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Hypo Alpe-Adria. Gerhard Dörfler versteht die Welt nicht, umgekehrt ist das nicht anders. Es vergeht kein Tag, an dem Haiders Nachlassverwalter nicht ultimativ Steuergelder zur Rettung der Hypo Alpe-Adria-Bank einfordert. Schließlich – Skandal! – hätten ja auch die „Wiener” (er meint damit hauptsächlich Erste Bank und Raiffeisen) sich zwanglos beim Staat bedienen dürfen. Die Hypo Alpe-Adria werde nur deshalb anders, also schlechter, behandelt, weil sie eben nicht in Wien sitze. Dörfler wurde bekanntlich in Kärnten domestiziert, das mag seine bizarr-propagandistische Geisteshaltung erklären.
Eine profil-Enthüllung schlägt Wellen: Die Bundesregierung hat der Kärntner Hypo Alpe-Adria Ende vergangenen Jahres 900 Millionen Euro Staatshilfe aus Steuergeldern gewährt – und das auf Grundlage einer reichlich großzügigen, zumal oberflächlichen Prüfung durch die Oesterreichische Nationalbank (nachzulesen unter www.profil.at). Demnach bescheinigte die OeNB den Kärntnern damals ein „weitgehend bereinigtes Kreditportfolio“, prognostizierte für 2009 und die Folgejahre dicke Gewinne und stufte sie konsequenterweise als „nicht Not leidend“ ein.