Archiv für die Kategorie ‘Kleines Börsen-Latinum’
Die Affäre um die mutmaßlichen Insidergeschäfte von OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer im März 2009 wirft vor allem eine Frage auf: Hatte er das wirklich notwendig? Ruttenstorfer hat die Reputation der OMV, die der Wiener Börse und natürlich auch die eigene leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Und wofür? Für ein paar tausend OMV-Aktien. Würde er sie heute verkaufen, erzielte er einen Gewinn von nicht einmal 100.000 Euro. Für den Vorstandsvorsitzenden des bedeutendsten Industriekonzerns des Landes ist das allenfalls ein besseres Handgeld (was auch ein wenig dafür spricht, dass Ruttenstorfer keine zwielichtigen Motive hatte). Sein Vorgehen war wenn schon nicht kriminell, so doch beschämend unprofessionell. (weiterlesen…)
Jetzt ist es also quasi amtlich. Europas Banken sind ein Hort der Stabilität. Anders lassen sich die vergangenen Freitag veröffentlichten Ergebnisse der „Stresstests“ von 91 Kreditinstituten zwischen Lissabon und Warschau ja nicht interpretieren. Nur sieben Banken sind durchgefallen. Diese sieben (fünf spanische, eine griechische, eine deutsche) würden im Falle einer Rezession schnell an die Grenzen der Belastbarkeit stoßen und dringend zusätzliches Kapital benötigen. Sieben aus 91 – das sollte die Nerven beruhigen. Tut es das? Nun, jein. (weiterlesen…)
Ortstermin Landesgericht für Strafsachen Wien, Donnerstag 15.7.2010, . Für 13.30 Uhr ist eine weitere (möglicherweise die letzte) Verhandlungsrunde im Medienverfahren Karl-Heinz Grasser versus Michael Ramprecht und profil angesetzt. Der Finanzminister a. D. hat seinen ehemaligen Kabinettsmitarbeiter wegen übler Nachrede geklagt, profil auf Urteilsveröffentlichung und Zahlung einer Entschädigung. Ramprecht hatte den Buwog-Verkauf in profil Ende 2009 ein „abgekartetes Spiel“ genannt (Printausgabe Nr. 41/09). Längst geht es in dem von Einzelrichter Gerald Wagner geführten Verfahren nicht mehr nur um üble Nachrede. Längst führt profil die Auseinandersetzung stellvertretend für alle Medien, denen die lückenlose Aufarbeitung des Buwog-Skandals wichtiger ist als die Pflege von KHG’s vermeintlichem Saubermann-Image.
Bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung gilt selbstredend auch für profil die Unschuldsvermutung. (weiterlesen…)
Dezenter Programmhinweis in eigener Sache. Heute, Dienstag, 19.15 Uhr, bittet die „Talk of Town“-Redaktion des Privatsenders Puls4 zur wöchentlichen profil-Live-Diskussion. Moderatorin Manuela Raidl und ich haben das exklusive Vergnügen, Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl zum „Fall Meinl“ zu befragen (die Vorankündigung finden Sie hier: www.puls4.com). Für Kurzweil ist spätestens seit der profil-Enthüllung dieser Woche gesorgt. Wie ausführlich berichtet, hat Haftrichterin Bettina Deutenhauser Julius Meinl die Ausfolgung der 100-Millionen-Kaution verweigert – mit Hinweis auf den „dringenden Tatverdacht“ des Beschuldigten und den damit einhergehenden „hohen Fluchtanreiz“ (siehe auch: www.profil.at) . (weiterlesen…)
Ein mir bekannter Benutzer des Campingplatzes von Podersdorf war recht erstaunt, als er vor ein paar Monaten früh morgens die dortige Toilettenanlage betreten wollte: Vor dem Gebäude stand, hellwach und wacker, ein Soldat mit Sturmgewehr.
Atomwaffen. Den ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein plagte, wie man inzwischen weiß, eine große Angst: Es könnte bekannt werden, dass sein Land über keine Massenvernichtungswaffen verfügt. Sollte dieses Geheimnis gelüftet werden, würde der Irak sofort angegriffen, fürchtete er.
Ein wenig erinnert das enervierende Katz- und Maus-Spiel, das der Iran (weiterlesen…)
Kirche & Krise - Vermutlich würde der Papst auch dazu raten, sein Geld ganz konservativ auf’s (weiterlesen…)
Kirche & Krise - Die Frage ist, ob die richtige Antwort auf die crisis subprima (Subprime-Krise) eine gradatio pecuniae propriae (Eigenkapitalerhöhung), ein (weiterlesen…)