Mit ‘Mediamarkt’ getaggte Artikel
Gibt es einen einzigen Unternehmer, Geschäftsführer oder Aufsichtsratsvorsitzenden, dessen Ableben weltweit eine auch nur annähernd so wuchtige mediale Resonanz fände wie die Nachricht vom Tod des Apple-Übervaters Steve Jobs? Coca-Cola, McDonald’s, Nike, Volkswagen, Google mögen, was ihre Verbreitung und Kapitalkraft betrifft, ähnlich potente oder gar stärkere Marken sein, doch kaum jemand weiß, wer dahintersteht; (weiterlesen …)
Der Original Text Service (kurz OTS) der Austria Presse Agentur bietet vordergründig nichts weiter als Presseaussendungen im Originalwortlaut. Nebenbei – und vor allem – jedoch handelt es sich um eine unerschöpfliche Fundgrube für Kabarettisten, Deutschlehrerinnen und schadenfrohe Journalisten. Am 29. September setzte “Heute“ eine OTS-Meldung ab, deren orthografische, grammatikalische und stilistische Ausgestaltung selbst hinter den in Gratiszeitungen üblichen, also eher lockeren, Standards ein wenig zurückblieb: (weiterlesen …)
Vergangene Woche wurde der Austropop endgültig beerdigt. Darüber ist wohl niemand zugleich glücklicher und verstörter als Wolfgang Ambros, denn er selbst übernahm die Rolle des Totengräbers – warum, das weiß nur er, wenn er es denn weiß. Jedenfalls zettelte er einen ohrenbetäubenden Rosenkrieg mit der zweiten noch lebenden Koryphäe des Genres an, Rainhard Fendrich. Der Anlass war so triftig wie banal: Ambros musste seine Biografie promoten, und dabei machte er keine Gefangenen. Weshalb er in Claudia Stöckls Ö3-Format “Frühstück bei mir“ zu einer Generalabrechnung mit dem früheren Kokainisten Fendrich ausholte (weiterlesen …)
Für das Late-Night-Comeback bei seinem früheren Haussender Sat.1 hat Harald Schmidt sich nichts Besonderes einfallen lassen, sondern im Wesentlichen nur eine Zerrversion des Prinzips guter Witz: den schlechten Witz. Seine schlechten Witze leben davon, jederzeit als solche kenntlich gemacht zu werden. Mit unverhohlenem Vergnügen zelebriert Schmidt flaue Gags und räudige Pointen, weil sie ihm die Möglichkeit bieten, das mutwillige Scheitern so penetrant auszukosten, bis es zur Meta-Komik gerinnt. (weiterlesen …)
Am Ende des geradezu grotesk peinlichen Trailers zu den aktuellen ORF-„Sommergesprächen“ stemmt Ingrid Thurnher, nachdem sie einige Belanglosigkeiten von sich gegeben und vom Dachfoyer der Wiener Hofburg aus dekorativ-versonnen ins Ungewisse geblickt hat, die Arme in die Hüften, und man weiß nicht, ob sie dabei eher damenhaft oder aber besonders resolut wirken soll. Das Bild ist deshalb aufschlussreich, weil es eine ausgeprägte – wenn nicht sogar die zentrale! – Eigenschaft der Allzweck-Moderatorin veranschaulicht: (weiterlesen …)
Frank Schirrmacher, Zeitgeistheiler im Herausgebergremium der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, ist lange genug im Geschäft, um die Animationskraft einer gepflegt-provokanten Debatte zu schätzen zu wissen – und sei es eine geborgte. Christian Ortner wiederum, Kreuz-und Querschreiber im Solde der “Presse“, ist berechnend genug, um zu wissen, was er sich und seinem Renommee schuldet: (weiterlesen …)
Es gibt stichhaltige Gründe, dem etwas forciert anmutenden Hype um die Frauenfußball-WM in Deutschland mit Skepsis zu begegnen. Rosemarie Schwaiger nennt in dieser Ausgabe einige davon. Der Ex-Fußballer Mario Basler wiederum macht sich in der “Bild“-Zeitung einen Sport daraus, die allerdumpfsten Chauvinistenklischees zu reproduzieren. “Wenn Mädels auf dem Rasen rumtoben wollen, sollen sie ein Netz aufstellen und Tennis spielen.“ (weiterlesen …)
Nach seinem Freispruch “zweiter Klasse“ hat Jörg Kachelmann den Rückzug angetreten – den Rückzug in die endlos weiten Untiefen des Internets. Über Twitter (Account: @J_Kachelmann) wickelt der Schweizer Wetterfrosch seinen kleinen persönlichen Rachefeldzug gegen die in seinen Augen wohl übelste Menschheitsheimsuchung seit der biblischen Heuschreckenplage ab: (weiterlesen …)