Mit ‘Medien’ getaggte Artikel
Im deutschen Frühstücksfernsehen klagte eine soignierte Dame vergangene Woche, „die Medien“ hätten jeden Respekt vor der Würde des Bundespräsidentenamts verloren. Keinesfalls jedoch klagte sie über die Tatsache, dass der deutsche Bundespräsident selbst der verfassungsmäßigen Würde seines Amts ganz offensichtlich nicht gewachsen ist – und darüber hinaus in seinem Umgang mit den Medien Respekt durch Eitelkeit und Larmoyanz ersetzt. Wie der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg instrumentalisierte Christian Wulff die Kanäle der Öffentlichkeit, (weiterlesen…)
Das Jahr geht zu Ende, und wieder bleiben zentrale Fragen ungeklärt. – Hat Werner Faymann all seinen – wirklich allen – Facebook-Freunden handschriftlich signierte Neujahrskarten geschickt? – Wer freut sich mehr über Alfons Haiders Ausscheiden aus “Dancing Stars“: Niki Lauda oder Toni Polster? Oder fürchten sie insgeheim schon, vom ORF demnächst mit einem anderen Quoten-Homo – oder gar Conchita Wurst! – behelligt zu werden? – Wird Dominic Heinzl seinen “Chili“-Dienst quittieren – und wenn ja: wenigstens mit einer gebührend rührseligen Versöhnungsschmonzette zwischen Sido und Michael Jeannée im Schweizerhaus? (weiterlesen…)
Nach seinem Freispruch “zweiter Klasse“ hat Jörg Kachelmann den Rückzug angetreten – den Rückzug in die endlos weiten Untiefen des Internets. Über Twitter (Account: @J_Kachelmann) wickelt der Schweizer Wetterfrosch seinen kleinen persönlichen Rachefeldzug gegen die in seinen Augen wohl übelste Menschheitsheimsuchung seit der biblischen Heuschreckenplage ab: (weiterlesen…)
Der Tod von Hans Dichand generierte einen medialen Fallout, der sonst nur Staats- und Regierungschefs oder Kardinälen vorbehalten ist. Mit seinem Ableben loderte jenes Machtphantasma noch einmal heftig auf, das Dichand zu Lebzeiten virtuos ausgereizt hatte: (weiterlesen…)
Es ist Zeit, sich derer zu erbarmen, die den schlimmsten Monat des Jahres – wenn nicht der vergangenen vier Jahre – vor sich haben. Sie verdienen alle Solidarität der Welt, gerade weil der Großteil der Welt vier Wochen lang viel zu beschäftigt ist, um sich solidarisch mit ihnen zu erklären. Sie können keine Zeitung aufschlagen, keinen Radio- oder Fernsehsender aufdrehen, kein Lokal aufsuchen, kein Gespräch führen, ohne permanent mit dem einzigen Thema behelligt zu werden, das alle anderen so brennend interessiert: (weiterlesen…)
Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler begründete seinen überfallsartigen Rücktritt am Montag vergangener Woche unter anderem damit, dass er „den notwendigen Respekt für mein Amt“ vermisse. Zu diesem Zeitpunkt machte er sich wohl noch keine Vorstellung davon, wie gering ausgeprägt in der medialen Öffentlichkeit der Respekt weniger vor dem Amt als vielmehr vor Köhler selbst war. (weiterlesen…)
Abgesehen von den unseligen Jazzmessen der siebziger Jahre hatte die Popkultur im christkatholischen Universum immer einen schweren Stand. Doch nun bricht sie sich wieder druckvoll Bahn. Vor dem Hintergrund der heftig schwelenden Missbrauchsaffäre will die katholische Jugend Oberösterreich die Kirche mit dem „längsten Protestsong der Welt“ aufrütteln. (weiterlesen…)