Mit ‘Buwog’ getaggte Artikel
Man will sich das Theater, das sich Politik nennt, eigentlich gar nicht mehr anschauen. Kein Tag, an dem die Parteien nicht versuchten, die jeweils anderen tiefer in den Korruptionssumpf zu tunken, um von der eigenen Malaise abzulenken. (weiterlesen…)
Täglich neue Korruptionsfälle mit und ohne Unschuldsvermutung. Nimmt das kein Ende? Nein. Denn vermutlich ist alles noch viel schlimmer, und was wir in diesen Monaten sehen (und aufdecken) ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem durch und durch schmutzigen System. (weiterlesen…)
Dass die Auseinandersetzung mit Karl-Heinz Grasser kein Spaziergang werden würde, war Michael Ramprecht wohl bewusst, noch ehe er die profil-Redaktion betreten hatte. Im Oktober 2009 stellte sich KHGs früherer Kabinettsmitarbeiter einem Interview mit meinem Kollegen Josef Redl, das der Causa Buwog einen völlig neuen Drall geben sollte (“Ein abgekartetes Spiel“). Grasser, unterste Schublade, versuchte Ramprecht daraufhin öffentlich als rachsüchtigen Irren zu diskreditieren. Was viel über die Verfasstheit des Finanzministers a. D. verriet. Schließlich hatte Grasser den vermeintlich Verhaltensauffälligen ja selbst an die Spitze der Vergabekommission zur Auswahl der Buwog-Investmentbank Lehman Brothers gesetzt. (weiterlesen…)
Heute keine Meinung in diesem Blog, sondern Fakten:
Wie profil in Erfahrung bringen konnte, hat die Staatsanwaltschaft Wien die Offenlegung sämtlicher Bankkonten des ehemaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser angeordnet. Die „Anordnung der Auskunftserteilung (Bankkonten und Bankgeschäfte)” richtet sich an alle Fachverbände der Kreditinstute und damit an alle österreichische Banken. „Bekannt zu geben” ist demnach, ob Grasser „im Zeitraum von Anfang 2001 bis laufend” eine „Geschäftsverbindung unterhält/unterhielt” oder eine „Geschäftsverbindung – etwa via eine Zeichungsberechtigung – kontrolliert(e)” oder eine „Vollmacht zur Verfügung über eine Geschäftsführung besitzt/besaß”. Die „Anordnung” ist mit 28. 7. 2010 datiert und wurde 29. 7. 2010 vom Landesgericht für Strafsachen Wien bewilligt.
Ortstermin Landesgericht für Strafsachen Wien, Donnerstag 15.7.2010, . Für 13.30 Uhr ist eine weitere (möglicherweise die letzte) Verhandlungsrunde im Medienverfahren Karl-Heinz Grasser versus Michael Ramprecht und profil angesetzt. Der Finanzminister a. D. hat seinen ehemaligen Kabinettsmitarbeiter wegen übler Nachrede geklagt, profil auf Urteilsveröffentlichung und Zahlung einer Entschädigung. Ramprecht hatte den Buwog-Verkauf in profil Ende 2009 ein „abgekartetes Spiel“ genannt (Printausgabe Nr. 41/09). Längst geht es in dem von Einzelrichter Gerald Wagner geführten Verfahren nicht mehr nur um üble Nachrede. Längst führt profil die Auseinandersetzung stellvertretend für alle Medien, denen die lückenlose Aufarbeitung des Buwog-Skandals wichtiger ist als die Pflege von KHG’s vermeintlichem Saubermann-Image.
Bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung gilt selbstredend auch für profil die Unschuldsvermutung. (weiterlesen…)
Karl-Heinz Grasser ist längst so etwas wie die leibhaftige Unschuldsvermutung. Irgendwie stets mittendrin, aber doch nie dabei. Anfang April 2004 ließ er sich von Immofinanz-Lobbyisten Walter Meischberger einen Luxusurlaub im „Sainte Anne Resort & Spa“ auf den Seychellen sponsern. Acht Wochen, ehe die Bundeswohngesellschaften (Buwog) an das Immofinanz-Konsortium verkauft wurden – was wiederum Meischberger und Kompagnon Peter Hochegger um annähernd zehn Millionen Euro Erfolgsprovision reicher machte (nachzulesen unter www.profil.at). (weiterlesen…)
Affäre Buwog. Zeit für eine Klarstellung unsererseits: Karl-Heinz Grasser wird ja nicht mehr müde, die Glaubwürdigkeit unseres Informanten, seines ehemaligen Kabinettsmitarbeiters, öffentlich in Zweifel zu ziehen. Zu seiner eigenen Entlastung strapaziert er sein Ehrenwort („Bin ein Opfer der schiefen Optik“) – und bietet Zeugen auf, die dummerweise allesamt unabkömmlich sind. Was KHG nicht wissen kann: Es war keinesfalls so, dass der Kronzeuge umstandslos an profil herangetreten wäre, um seine Geschichte zu erzählen (siehe: www.profil.at). (weiterlesen…)
Affäre Buwog. Langsam, aber sicher verdient Karl-Heinz Grasser unser aller Mitgefühl. Da kassieren zwei seiner engsten Freunde beim Verkauf der Bundeswohngesellschaften zusammen fast zehn Millionen Euro an Provisionen – und lassen ihn außen vor. Also nicht nur, dass sie nie mit ihm teilen wollten. Sie haben ihm noch nicht einmal davon erzählt! Und jetzt belastet ihn auch noch einer seiner früheren Spitzenbeamten im Finanzministerium schwer (siehe auch: www.profil.at). Demnach soll die Buwog-Privatisierung vom ersten Tag an zugunsten der Immofinanz geschoben gewesen sein. (weiterlesen…)