Mit ‘Kino’ getaggte Artikel



Stefan Grissemann

Familienkriege: Die Sieger der Diagonale 2011

Kaputte Familien sind offenbar ein Generalthema im gegenwärtigen österreichischen Autorenfilm (siehe auch Ludwig Wüsts „Tape End“ oder Johannes Hammels „Folge mir“): Marie Kreutzers komplexer Ensemblefilm „Die Vaterlosen“, der – nach seinem Berlinale-Einsatz vor wenigen Wochen – nun bei der Grazer Diagonale mit dem Großen Preis ausgezeichnet wurde, (weiterlesen …)

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Philip Dulle

Gegen die Leere

Japan überall. Die Naturkatastrophe vom 11. März hat den 9000 Kilometer entfernten Inselstaat nicht nur durch mediale Dauerbeschallung ins kollektive Gedächtnis geholt. Auch Schriftstellerin Elfriede Jelinek wendet sich in einem aktuellen Zitat an profil, – indem es sich ihrer Meinung nach verbiete, zur Natur- und Atomkatastrophe von Japan überhaupt etwas zu sagen – denn, so die Literaturnobelpreisträgerin: hier spreche „die Natur selbst, und da muss man schweigen, das ist die höchste Instanz. Da gibt es keinen Widerspruch.“

Wenn es sich also verbietet darüber zu sprechen, sollte man besser zuhören. Und was würde sich dafür besser eignen als die Bücher des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami (aktuell: “1Q84″) und vielleicht ein Ausflug ins Gegenwartskino; (weiterlesen …)

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Philip Dulle

Ich – Einfach Unverbesserlich

Warum Oscar-Moderator und Tausendsassa James Franco an seinem Ego scheiterte.

Dass medienwirksame Omnipräsenz Wunder wirken kann, hat uns nicht erst Sandra Bullock bei der letztjährigen Oscar-Verleihung bewiesen: Für ihre Darstellung als aufopfernde Mutter in dem penetrant auf die Tränendrüse drückenden Sozialdrama „Blind Side“ (dt: „Die große Chance“) wurde ihr – nur die Academy weiß, warum – notgedrungen der Oscar als beste Hauptdarstellerin zuerkannt; mitsamt privat folgenden Querelen über Monate hinweg. James Franco – selbstbetitelter Tausendsassa – hatte heuer ähnliches vor. (weiterlesen …)

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Philip Dulle

Frau führt Regie!

Das Motto der heurigen FrauenFilmTage – „Frauen im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne” – die bereits zum achten Mal bis einschließlich 3. März im Filmhaus Kino (vulgo: Spittelbergkino) veranstaltet werden, scheint als übergreifendes Thema fast zu kurz gegriffen: Es warten Dokumentationen und Spielfilme aus Nord- und Südamerika, aus dem Nahen Osten und Europa; eine Personale ist der 1992 verstorbene Regisseurin Karin Brandauer gewidmet. Eine kleine Auswahl findet sich am Ende dieses Blogs. Interessant: „Die Lust der Frauen“ (27.02., 19:30) schien bereits am Eröffnungsabend gänzlich ausreserviert zu sein. (weiterlesen …)

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Philip Dulle

Im Rückspiegel: Viennale (III)

Festivallieblinge und solche, die davon träumen: Das letzte Viennale-Wochenende im Schnellrückblick.

Die Liebe in Zeiten des Pessimismus: Ein Traumpaar des US-amerikanischen Independent-Kinos – Michelle Williams und Ryan Gosling – kämpft sich in „Blue Valentine“ durch die Irren und Wirren einer im Alltag angekommenen Liebe. (weiterlesen …)

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Philip Dulle

Festung Europa: Viennale (II)

„Morgen“: Ein filmisches Kleinod zur Migrationsdebatte.

Die rumänische Stadt Salonta – nur wenige Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt – ist nicht nur die Heimatstadt des Regisseurs Marian Crisan, sondern auch Schauplatz seines ersten Langspielfilms. „Morgen“ erzählt die Geschichte von Nelu, einem mürrisch desillusionierten Kaufhausdetektiv und Hobbyfischer, der einen türkischen Flüchtling bei sich aufnimmt. Behran hat keine Papiere, kein Hab und Gut, nur den verzweifelten Wunsch, sich nach Deutschland zu seiner Familie durchzuschlagen. (weiterlesen …)

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Philip Dulle

Perfektes Festivalwetter: Viennale (I)

Kino. Ein Streifzug durch das erste Viennale-Wochenende.

Wer dieser Tage über das beeindruckend schlechte Wetter jammert, hat entweder die falschen Prioritäten gesetzt, den Bauernkalender zu wenig studiert – oder hätte sich zumindest früher um Tickets für das diesjährige Filmfestival Viennale bemühen müssen. Letzteres ist wie jedes Jahr ein wahrer Spießrutenlauf; was nicht nur die Abendvorstellungen im Gartenbaukino betrifft, sondern auch die kleineren Vorstellungen im Stadt- oder Metro-Kino. Wer ist also schuld? Wie immer das Wetter, oder doch die feine Auswahl an Filmkostbarkeiten und Raritäten? (weiterlesen …)

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Tina Goebel

Facebooksche Identitätskrise

Datenschutz. Liegt es am gerade angelaufenen und eher unrühmlichen Biopic, dass bei Facebook-Gründer Mark Zuckerberg offensichtlich die Nerven durchgebrannt sind? Oder warum sonst tauchen plötzlich in dem bislang so unkomplizerten sozialen Netzwerk derart skurrile und unüberlegte Datenschutzmaßnahmen auf? Will er so Kritiker seines Imperiums quasi mit den eigenen Waffen schlagen? (weiterlesen …)

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