Mit ‘Filmfestival Venedig’ getaggte Artikel
Venedigs Filmfestivaldirektor Marco Müller, der möglicherweise 2010 noch seinen Hut nehmen wird (obwohl sein Vertrag bis inklusive 2011 läuft), scheint sich für das diesjährige Programm von einigen lästigen Zwängen, die ihm sein Amt offenbar bislang auferlegt hat, befreit zu haben – wenn auch nicht davon, (weiterlesen…)
Wenn ein Regisseur wie Monte Hellman, 78, eine Legende des amerikanischen Independentfilms („Two-Lane Blacktop“, 1971; „Cockfighter“, 1974), in wenigen Tagen am Lido seinen Thriller „Road to Nowhere“ (seinen ersten Langfilm seit über 20 Jahren) im Wettbewerb der ehrwürdigen Mostra del cinema präsentieren wird, so stellt sich damit wieder etwas richtig. (weiterlesen…)
Brav war sie, die Jury der 66. Filmfestspiele in Venedig. Sie zeichnete Ende vergangener Woche nur moralisch Einwandfreies aus: Filme gegen den Wahnsinn des Kriegs und die Anmaßungen des Patriarchats, Plädoyers für ein befreites Denken und die Umsetzung kühner Lebensträume. Leider ist so viel gute Absicht in der Kunst in der Regel kein gutes Zeichen, denn das politisch Überkorrekte neigt bekanntlich zum künstlerisch Suboptimalen. Was in Venedig zu beweisen war: (weiterlesen…)
Als das Filmfest in Venedig am 2. September 2009 eröffnet wurde, erschütterte eine Meldung aus den Vermischten Nachrichten die cinephile Welt: Die slowenische Kritikerin und Kinoaktivistin Nika Bohinc, noch keine 30 Jahre alt, und ihr philippinischer Freund Alexis Tioseco, 28, als Autor und Filmstreiter so hochbegabt und leidenschaftlich wie sie, waren am späten Abend des 1. September in ihrem Heim in Manila von drei bewaffneten Einbrechern niedergeschossen, ermordet worden – für nichts als einen Laptop und ein paar herumliegende Habseligkeiten. (weiterlesen…)
Die Politik, gebrochen durch das Kino und multipliziert mit der Breitenwirkung einer internationalen Laufbilderausstellung, kann seltsame Züge annehmen. Denn im komplizierten Zusammenspiel von Filmwirtschaft, Politanspruch und Society-Surrealismus verschieben sich die Ideologiedebatten ins weit offene Feld der verkäuflichen Phantasie. Anything goes! Und: Nobody gets hurt! Die laufende Mostra d’Arte Cinematografica in Venedig scheint sich heuer sogar mehr noch als in den Jahren zuvor als Stichwortgeberin in aktuellen (und historischen) politischen Fragen zu verstehen, was zwar den schönen Effekt einer gewissen programmatorischen Solidität hat, zuweilen aber auch ein bisschen gespenstisch anmutet. (weiterlesen…)