Mit ‘Bundesheer’ getaggte Artikel
Die Berufungskommission hat also General Entacher recht gegeben und die Absetzung durch Minister Darabos aufgehoben. Das ist erfreulich, weil der General im Interview mit mir, weswegen ihn der Minister feuerte, bloß seine Haltung zum Berufsheer dargelegt und vor den Folgen der Abschaffung der Wehrpflicht gewarnt hat. Dieses Recht der freien Meinungsäußerung muss auch für Offiziere gelten, ohne dass dabei gleich der Primat der Politik in Gefahr sein muss, wie es Minister Darabos im ZIB-Interview angedeutet hat. (weiterlesen…)
Der naheliegende Schmäh, dass Tarnen und Täuschen beim Militär einfach dazugehört: Geschenkt. Und der mit den Nebelgranaten ebenfalls. Aber es ist schon bemerkenswert, wie das Verteidigungsministerium seit Samstag versucht, sich über die profil-Enthüllung zu den radikalen (weiterlesen…)
Noch vor ein paar Tagen haben hochrangige Sozialdemokraten einhellig versichert, dass die SPÖ unter allen Umständen an der Wehrpflicht festhalten wird.
Gestern, Montag, hat die SPÖ mit großer Geste eine Volksbefragung zur Abschaffung der Wehrpflicht gefordert. (weiterlesen…)
Wenn Norbert Darabos über das Bundesheer spricht, meint er eine Organisation zwischen Feuerwehr und technischem Hilfswerk. Das Militärische blieb dem ehemaligen Zivildiener fremd. Hauptzweck der Armee in Bert´s World (weiterlesen…)
Ungehorsam, ob zivil oder militärisch, ist ein seltenes Phänomen im Verteidigungsministerium. Die Generäle des Bundesheeres sind bis zur Selbstaufgabe loyale Offiziere. Doch nun ist offenbar etwas ins Rutschen (weiterlesen…)
Wer einen Eindruck davon bekommen will, wie hart diese Gegend an der Grenze zum Sudan tatsächlich ist, der muss auf den Markt von Abéché gehen, an den Fleischhauern mit den gebratenen Schafsköpfen, den Garküchen mit den gesottenen Heuschrecken (weiterlesen…)
Vereinte Nationen. Heute hat Österreich den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat übernommen. Es wird einen Monat lang das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen leiten.
Das ist ganz toll.
Wichtigstes Vorhaben des österreichischen Vorsitzes ist es laut Außenminister Michael Spindelegger, den Schutz von Zivilisten in Kriegs- und Krisengebieten zu verbessern. An einer diesbezüglichen Resolution wird bereits emsig gearbeitet, sie soll am 11. November verabschiedet werden.
Das ist ganz verdienstvoll.
Gleichzeitig packen im Tschad die Soldaten des Bundesheeres ihre Sachen zusammen. Ihr Einsatz – erst unter Kommando der EU, jetzt unter Befehl der UN – begann Anfang vergangenen Jahres und diente dazu, Flüchtlinge vor Übergriffen von Rebellen, Milizen und Räuberbanden zu bewahren. Österreich hat sich damit nebenbei auch seinen Sitz im Sicherheitsrat erkauft. Jetzt hat es für zwei Jahre diesen Sitz und den ganzen November noch dazu den Vorsitz. Und zieht seine Truppen, die direkt damit befasst waren, Zivilisten in einem Krisengebiet zu beschützen, mittendrin ab.
Das ist ganz pragmatisch.
Die Flüchtlinge im Tschad haben sicher vollstes Verständnis dafür. Und sind gewiss total froh, dass es schon bald eine UN-Resolution gibt, die sich wortreich für ihre Interessen ausspricht. Dank Österreich.