mördern, Betrügern, “Auf-Polizisten-schießenden-Typen” !
Und ICH bin es Leid das Österreicher, sich anstatt mit negativen Entwicklungen auseinander zu setzen, einfach aus Angst und Bequemlichkeit braune Wörter in den Mund nehmen. Hört doch auf, sämtlich Kritik braun zu färben.
Selbstverständlich bin ich auch gegen Fremdenhass, NS, Antisemitismus … Aber Kriminelle Aktionen, Nationalistisches Gedankengut und gefährliche Entwicklungen gibt es auch auf der Gegenseite. – Und das muss akzeptiert /bekämpft werden, und nicht unter dem Deckmantel/ Schutzmantel von Fremdenhass & Rassismus vertuscht und verschleiert werden.
Wacht auf und akzeptiert nicht jede vorgegeben Meinung – weder die der “Ausländer sind schlecht” – noch derer “das Ausländer bedingungslos ungefährliche Mitmenschen” sind. Denn es gibt BEIDEs !! …
wow
ich bin im gleichen alter wie der mann und habe ein ähnliche geschichte
er spricht mir aus der seele. Respekt!!
S.g. Hr. Miloradovic,
Sie sprechen mir, Österreicher ohne -ic, aus der Seele. Wir können die Vergiftung des Diskurses seitens Krone, Rosenkranz und Konsorten nicht verhindern, aber wir sollten – wie Sie so treffend bemerken – den Teufel tun und uns nicht beirren lassen.
MfG, M. Pichler
Auch mich hat dieser Brief sehr berührt.
Ich bin zwar in Wien aufgewachsen habe aber den Großteil meines Beruflebens im Ausland verbracht und fühle mich heute in erster Linie als Europäer. Gelernt habe ich, daß ganz gleich wo ich war, die Gemeinsamkeiten
die wir als Menschen haben um vieles größer sind als die meist nur oberflächlichen Unterschiede des Aussehens, Kleidung oder Umgangsformen.
Trotzdem werden diese Unterschiede betont und oft durch politisches Kalkül überbewertet.
Bedrückend finde ich in Österreich weniger, daß es einen rechten Rand gibt – sondern die Feigheit, Kurzsichtigkeit und Selbstbedienungs-mentalität unserer politischen und gesellschaftlichen Führungsschichte die auf ihren moralischen hohen Rössern sitzen und keines der unbequemen Probleme die es zu lösen gibt anfassen wollen.
bin auch eine ureinwohnerin in weiß ich wievielter generation, aber ich kannte diesen brief und bin eurer meinung, seit es diese verschiedenheiten der kulturen bei uns gibt, ist die welt schöner geworden. habe einmal in der schule einer meiner enkel ausgeholfen, da die stützlehrerin für die lesestunden gestrichen worden, hatte selten soviel spaß wie mit diesem gemisch von kindern, eine der 8jährigen fragte mich wieviele sprachen ich spreche – da ich eine kollegin hatte die serbin ist – konnte ich einige worte in ihrer sprache, stieg derart in ihrer achtung, daß sie anschließend mit mir nach hause gehen wollte. also es lohnt sich. nur ein bißchen gegenseitige achtung und wertschätzung.
Heimat? Fremde Heimat!
“Wer ist fremder, ihr oder ich? Der haßt, ist fremder als der gehaßt wird, und die Fremdesten sind, die sich am meisten zu Hause fühlen.”
Ilse Aichinger – Die größere Hoffnung ->LESEN!
Hurra Marko!
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Viele von uns, die in Österreich leben, wurden nicht hier geboren (16,8% glaube ich, sogar 32,3% in Wien), fühlen sich – wie in meinem Fall nach 40 Jahren – aber ziemlich wohl und betrachten mindestens 2 geographische Länder als Heimat (in meinem Fall 3). Peinlich und ungut ist es, dass sich eine Person für die Bundespräsidentenwahl (woran ich nicht teilnehmen darf!) kandidieren darf, die aus Kreisen stammt, die nicht erkennen können, dass wir MENSCHEN, egal wo wir herkommen, alle BürgerInnen einer globalen Welt sind, wo dies viel mehr zählt als der Geburtsort!
Übrigens, alles Gute mit dem Jusstudium und mit Ihrer beruflichen Zukunft!
S.g. Herr Miloradovic!
Herzlichsten Dank für Ihre höchst berührenden Worte!
Ich bin zwar, so weit ich recherchieren konne, eine Österreicherin, die ihre Wurzeln seit vielen Generationen in diesem Land hat, mir ist trotzdem diese willkürlichste aller Unterscheidungen von Menschen, nämlich die, aus welcher Gegend dieser Erde jemand stammt, und die damit verbundene Zuschreibung von angeblichen Eigenschaften (meist negativ) ein Gräuel. Deshalb danke ich Ihnen nochmal für Ihren Brief und wünsche Ihnen eine unbelastete Zukunft – wo immer diese auch sein möge.
hallo marko !
dein schriftsatz hat mich sehr berührt, da ich sehr viele freunde und kollegen habe, deren geburtsland nicht österreich ist und auch teilweise eine andere religion haben.
dazu gesagt: es gibt fast keine österreicher, die nicht zumindest aus dritter generation aus nachbarstaaten abstammen.
ausserdem sollte man einmal langsam zur kenntnis nehmen, dass österreich seit fast 2000 jahren seitens völkerwanderungen durchmischt wird und dies immer so bleiben wird, da wir eben in europa als drehscheibe im geographischen mittelpunkt liegen.
selten haben mich worte wo berührt, wie dieser brief von marko.
menschen wie er lassen mich hoffen, dass das, was er sagt und fühlt,
ansteckend ist, und so viele menschen wie möglich infiziert werden.
heimat heißt, sich wohl fühlen. ich fühle mich wohl bei dem gedanken,
dass menschen wie marko in meiner nähe leben.
selten hab selten so viel politische rührung verspürt, wie beim lesen dieses leserbriefs, der zur gänze spitze ist und mit viel herz und leidenschaft geschrieben ist…..
Danke Marko!
Bin froh dass viele so denken wie ich! Wir leben alle auf dieser Welt und es gibt nur eine Weltkugel und mann muß erst draufkommen dass man Geld nicht essen kann. Es tut mir im Herzen weh wenn ich diese Neoösterreicher Negativität höre sowie lese und damit diese Neoösterreicher alle in einem Topf geworfen werden!!
Kommentar zu Dick-Gudenus!
Ich glaube zu wissen dass unter dem Namen Gudenus eine rechtsradikale Familie steht!!! Es werden nationalsozialistische Wörter wie Umvolkung und so weiter in Gebrauch genommen!
Habe einem jungen Gudenus die Hand zum Gruß verweigert da er in Sitzungen so manche nationalsozialistische Wörter in seinem Sprachschatz gebraucht! Ließ dabei noch anmerken er könnte mein Sohn sein und er hat diese schreckliche Zeit gar nicht miterlebt!! Aber der gewisse Herr hat dieses Gedankengut seines Vaters übernommen! So zu den Namen Gudenus!!
Lieber Mirko,
danke für deinen coolen Brief. Ich finde auch, dass Heimat mehr ist als ein nur Land. Ich stamme aus einem kleinen Kaff in der Steiermark und das ist Teil meiner Heimat, aber nicht alles. Ich bin Steirerin, aber ich bin auch Wienerin und das gerne und mit Stolz, was den anderen Steirern gar nicht immer so einsichtig ist. Und weil ich als Jugendliche ein Jahr in den USA war, esse ich noch immer gerne Peanutbutter-Sandwiches, Muffins und Pancakes und stehe bei der US-Nationalhymne immer mit auf, wie wir es halt dort in der Schule gemacht haben und weil ich soviel Respekt vor diesem Land habe, das immer noch ein bisschen auch meines ist. Teile dieser dort gewonnenen Identitiät habe ich sicher an meine Kinder weitergegeben. Mein Urgroßvater ist zur Kaiserzeit aus dem Barnat nach Wien eingewandert und wenn ich nach Rumänien reise, weiß ich, dass ich auch dort Wurzeln habe. Komme ich nach Belgrad, fühle ich mich auch dort wie zuhause, denn die Eltern meiner Freunde öffnen jedesmal ihr Haus für mich und behandeln mich wie ihre Tochter. Seit 15 Jahren fahre ich jeden Sommer nach Istrien in den selben kleinen Ort und fahre dieselben liebgewonnenen Strecken mit dem Rad – auch eine Art Nachhause-kommen. So ist das mit der Heimat. Sie ist dort, wo unser Herz ist. Wo unsere Freunde, unsere Familie sind. Wo wir leben. Heimat hat viele Wurzeln und nicht alle stammen aus ein und demselben Land. Und das ist gut so.
Ich sehe das Problem eher in dem Umgang mit diesem Thema im linken und Miite-rechts Lager. Wenn in Wien große Teile von Bezirken oder sogar ganze Bezirke türkisch sind und man sich beim Hofer nicht mehr auf Deutsch verständigen kann, weil es dort auf Grund des Klientels besser ist türkischsprachige Mitarbeiter einzustellen, kommt unter den Österreichern ein gewisser Missmut auf. Das totschweigen eines Problems löst das Problem nicht. Wenn rot und schwarz eine konstruktive öffentliche Diskussion über ein menschliches Problem, die Angst vor dem Fremden, als nationalsozialistisch darstellen und somit jegliche Äußerung unterbinden, treiben sie die Menschen in das rechte Lager.
Ich kenne viele sehr gut integrierte “neue Mitbürger”. Und noch viel mehr, die nach 20 Jahren in Wien nicht ein Wort deutsch können. Natürlich ist das ein Problem. Es besteht für viele gar nicht mehr die Notwendigkeit einer Integration, weil sie ihre Geschäfte haben, Ihre Arbeitgeber und ohnehin nur unter sich sind. Ich empfinde das nicht als kulturell bereichernd und das Wort “Parallelgesellschaft” ist hier durchaus zutreffend. Das ist schade, aber dazu gehört auch der Wille der Neoösterreicher etwas zu tun und der fehlt mir sehr oft.
wir alle sollten auf-schreien und das “system” vielmehr hinterfragen.. in nö ist rosenkranz landesrätin… graff ist nr-präsident… und wie oben schon steht: in deutschland wäre eine rosenkranz-kandidatur garnicht möglich…
fehlt uns eine linkspartei? auf jeden fall ist es schön zu sehen, dass ich mit-bürger habe, über die ich mich freue… lebt die “grusel-variante”… ich hoffe, dass die zeit kommt, wo wir unsere verschiedenen kulturellen wurzeln schätzen.. die zeit, in der mein jüngster sohn- dzt. 6- nicht verstehe wird, warum jemand so einen brief verfassen muss…
ein berührender, mutiger, mit viel herzblut geschriebener brief, der mir aus der seele spricht.
man kann nur hoffen, dass du nach abschluss deines studiums in die politik gehst und irgend wann einmal innenminister wirst, aber wahrscheinlich bist du dafür viel zu ehrlich.
ich bin glücklich, dass es so viele österreicher wie dich gibt und hoffe, dass die rosenkranze dieser welt immer weniger zuspruch bekommen werden.
ich war schon immer ein optimist.
Vielen Dank, Herr Miloradovic! Das ist ein sehr berührender Text.
Mein Name endet mit -us und meine Familie ist angeblich vor vielen Jahrhunderten in Österreich eingewandert. Aber je mehr Haider-Strache-Rosenkranz-Wind weht, desto fremder fühle ich mich in diesem Land!
Vielen Dank an all die Serben, Kroaten, Nigerianer, Deutschen, Columbianer, Äthiopier, Russen, Türken, Amerikaner, etc., dass ihr meine Chefs seid, meine Kollegen oder Mitarbeiter, dass ihr Kunden oder Auftraggeber seid, oder einfach nur meine Freunde – seit es Euch hier gibt, ist meine Heimat interessanter und lebenswerter geworden!