Heute beschäftigen wir uns mit Zeitgenossen, die das tendenziell eher trübe Wochengeschehen vorsätzlich oder unbewusst mit humoristischen Beiträgen aufhellten. Dietrich Mateschitz, der, was die langfristigen Perspektiven seines Red-Bull-Imperiums betrifft, sonst wenig Spaß versteht, brachte im Hinblick auf den für 21.12. 2012 prognostizierten Weltuntergang “Das vielleicht letzte Magazin der Welt“ auf den Markt. – Die Schriftsteller Michael Scharang und Peter Turrini schickten dem “News“-Redakteur Walter Pohl, der Elfriede Jelinek wegen ihrer Betrachtungen zu Niko Pelinka als “völkische Beobachterin“ etikettiert hatte, eine E-Mail: “Wir bestätigen ihm, dass er seine Zeit völkisch treu beobachtet.“ – “Bild“-Edelkolumnist Franz Josef Wagner gratulierte dem deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff zu dessen nonverbaler Unerschrockenheit beim Neujahrsempfang im Schloss Bellevue: “Ich bewundere Sie, dass Sie nicht ängstlich auf den Boden geblickt haben.“ – Wiens Bürgermeister Michael Häupl rückte die Causa Pelinka endlich ins rechte Licht: “Was hat das mit der SPÖ zu tun?“ – Und “Presse“-Querschreiber Christian Ortner enttarnte den ORF als “Bedürfnisanstalt“. – Und Richard Lugner? Freut sich, dass er beim Opernball nun doch eine Loge haben wird.