Mit ‘Kino’ getaggte Artikel



Stefan Grissemann

Stefan Grissemann

Courage gegen Konsens: Der Österreichische Filmpreis 2012

Es sei manchmal echt kein Schaden, Präsident der hiesigen Filmakademie zu sein, meinte Karl Markovics gegen Ende des Abends ironisch, als sich längst abzeichnete, dass sein Regiedebüt, das Resozialisierungsdrama „Atmen“, nicht nur zum unumschränkten Sieger der zweiten Österreichischen Filmpreis-Gala avancieren, sondern sich sogar mit jeder einzelnen seiner Nominierungen gegen alle Konkurrenten durchsetzen würde. Am Ende nahm Markovics  (weiterlesen…)

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Philip Dulle

Philip Dulle

Viennale (V): Gegenwartsdeutung

Was hat die Viennale neben Lars von Trier und „Hesher“ noch zu bieten? Drei aktuelle Filme zur Wirtschafts-, Weltpolitik- und Zeitungskrise.

Irgendwann muss es ja zu Ende gehen. Also warum die Viennale nicht mit einem „Nicht-Film“ beschließen und George Clooney den Festivalmassen überlassen. Bei „In Film Nist“ (siehe Trailer) in der Urania war es dann aber trotzdem überraschend leer. (weiterlesen…)

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Philip Dulle

Philip Dulle

Viennale (IV): Alltagsgeschichten

Zwischen Rumänien und den USA: Die Viennale zeigt den Alltag nun auch von seiner langweiligen Seite.

Der junge rumänische Film entwickelte in den letzten Jahren einen eigenwilligen, ja schwierigen Charakter. Undramatische Kameraführung, ruhige und lange Einstellungen, ein ebenso natürlicher wie nüchterner Blick auf die Umwelt – und dazu oft undramatische Geschichten. (weiterlesen…)

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Philip Dulle

Philip Dulle

Viennale (III): Märchenwelten

Zwei Filme, zwei Welten und beides moderne Märchen: “Melancholia” und “Les Neiges du Kilimandjaro”.

Angeblich hat sich Lars von Trier mit seinem neuesten Film aus einer lang anhaltenden Depression befreit. Das ist nachvollziehbar, wenn man “Melancholia” unter dem Aspekt der Therapie betrachtet: Bekämpfe deine Geister mit noch böseren Geistern, begegne deiner Depression mit einer weiteren Depression, bekämpfe Feuer mit Feuer und überhaupt: freu dich, denn die Welt ist ohnehin nicht zu retten! (weiterlesen…)

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Stefan Grissemann

Stefan Grissemann

Familienkriege: Die Sieger der Diagonale 2011

Kaputte Familien sind offenbar ein Generalthema im gegenwärtigen österreichischen Autorenfilm (siehe auch Ludwig Wüsts „Tape End“ oder Johannes Hammels „Folge mir“): Marie Kreutzers komplexer Ensemblefilm „Die Vaterlosen“, der – nach seinem Berlinale-Einsatz vor wenigen Wochen – nun bei der Grazer Diagonale mit dem Großen Preis ausgezeichnet wurde, (weiterlesen…)

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Philip Dulle

Philip Dulle

Gegen die Leere

Japan überall. Die Naturkatastrophe vom 11. März hat den 9000 Kilometer entfernten Inselstaat nicht nur durch mediale Dauerbeschallung ins kollektive Gedächtnis geholt. Auch Schriftstellerin Elfriede Jelinek wendet sich in einem aktuellen Zitat an profil, – indem es sich ihrer Meinung nach verbiete, zur Natur- und Atomkatastrophe von Japan überhaupt etwas zu sagen – denn, so die Literaturnobelpreisträgerin: hier spreche „die Natur selbst, und da muss man schweigen, das ist die höchste Instanz. Da gibt es keinen Widerspruch.“

Wenn es sich also verbietet darüber zu sprechen, sollte man besser zuhören. Und was würde sich dafür besser eignen als die Bücher des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami (aktuell: “1Q84″) und vielleicht ein Ausflug ins Gegenwartskino; (weiterlesen…)

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Philip Dulle

Philip Dulle

Ich – Einfach Unverbesserlich

Warum Oscar-Moderator und Tausendsassa James Franco an seinem Ego scheiterte.

Dass medienwirksame Omnipräsenz Wunder wirken kann, hat uns nicht erst Sandra Bullock bei der letztjährigen Oscar-Verleihung bewiesen: Für ihre Darstellung als aufopfernde Mutter in dem penetrant auf die Tränendrüse drückenden Sozialdrama „Blind Side“ (dt: „Die große Chance“) wurde ihr – nur die Academy weiß, warum – notgedrungen der Oscar als beste Hauptdarstellerin zuerkannt; mitsamt privat folgenden Querelen über Monate hinweg. James Franco – selbstbetitelter Tausendsassa – hatte heuer ähnliches vor. (weiterlesen…)

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Philip Dulle

Philip Dulle

Frau führt Regie!

Das Motto der heurigen FrauenFilmTage – „Frauen im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne” – die bereits zum achten Mal bis einschließlich 3. März im Filmhaus Kino (vulgo: Spittelbergkino) veranstaltet werden, scheint als übergreifendes Thema fast zu kurz gegriffen: Es warten Dokumentationen und Spielfilme aus Nord- und Südamerika, aus dem Nahen Osten und Europa; eine Personale ist der 1992 verstorbene Regisseurin Karin Brandauer gewidmet. Eine kleine Auswahl findet sich am Ende dieses Blogs. Interessant: „Die Lust der Frauen“ (27.02., 19:30) schien bereits am Eröffnungsabend gänzlich ausreserviert zu sein. (weiterlesen…)

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