Aids. Mit Fassungslosigkeit reagierten österreichische Forscher und Mediziner, als ich sie um einen Kommentar zu der Aussage des Nobelpreisträgers Luc Montagnier bat, der in einem aktuellen Interview sagt, dass “ein gesundes Immunsystem mit dem HI-Virus binnen weniger Wochen von selbst fertig wird”. Montagnier hatte vor zwei Jahren den Medizinnobelpreis für die Entdeckung des HI-Virus erhalten. Dass gerade er jetzt solche Thesen vertrete, erklären sich etliche seiner Kollegen nun damit, dass Montagnier im Alter einfach durchgeknallt sei.
Viele wollten Montagniers Worte überhaupt nicht glauben, bis sie selbst das ungeschnittene Rohmaterial jenes Interviews sahen, das der mehrfach ausgezeichnete kanadische Dokumentarfilmer Brent W. Leung in seiner Filmdoku „House of Numbers“ veröffentlicht hatte. Eine Kurzfassung des Interviews ist auch auf Youtube zu sehen. Leung hatte das Material nun ungeschnitten ins Netz gestellt, weil er sich mit dem Vorwurf konfrontiert sah, er hätte beim Schneiden des Videomaterials manipuliert und Sätze von interviewten Forschern und Wissenschaftern aus dem Zusammenhang gerissen.
Im profil-Interview spricht Montagnier zwar von einem Missverständnis, er hätte nicht gemeint, dass ein bereits seit Jahren infizierter Mensch selbst mit dem Virus fertig werden würde – er sei allerdings davon überzeugt, dass ein gesundes Immunsystem eine frische Infektion erfolgreich bekämpfen könnte.
Laut Montagnier ist genau das der Grund dafür, warum es in Europa und Amerika nie zu einer Aids-Epidemie gekommen ist. Afrikaner hätten aufgrund der prekären Lebensumstände bereits ein geschwächtes Immunsystem und würden sich daher leichter infizieren als Europäer oder Nordamerikaner. Er gibt also Co-Faktoren wie Mangelernährung, mangelnder Hygiene und verseuchtem Trinkwasser zumindest eine Mitschuld an der Epidemie.
Diese Überzeugung teilt offenbar auch das österreichische Außenministerium. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hatte den Vorwurf erhoben, Österreichs Politiker würden den Kampf gegen Aids nicht ernst genug nehmen. Nur eine Million US-Dollar wären bislang in den so wichtigen internationalen Fonds geflossen, der für den Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose geschaffen wurde. Sogar Irland hätte bereits 160 Millionen US-Dollar einbezahlt.
Der Pressesprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, rief mich heute an und erklärte, dass das Ministerium im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern tatsächlich extrem wenig in den globalen Aids-Fonds einbezahlt hätte. Man hätte sich allerdings auf andere Fonds konzentriert, bei denen die Aids-Hilfe nicht primär im Zentrum steht. Der Fokus sei auf Präventativmaßnahmen oder auf die von Luc Montagnier erwähnten Co-Faktoren gerichtet.
Aber diese Art von Hilfe geht im Kampf gegen das Virus, das gern als alleinverantwortlich für die grassierende Immunschwächekrankheit gesehen wird, häufig unter.
Der Filmemacher Brent W. Leung hat übrigens nun seine Dokumentation „House of Numbers“ vollständig als kostenlosen Videostream ins Netz gestellt.
Tags: Aids, Brent W. Leung, HIV, House of Numbers, Luc Montagnier
AIDS: Ärzte fordern mehr Aufklärungsunterricht an Österreichs Schulen
Utl.: Über Gefahren vor Ansteckung mit HIV muss bereits im Unterricht informiert werden – Verharmlosung von AIDS ein “seuchenpolitisches Risiko”
…….
In diesem Zusammenhang teilt Dorner auch allen Tendenzen eine
Absage, AIDS als übertragbare unheilbare und zum Tod führende
Krankheit zu leugnen oder gar in Abrede zu stellen. Dies stehe in
krassem Widerspruch zur evidenzbasierten Medizin, der alle Ärztinnen
und Ärzten per Gesetz verpflichtet sind.
“Mit solchen Meldungen, die leider auch vereinzelt von
fehlgeleiteten Medizinern kommen, erzeugt man ein seuchenpolitisches
Risiko”, meint Dorner. Die Folge wären Fälle wie jener gerade medial
berichtete, der ein unschuldiges Kind sein gesundes Leben gekostet
habe. Man unterminiere damit “in sträflicher Weise” das Bewusstsein
der Menschen hinsichtlich der realen Gefahren, die von HIV/AIDS
ausgingen, “etwas, das die ärztliche Gemeinschaft auf Dauer auch
nicht dulden wird”.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100722_OTS0111/aids-aerzte-fordern-mehr-aufklaerungsunterricht-an-oesterreichs-schulen
HIV: Kritik an Zwangstherapie von Babys und Kleinkindern
Unabhängiger Kongress liefert schockierende Fakten – Immer mehr Forscher zweifeln am Aids-Dogma
Wien (OTS) – Immer mehr namhafte WissenschaftlerInnen zweifeln an den etablierten wissenschaftlichen Theorien zu Aids. Nachdem sogar der HIV-Mitentdecker und Nobelpreisträger Prof. Luc Montagnier bestätigt, dass eine HIV Infektion “bei gesundem Immunsystem innerhalb weniger Wochen überwunden werden kann”, mehren sich die kritischen Stimmen aus der science community. Aber auch zahlreiche betroffene HIV-Positive zweifeln daran, dass ein positiver HIV Test mit Krankheit oder Tod verbunden ist und dass prophylaktische medikamentöse Therapie nötig ist.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100720_OTS0059/hiv-kritik-an-zwangstherapie-von-babys-und-kleinkindern
Hallo HIV+,
erst gestern hat der Kinderarzt Wolfgang Mauer im Blog bei seinem Freund Ulrich Berger zum Thema „AIDS-Leugner in Wien“ sinngemäß das gleiche geschrieben wie du.
“wolfgang• 19.07.10 • 11:30 Uhr
hier
http://www.virusmyth.com/statement/search/2/Austria
kann man nachlesen wer in Österreich die AIDS-Leugner Liste unterschrieben hat. Die Unterzeichner leugnen per Unterschrift, dass HIV die Ursache von AIDS ist.
Es haben ganze 7 Personen unterschrieben. Mindestens drei davon sind Journalisten – ein Jammerbild des österreichischen Wissenschaftsjournalismus.”
Sprecht ihr euch eigentlich ab oder handelt es sich hier um ein und die selbe Person?
Interessant ist auch die Tatsache, dass Dr. Christian Fiala seit den 17.07.10 einen Eintrag auf den Mobbing-Portal von Esowatch hat.
http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Christian_Fiala
Ulrich Berger und Wolfgang Maurer halten Esowatch für eine seriöse Quelle und diskutieren dort auch ungeniert mit.
Nein das ist ein schlechter Artikel.
AIDS-Leugner- das sind die die entgegen der wissenschaftlichen Evidenz per Unterschrift leugnen, dass HIV die Ursache von AIDS ist, sie laufen Verschwörungstheorien hinterher.
Nicht alle haben die AIDS-Leugner Liste unterschrieben.
Einige schon Dr. Fiala gehört dazu und einige (failed) Journalisten
die Unterzeichner aus Ö finden sich hier
http://www.virusmyth.com/statement/search/2/Austria
Und da wird behauptet, das Virus wäre nie isoliert worden.
In Österreich ist es in vitro massenhaft vermehrt worden zur Herstellung eines HIV Diagnostikums.
Ein sehr guter und mutiger Artikel. Es ist sicher nicht einfach eine nachvollziehbare Wahrheit zu vertretten, gegen eine medial gleichgeschaltene und absolut ahnungslose Masse an Menschen ohne eigener Meinung.
Man sollte aber nicht den Fehler begehen diese Leute zu hassen, das machen sie erstens schon selbst und zweitens ist die an den Tag gelegte Aggression meistens nur der bemitleidenswerte Versuch sich nicht eingestehen zu wollen das man jahrelang einer Lüge aufgesessen ist.
Paradigmenwechsel in der AIDS-Forschung gefordert
Aktuelle Aids-Forschung weist zahlreiche Widersprüche auf
- Epidemie unter Heterosexuellen in Industrieländern ausgeblieben
- Massensterben in Südafrika ist fiktive Computersimulation – Hohe Sterblichkeitsrate nicht evidenz-basiert
- Nicht HIV, sondern Armut ist die Todesursache Nr.1 in Afrika
http://www.pressetext.com/news/100715033/paradigmenwechsel-in-der-aids-forschung-gefordert/
UMSTRITTENE MEINUNG
Aids-Kritiker behauptet: “HIV ist harmlos”
15. Juli 2010, 12:30
Umstrittener Duesberg: Nicht das Virus, sondern Armut und Medikamente töten die Menschen
Wien – Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) ist nicht der Auslöser von Aids, sondern “eines von Tausenden harmlosen Retroviren”. Diese, von der Meinung der überwiegenden Anzahl an Wissenschaftern und Ärzten abweichende Ansicht bekräftigte der bekannte Aids-Kritiker Peter Duesberg von der University of California in Berkeley (US-Bundesstaat Kalifornien) in Wien anlässlich der bevorstehenden internationalen Konferenz “AIDS 2010″ .
http://derstandard.at/1277338177618/Umstrittene-Meinung-Aids-Kritiker-behauptet-HIV-ist-harmlos#ende
Um AIDS herum ist ganz viel Rechthaberei.
Das ist schade.
Vielleicht ist es hilfreich, die vielen, die ihre Leidensgeschichte erzählen, zu hören. Darunter sind viele, die; nachdem es Ihnen extrem schlecht durch diverse AIDS-Therapien ging, dieseTherapien gegen den entschiedenen Rat ihrer HIV-Ärzte beendet haben. Die Ärzte haben nach Abbruch der Therapie diesen Patienten angekündigt, sie würden bald sterben.
Jedoch: Sie leben wesentlich besser und länger als mit der Therapie und die Behandlung, die sie brauchen, ist die Entgiftung nach der HIV-Therapie. Es mag andere Fälle geben. Doch es wäre simnvoll sich beispielsweise die Geschichte von Karri Stokely oder Lindsey Nagel auf youtube anzusehen – für alle, die diese Patienten nicht jetzt in Wien im Zuge der AIDS-Kongresse erlebt haben.
http://www.youtube.com/watch?v=O6RVo4PPu1w
http://www.youtube.com/watch?v=Jkn1dpWqbl4
alle hypthesen der aids-leugner sind in diesem artikel zusammengefaßt und punkt für punkt mit seriösen referenzen widerlegt:
http://www.springerlink.com/content/108174nr1788q73w/fulltext.pdf
„Abends, am Rande der zahllosen Aids-Symposien, malen die Experten einander die drohende Apokalypse aus. Es ist ein Schreckensbild, eine Untergangsvision, vergleichbar nur den Szenarien des globalen Atomkrieges: Aids, so heißt es, ist auf dem besten Wege, die größte Gesundheitskatastrophe in der bekannten Geschichte der Menschheit auszulösen; die Seuche wird mehr Opfer fordern als alle Kriege, Naturkatastrophen und Hungersnöte dieses Jahrhunderts zusammengenommen; sie wird kein Land verschonen, wird die Bevölkerungsexplosion beenden und auf allen Kontinenten demographische, ökonomische und kulturelle Umwälzungen bewirken, für die es in der Geschichte kein Beispiel gibt.“
“In einigen Ländern droht der Genozid, die Ausrottung ganzer Nationen.”
(Robert Gallo)
“Wenn in den nächsten Jahren kein wissenschaftlicher Durchbruch erzielt wird – und dafür gibt es keinen seriösen Hinweis, werden zur Jahrtausendwende weite Teile von Afrika, und möglicherweise auch von Mittel und Südamerika, weitgehend entvölkert sein.”
(Prof. Gert Frösner)
Der SPIEGEL Ausgabe 47/1987
Der Heilpraktiker Wilfried Bales nimmt den im Mai 2010 verstorbenen Aids-Kritiker Ralf Eickemeyer (Aton) gerne als Beispiel dafür, das HIV/Aids-Kritik zwangsläufig zu einem frühzeitigen Tod führt.
Herr Bales vergisst zu erwähnen, dass Aton ca. 27 Jahre mit seiner „HIV-Infektion“ (im Sinne der HIV/Aids-These) lebte, bis er dieses Jahr im Alter von 58 Jahren verstarb.
Auch sei zu erwähnen, dass das Leben von Aton durch körperliche und seelische Gewalt in seiner Kindheit, Erziehungsheime, Kriminalität, langjährige Gefängnisaufenthalte (erstmals mit 13), Psychiatrie, Krankheit (u.a. Leukämie in der Kindheit, Herzinfarkt), Drogensucht (u.a. Angel Dust, Crack) Arbeitslosigkeit, gescheiterter Selbstständigkeit, Schulden, Sozialamt … gekennzeichnet war. Aton lebte ein typisch Milieu bedingtes Leben welches oft mit einer niedrigen Lebenserwartung endet.
„Ich musste nicht studiert haben, um zu wissen, dass AIDS keine einzelne Krankheit ist, sondern ein Leiden, das viele Infektionen, Lebenssituationen, sowie genetische Veranlagungen und ein zügelloses Leben umfasst.“
Ralf Eickemeyer (Aton) 1952 – 2010
Lebensgefährliche Folgen der Aids-Kritik
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?p=3950#3950
Damit diese Patienten-Geschichten besser gefunden werden, habe ich ihnen unter „HIV/Aids-Kritik“ einen eigenen Platz gegeben.
Auch, wenn der Artikel von Frau Goebel nicht nach meinem Geschmack ist, so hat er mich doch herausgefordert erneut massiv gegen das Geschwätz der Aids-Kritiker anzugehen und zwei längst fällige neue Patienten-Geschichten zu Papier zu bringen.
Wer danach von den Aids-Kritikern immer noch glaubt, daß es keinen HI-Virus und kein Aids gibt, der sollte sich doch mutig und auf eigene Verantwortung auf die eine oder andere Art bewußt mit HIV-infizieren lassen und dann schauen wir in ein paar Jahren, was daraus geworden ist.
Eigene Erfahrungen und eigenes Erleben sind in der Regel überzeugender als theoretisches Geschwafel.
Cellsymbiosistherapie bei HIV-Infektion
Stellungnahme
zu dem beabsichtigten Vortrag der Aids-Kritikerin und Ärztin Juliane Sacher
aufgrund des im Vorfeld veröffentlichten Abstracts
auf dem Kongreß der Aids-Kritiker
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?p=3949#3949
Was für eine Aufregung um nichts: Montagniers Aussage zielt natürlich nicht darauf ab zu bezweifeln, dass HIV die Ursache für AIDS ist.
Es ist typisch für pseudowissenschaftliche Agitatoren, was auch immer ihr Steckenpferd sein mag Homöopathie, “komplementäre” Krebstherapie, grüne Gentechnik, oder eben HIV/AIDS einzelne Aussagen in ihr kleines Weltbild zu basteln.
Widersprüche und wissenschaftliche Daten werden beliebig ausgeblendet und auf Kritik immer nur mit Schaum vor dem Mund reagiert.
Dass wissenschaftliche korrekte Aussagen unter Umständen bei Betroffenen falsches Verhalten auslösen (wie Kondome als “ineffizientes” Verhütungsmittel zu pushen) kann doch keine Entschuldigung sein, Menschen die Wahrheit vorzuenthalten. Wo kommen wir denn da hin? Das führt direkt ins intellektuelle Mittelalter, wo eine informierte Elite nach eigenem Gutdünken schaltet und waltet.
Nein Danke!
Was übrig bleibt ist die Verantwortung der Medien Agitatoren nicht in die Hände zu spielen oder eine Plattform zu bieten. Informierte Moderation und kritisches Nachfragen sind die Mittel der Wahl, die auch für den Laien wissenschafltich unbeleckte Agitatoren und Experten unterscheidbar machen. Aber diese Kultur muss sich in Ö erst noch ein bisschen herausbilden, und selbst Blätter wie Profil sind vor Rückschlägen offensichtlich nicht gefeit….
Schade, schade
Beiträge zum Thema Aids-Leugnung
Gefährliche Therapiefortschritte:
http://science.orf.at/stories/1653849/
Tödliche Leugnungen
http://science.orf.at/stories/1637820/
Aids: Die Verleugnung eines Virus
http://sciencev1.orf.at/sciencev1.orf.at/science/news/149687.html
“HIV/AIDS Behandlung – Wo sind die Fakten?”
Stellungnahme
zu dem beabsichtigten Vortrag des Aids-Kritikers Dr. Claus Cöhnlein
aufgrund des im Vorfeld veröffentlichten Abstracts
auf dem Kongreß der Aids-Kritiker
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?p=3942#3942
Wie Tina Goebel Christian Fiala treuherzig und selbstlos hier im Blog unterstützt, erinnert frappant an eine TV-Sendung von 1995 über das Kind mit dem großen Tumor im Bauch.
In der populären ORF-Sendung “help-TV” durfte Guru Hamer gegen den Kinderarzt Jürgenssen zum Wortwechsel antreten. Moderatorin Barbara Stöckl präsentierte die Debatte so naiv und ahnungslos, dass am Schluss Hamers Absurditäten als gleichrangig mit der wissenschaftlichen Position erschienen. “Sie sagen es so, Sie sagen es anders – da steht Aussage gegen Aussage”, resümierte Stöckl. Hamers Jünger, die sich die Eintrittskarten zur Live-Sendung gesichert hatten, klatschten euphorisch.
Damals setzte sich auch die Grünen-Politikerin mehrfach für Ryke Geerd Hamer ein, letztlich hat sie daraus völlig zu Recht mehr als einen Kratzer an ihrem Image erleiden müssen. Das Buch von Peter Michael Lingens mit Christian Fiala hat vermutlich eine viel zu kleine Auflage und Bekanntheitsgrad, als dass die Glaubwürdigkeit von Peter Michael Lingens neuerlich am Prüfstand wäre.
Österreich ist für die internationale AIDS Konferenz ein Gastgeber mit gut sichtbaren Schönheitsfehlern, die Denialists bekommen mehr Unterstützung als anderswo, der österreichische Staat drückt sich vor internationalen Verpflichtungen, und der Lifeball gilt als das größte überhaupt. Wo ist denn da der Ausweg?
Sehr geehrter Florian Breitenecker!
Ich darf Sie korrigieren, oder so ähnlich: Ja, Medical Hypotheses mag ein Journal sein, in dem man jeden Quatsch publizieren kann. Aber manchmal, ja manchmal werden Artikel auch wieder zurückgezogen, weil sie gar so unsinnig sind. Extrem lustig wird es allerdings dann, wenn Christian Fiala einen Artikel verlinkt, als dessen Coautor er fungiert hat (Erstautor Duesberg) und – ! – genau dieser Artikel wurde zurückgezogen. Wegen der AIDS-Nazis, vermutlich. Voilà:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19619953
An Christian Fiala:
So, noch einmal, dann ist Schluss, es gibt wirklich wichtigeres zu tun vor der Internationalen Aids Konferenz.
Christian, vom ewigen, seitenlangen Wiederholen des immer gleichen Unsinns wird er auch nicht wahrer. Durch die zahlreichen Referenzen in deinen Abhandlungen versuchst du dir einen wissenschaftlichen Mantel umzuhängen. Das ist nur noch lächerlich, wenn man sich diese Referenzen dann näher ansieht: Perth Gruppe, Rethinking Aids, HIV-myth und so weiter. Das heißt, die Aids-Leugner zitieren sich gegenseitig und tun dann so als wäre das seriöse Wissenschaft. Oder einmal beruft du dich auf einen Artikel in der Zeitschrift medical hypothesis: ein unwissenschaftliches, nicht peer-reviewtes Magazin, wo man praktisch jeden Schwachsinn ohne wissenschaftliche Überprüfung veröffentlichen kann. Mit einer seriösen Diskussion hat das überhaupt nichts mehr zu tun, deshalb werde ich sie auch nicht mehr führen. Außerdem auch deswegen nicht, weil ich davon überzeugt bin, dass es dir keineswegs um eine Suche nach der Wahrheit oder um das Wohl der Patienten geht. Denn dann würdest du dich beispielsweise informieren, welche Medikamente seit AZT noch so auf den Markt gekommen sind und wie PatienInnen davon profitiert haben. Du würdest mit PatientInnen sprechen und sie um ihre Meinung fragen und nach ihren Erfahrung. Du hättest meine Einladung in unsere Ambulanz angenommen um dir ein reales Bild zu machen. Nein, das willst du gar nicht. Was du mir vorwirfst, trifft auf dich am allermeisten zu: Du bist einseitig verrannt in deiner schrägen Argumentationswelt und willst die erdrückenden Gegenbeweise zu deinen Hypothesen einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe auf alle Punkte wieder einzugehen. Rainer hat dich bereits Punkt für Punkt widerlegt.
Nur ein Beispiel aber: du sagst, es gibt keine heterosexuelle HIV-Übertragung und berufst dich dabei auf die Padian Studie. Die mag zwar seriös gemacht worden sein, aber du „vergisst“ zu erwähnen, dass es etliche Studien gibt mit höheren Probandenzahlen, die zu anderen Schlüssen kommen. Da geb ich dir jetzt auch einmal eine Referenz. Und New England Journal of Medicine ist ja schließlich kein Schundblattl: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10738050.
So und damit genug, es hat einfach keinen Sinn. Du bist entweder bezahlt (von Mbeki wohl kaum noch) oder einfach-wie sag ich’s höflich-psychiatrisch auffällig. Der Unsinn wäre ja auch zum Lachen, wenn er nicht doch schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen hätte. Dein Gedankengut hat bereits großen Schaden angerichtet und es besteht die Gefahr, dass du weiteren verursachst. Das wirst du zu verantworten haben.
Stimmt! Wenig Fakten, nur ein paar Polemiken um zu zeigen, dass die Art und Weise, wie hier versucht wurde eine Diskussion zu starten jeder Vorstellung “kritischen Denkens” Hohn spottet. Emotionale Aufladung bei Leuten zu detektieren, und selbst einem Kollegen mit der “Kindchen: Dein Vater war ein toller Kerl, aber er würde sich im Grab umdrehen, wenn er sehen würde, was für ein Koffer Du bist”-Keule zu kommen, ist, ach, was weiß ich: dummdreist?
Das Robert-Koch-Institut zu erwähnen, ist eine sehr gute Idee gewesen, denn auf desse Homepage findet sich zum Thema “ADIS-Kritiker” eine Stellungnahme, die diese Diskussion als das darstellt, was sie auch ist, sofern man den im Artikel dargelegten und anderen “AIDS-kritischen” Stellungnahmen hier im Blog folgt: eine Diskussion aus den 90ern, mit Argumenten aus den 90ern, die auf wissenschaftlicher Ebene niemanden mehr interessieren (Verzeihung: eine “kleine Gruppe” schon, natürlich). Das Robert-Koch-Institut, das auf die einschlägigen Diskussionen, die das Profil hier 2010 präsentiert, die aber “bereits Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre stattgefunden” haben und deren AIDS-kritische “Einwände und Argumente wissenschaftlich haltlos” sind, auch ausführlich verlinkt. Guck hier:
http://www.rki.de/cln_178/nn_208880/SharedDocs/FAQ/HIVAids/FAQ__06.html
Die Tatsache, dass diesen Mumpitz 20 Jahre lange immer und immer wieder widerzukäuen nicht die Aufgabe wisenschaflticher Jousnals ist, sollte man nicht zwangsläufig mit Dogmatisierung, Veröffentlichungssperren, Zensur und ähnlichen Kategorien aus der Kategorie “Die sind ja soooooo gemein” verwechseln.
Christian Fiala hat mich wiederum gebeten einen Beitrag von ihm online zu stellen, da es wiederholt technische Probleme aufgetreten sind:
Seit mehr als einer Woche ist dieser Blog nun online. Leider enthalten die meisten Kommentare wenig bis keine Fakten oder Hinweise auf solche. Im Übermass hingegen sind emotionelle Empörung gepaart mit falschen Unterstellungen vertreten, wie z.B. ich sei in den Fall ‘Muriel’ engagiert.
Neben dem Mangel an Fakten ist besorgniserregend, dass viele Poster kritisches Hinterfragen verurteilen und Menschen die dies tun u.a. als Leugner diffamieren. Offenbar ist in Vergessenheit geraten, dass die Basis unserer Wissenschaft und Medizin gerade ein konstantes Hinterfragen in einer transparenten Diskussion ist.
Dies Emotionalität vieler Antworten gepaart mit einem Mangel an sachlichen Argumenten lässt den Verdacht entstehen, es fehlt den Postern häufig an Fakten, um ihre Position zu untermauern.
Eine der wenigen Fakten, die vorgebracht wurden sind die Angaben von HIV Positiven und Aids Kranken darüber, wie sie sich infiziert hätten. Bei den Befragungen verneint ein gewisser Teil der Menschen einen möglicherweise strafrechtlich relevanten Drogenkonsum, sowie einige der Männer eine Homosexualität. Diese Menschen werden dann in die Gruppe der sog. Heterosexuellen gereiht und in den Statistiken als solche geführt. D.h. die Angabe heterosexuell infiziert beruhen auf nicht überprüfbaren Aussagen von Menschen, die ein strafrechtlich relevantes Verhalten leugnen und eine Homosexualität nicht zugeben möchten. Selbst das Robert Koch Institut hat diese Aussagen untersucht und gefunden, dass sie häufig falsch sind, wie in meinem Posting weiter unten erwähnt.
Wegen der Unsicherheit der gemachten Antworten ist es notwendig eine mögliche Ausbreitung von HIV in der allgemeinen Bevölkerung anhand von objektiven Daten zu überprüfen. Von diesen Untersuchungen gibt es einige. Und diese objektivierbaren Daten zeigen eindeutig und übereinstimmend, dass es keine Ausbreitung in der Heterosexuellen Bevölkerung gibt.
Es ist deshalb überfällig, dass die Panikmache der Bevölkerung endlich beendet wird.
Die Links zu den Studien sind weiter unten in meinen Postings angeführt.
Wilfried Bales erwähnt u.a. auch, dass Menschen in sog. HochPrävalenzGebieten, also z.B. Afrika, sich überwiegend heterosexuell infizieren. Das führt zur interessanten Frage, wieso ein Erreger sich in einem Kontinent vorwiegend heterosexuelle ausbreitet, während er dies im Rest der Welt offensichtlich gar nicht tut? (Eine frühere Vermutung, dass dies mit den häufigen sexuell übertragbaren Infektionen erklärt werden könne, wurde nicht bestätigt: “The Rakai STD Control for AIDS Prevention Study, which was started in 1994, indicates that treating curable sexually transmitted diseases (STDs) will not have an effect on HIV incidence. In fact, HIV infection rates increased slightly for the intervention and comparison groups during the study period.” http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11365726
Es zeigen also diese und andere Daten, dass sich HIV nicht heterosexuell ausbreitet, auch nicht in Afrika. So ist z.B. die HIV Prävalenz in Südafrika und Thailand gerade in den Gegenden sehr hoch, in denen Syphilis sehr niedrig ist und umgekehrt. Und auch im Zeitverlauf zeigt sich in beiden Ländern, dass Syphilis zurückging als sich HIV ausbreitete. http://www.altheal.org/statistics/africar&f.htm
So bleibt der Verdacht, dass die Behauptung HIV würde in Afrika heterosexuell übertragen, nichts anderes ist als die Fortführung eines alten Vorurteils aus Zeiten, die wir längst vergangen geglaubt haben.
Sehr schöne und nützliche Seite. Dank der Manager.
dazu auch auf orf.at: http://orf.at/100713-41634/index.html
Ich finde es ungeheuerlich, daß ein Schulmediziner wie Dr. Fiala diejenigen, die sich für das Ernstnehmen des HI-Virus einsetzen als „Vertreter der HIV/Aids Panik“ verunglimpft. Dann aber gleichzeitig proklamiert wird, daß die wesentliche Frage ja die sei, wie wir (also die Aids-Kritiker) unseren Patienten am besten helfen wieder gesund zu werden bzw. gar nicht erst zu erkranken und es gelte herauszufinden, was die beste Therapie und Prävention sei. Dies finde ich reichlich anmaßend angesichts der erfolgreichen HIV-Prävention hierzulande und dem therapeutischen Angebot und nachgewiesenen Erfolgen der etablierten HIV-Medizin.
Die kränksten HIV-Patienten in meiner Praxis sind seit 11 Jahren regelmäßig solche, die sich zu lange an der HIV/Aids-Kritik orientierten und solche, die sich zuvor in Behandlung HIV/Aids-kritischer Therapeuten befanden, für die HIV nicht existent ist.
Wenn man dann aber hier von Herrn Breitenecker erfährt, daß Dr. Fiala neben Dr. Hamer in die Beratung des HIV-positiven und an Lungenentzündung erkrankten 3,5 Jahre alten Kindes „Muriel“ involviert war, dergestalt, daß beide von einer antiretroviralen Therapie des Kindes abgeraten haben, dann ist es wohl besser, daß HIV-Patienten sich von solchen vermeintlichen HIV-Experten fernhalten und Kinder von den Behörden in ihrem ureigenen Interesse geschützt und rechtzeitig medizinisch behandelt werden. Vermutlich haben Sie, Herr Dr. Fiala, neben Dr. Hamer auch beide HIV-positiven Elternteile beraten die Kombimedikamente abzusetzen. Offensichtlich mit fraglichem Erfolg, denn der Vater des Kindes ist im Mai d.J. bereits verstorben.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die von der Aids-Kritiker-Szene seinerzeit hochgelobte Aids-Kritikerin Christine Maggiore (+2008) und ihr 3,5 jähriges Kind Eliza Jane (+2005) beide verstorben sind, weil HIV nicht ernst genommen wurde.
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1199
Ebenso der in Deutschland bis zu seinem Tod im Mai d.J. bekannte extreme Aids-Kritiker Aton (+2010), der trotz seines stark geschwächten Immunsystems mit 4-26 Helferzellen bis zum Schluß nicht bereit war eine neue verträglichere Kombitherapie zu nutzen.
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1350
Dies dürfte nur die Spitze des Eisberges der HIV/Aids-kritischen Patienten sein, die in der Öffentlichkeit bekannt sind und dank der unverantwortlichen und lebensgefährlichen Sichtweisen der herkömmlichen HIV/Aids-Kritik unnötigerweise verstorben sind.
Die einzigen ernstzunehmenden alternativen Theorien und Therapieempfehlungen sind aus meiner Sicht in der sogenannten Cellsymbiosistherapie nach Dr. Kremer enthalten. Diese Empfehlungen sind seit jeher Bestandteil meiner Therapiestrategien, müssen aber nach meiner Erfahrung mit anderen Methoden und auch Präparaten ergänzt werden. Leider ist auch dieser Ansatz nur dann erfolgreich, wenn HIV-Patienten frühzeitig die alternative Therapie aufnehmen, wenn sie einen Therapeuten finden, der über HIV-bezogene immunologische Fachkenntnisse verfügt und wenn der Patient die Therapie auch finanzieren kann sowie eine hohe Motivation und Durchhaltevermögen mitbringt. Allerdings ist auch die Cellsymbiosistherapie keine Garantie dafür, daß ein Patient nie die Kombimedikamente benötigt.
Gerät ein Patient an einen HIV/Aids-kritischen Therapeuten, der zwar Kenntnisse zur Cellsymbiosistherapie hat, aber keine HIV-spezifischen Fachkenntnisse, und der die Grenzen einer alternativen Therapie, also ohne Kombimedikamente, nicht kennt, und sich an der fatalen Sichtweise von Dr. Kremer orientiert, daß es keinen HI-Virus gebe, dann ist eine Abwärtsentwicklung bis zur Manifestation von Aids durch opportunistische Infektionen, Kaposi oder Wasting zwangsläufig, wie in dem folgenden Patientenbeispiel von mir beschrieben ist: http://www.helferzelle.de/wil/kb.php?mode=article&k=280
Ich denke, daß es angesichts dieser tragischen Geschichten nachvollziehbar ist, daß es insbesondere für HIV-Positive von großem gesundheitlichen Vorteil ist, ja sogar lebensrettend sein kann, sich rechtzeitig sowohl von den Sichtweisen der HIV-Aids-kritischen Laienvertreter als auch von HIV/Aids-kritischen Therapeuten, die die Existenz von HIV penetrant negieren und HIV-Medikamente ignorant nur als toxisch beschreiben, zu distanzieren.
Wilfried Bales, Heilpraktiker
Naturheilpraxis mit Schwerpunkt Immuntherapie bei HIV/Aids
http://www.helferzelle.de
Zu der Behauptung von Dr. Fiala, „daß sich HIV bis jetzt nur gering in der heterosexuellen Normalbevölkerung verbreitet hat“ möchte ich auf die Zahlen des RKI zu den HIV-Erstdiagnosen von 2009 für Deutschland hinweisen:
Zunächst zum Verständnis: MSM = Männer Sex mit Männern; IVD = Intravenöse Drogengebraucher; HET = Hetero; HPL = HochPrävalenzLänder; PPI = Mutter-Kind-Übertragung; k.A. = keine Angabe/andere.
MSM: 1.629; IVD 100; HET 423; HPL 281: PPI 11; k.A. 412; Gesamt 2.856
HPL setzt sich überwiegend aus Heteros zusammen. Auch in den Gruppen IVD, PPI und k.A. dürften zusätzlich zahlreiche Heteros enthalten sein.
Wie man dann noch davon sprechen kann, daß sich HIV nicht in der „Normalbevölkerung“ verbreiten würde, ist mir ein Rätsel. Auch die Behauptung „Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung der Welt hat ein nicht nachweisbares Risiko für HIV“ ist blanker Hohn angesichts der weltweit ständig zunehmenden HIV-Infektionen, insbesondere in Afrika, den Ostblock-Staaten, Thailand, China, Indien usw.
Quelle: RKI Epidemiologisches Bulletin Nr. 22/2010.
Fiala? Der Fiala über dessen pseudowissenschaftliche Fabrikate die er gemeinsam mit dem Loch Ness Monsterforscher Henry H. Bauer zum Thema AIDS “publiziert”, die halbe Welt lacht? (Ausgenommen natürlich Mbeki, der als unwürdigster aller vorstellbaren Nachfolger Mandelas selbst eine traurige Lachnummer war)
Auf diesen Fiala fällt eine Redakteurin des Profil herein?
Bitte Herr Rainer, bereiten sie dieser rufschädigenden Schreibe ein Ende und distanzieren sie sich im Namen der Profil-Redaktion schnellstens von diesem Unsinn!
Susanne Hrdlic
Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten sind in Österreich von der Blutspende ausgenommen, weil sie einer Risikogruppe angehören. Warum? Weil Homosexuelle dauernd ungeschützten Analverkehr mit vielen, vielen (vielen) anderen Männern in Leder-Anzügen haben (Poppers-Flaschen dabei intravenös angekoppelt) und daher ein signifikant höheres Risiko einer HIV-Infektion. Zusammen mit der Binsenweisheit, dass Homosexuelle auch permanent lügen und daher die ohnehin obligatorische Frage nach dem Sexualverhalten in dem Fall nichts bringt, rechtfertigt das den Ausschluss. Naive Menschen könnten einwenden, ein homosexueller Mann (oder einer, der aus anderen Gründen Sex mit einem Mann gehabt hat), der unbedingt Blut spenden will, könnte ja einfach sagen, er sei nicht homosexuell (oder den homophilen Akt schlicht verschweigen) – aber ich bitte Sie: das sieht doch jeder sofort an der Schminke und dem tuntigen Gehabe bzw. an der Rotzbremse und der Lederkappe, je nach Rolle.
Einem Regierungsapparat, der aus lauter Paranoia vor HIV-Risikogruppen derartig absurd unexekutierbare Bestimmungen er- oder belässt, sollte man unbedingt weises Erwägen und Abwägen beim Thema HIV/AIDS unterstellen, dachte sich die Autorin des “Mythos AIDS”-Artikels. Und damit bedankt sich der Pressesprecher der Außenministeriums bei Tina Goebel, die mit ihrem Artikel eine hervorragende Basis abgeliefert hat, auf deren Grundlage er nun die lächerlich geringen Hilfsgelder für den globalen AIDS-Hilfsfonds schönreden kann (ganz so, als hätte er nicht jeden beliebigen Anlass dafür wahrgenommen). Aber auch dafür, diese Lesart nach schlichtem Anruf – ohne mühsame Versuche politischer Einflussnahme – sogleich auch auf dem Profil-Blog online zu stellen und gut zu finden. D.h. natürlich nach eingehender Prüfung der schwammingen und letztlich wohl nicht wirklich überprüfbaren Angaben, dass die Gelder dafür für “Präventativmaßnahmen oder” für “die von Luc Montagnier (sic!) erwähnten Co-Faktoren (sic!)” fließen – aus GENAU den Gründen, die der Artikel genannt hat, was für ein überaus netter Zufall!!! Im Außenministerium knallen indes die Korken, mit den Champagner-Gläsern kann allerdings niemand anstoßen, weil sich alle die Bäuche vor lauter Lachen halten müssen.
Überhaupt dieser Montagnier, der kann noch soviel zu seinem Standpunkt publiziert und kampagnisiert haben, dass HIV DIE Ursache von AIDS ist: im Interview hat er gesagt, dass ein gesundes Immunsystem mit dem HI-Virus gut zurande kommt. Nun ist das ja auch mit dem Influenza-Virus so, dass Menschen mit starkem Immunsystem damit zurecht kommen, ohne schließlich an Influenza zu erkranken – liest sich daraus wirklich die Aussage ab, Influenza sei harmloser als gemeinhin kolportiert? Aber nein, da kann Montagnier sogar explizit darauf hinweisen, dass eine solche Auslegung nicht das ist, was er meint (was nämlich auch implizieren würde, das er Ansteckung und Krankheit nicht unterscheiden kann): die Autorin WEISS einfach, dass er damit sagen wollte, das HI-Virus sei harmloser als kolportiert. Nur Dogmatiker würden bei einem solchen Hinweis überlegen, ob sie ihn nicht einfach falsch interpretiert haben könnten.
Habe ich die Position von Dr. Fiala richtig verstanden: “Der Gebrauch von Kondomen in Entwicklungsländern ERHÖHT die Anzahl ungewollter Schwangerschaften und ist deshalb abzulehnen?” Ist das nur Satire? Dann bitte mit einem Smiley kennzeichnen…
skandalös dieser artikel!
Sehr geehrte Frau Goebel,
Im Namen der Gesellschaft für kritisches Denken möchte ich Ihnen zu Ihrem sensationsheischenden und schlampig recherchierten Artikel mein Beileid aussprechen. Das nächste Mal denken Sie bitte kurz nach, bevor Sie sich für einen anti-aufklärerischen Feldzug von ein paar verwirrten Möchtegern-Galileis einspannen lassen.
Ein paar weitere Gedanken finden Sie unter http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2010/07/aidsleugner-in-wien.php
Lieber Florian Breitenecker,
die wesentliche Frage ist ja, wie wir unseren Patienten am besten helfen wieder gesund zu werden, bzw. gar nicht erst zu erkranken. Daraus ergibt sich die zweite wichtige Frage, wie finden wir heraus, was die beste Therapie und Prävention ist.
Bisher war es ein anerkannter Standard der Medizin und Wissenschaft, dass einzig und allein eine transparente Diskussion verschiedener Aspekte und Erfahrungen dazu führt, den besten Zugang herauszufinden. (Evidenz based decision making) Im Gegensatz zu ideologischen/religiösen Diskussionen, die ja bekanntlich keine freie Diskussion zulassen, sondern von oben diktieren, was richtig und falsch, was ‘wahr’ und was des Teufels ist. (Decision based evidence making)
In deinem Beitrag findet sich diesbezüglich gerade ein einziger wissenschaftlicher Hinweis. Bei diesem Hinweis beziehst du dich auf angeblich 300.000 Tote in Südafrika als Folge des Mangels an Aids Medikamenten. Leider erwähnst du nicht, dass diese Zahl das Ergebnis einer reinen Computersimulation und somit fiktiv ist (Chigwedere et al). Deshalb stellt sich die Frage ob du und andere Poster auf dieser Seite die Studie überhaupt jemals gelesen hast. Oder unsere Antwort darauf, eine Analyse der tatsächlichen Daten aus Südafrika und Uganda, welche du hier findest: http://hivskeptic.files.wordpress.com/2009/09/duesbergmedhypothesessa1.pdf
Anstatt Fakten zu diskutieren und auf Argumente einzugehen ergehst du dich in deinem Posting lieber in emotionellen und falschen Unterstellungen, sowie gebetsmühlenartigen Wiederholungen deiner Überzeugungen.
Z.B. das Risiko für die heterosexuelle Bevölkerung. Bei unserem letzten Treffen hast du die Studie von Padian (die größte und längste Studie mit diskordanten Paaren) mitgebracht. Aber du hattest sie offensichtlich nicht gelesen, weil dir das Ergebnis nicht bekannt war und ich es dir erst gezeigt habe: “We observed no seroconversions after entry into the study” Immerhin dauerte die Studie 10 Jahre und zeigte keine einzige Übertragung! Andere objektivierbare Studien kommen zu dem selben Schluß. Z.B. das Robert Koch Institut in Berlin „Das Ergebnis – eine HIV-Rate, die bei schwangeren Frauen weit unter 1 pro 1000 liegt – bestätigt die Annahme, dass sich HIV bis jetzt nur gering in der heterosexuellen Normalbevölkerung verbreitet hat. Die beobachtete geringe Infiziertenrate könnte ein Hinweis auf eine Überschätzung der tatsächlichen Anzahl der Infizierten sein”. Eine Untersuchung unter Präsenzdienern in Österreich habe ich selbst gemacht – wieder kommt das gleiche Ergebnis heraus. So dass Dr. Chin, der immerhin Leiter der epidemiologischen Unit bei UNAIDS war und die weltweiten Zahlen besser kennt als jeder andere, zu dem Schluß kommt: “Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung der Welt hat ein nicht nachweisbares Risiko für HIV”. (Interview in dem Film ‘House of Numbers’)
Dafür führen die Kondomkampagnen u.a. zu vielen ungewollten Schwangerschaften und damit zu Abbrüchen. Weil Kondome bekanntermassen nur mittelmässig wirksam als Verhütungsmittel sind (Pearl Index von 15). Bei etwa 1/3 aller Abbrüche in Österreich haben sich die Paare auf das Kondom verlassen, u.a. weil in der Öffentlichkeit suggeriert wird, dass diese sicher schützen. Wer übernimmt denn die politische Verantwortung für diese negativen Folgen der undifferenzierten Kampagnen? Darf ich dir und deinen Kollegen diese Patientinnen überweisen, damit du ihnen das mit dem Kondom erklärst und die Abbrüche vornimmst? Und was hast du den Frauen damals in Malawi gesagt, die trotz oder wegen Kondom schwanger wurden und keinen legalen Abbruch durchführen lassen konnten, weil das dort verboten ist? Und die dann teilweise halb tot in die Notaufnahme kamen, weil sie es selbst versucht haatten. Ich weiß wovon ich spreche, weil ich diese Situationen als ‘Routine’ erlebt habe. Oder bist du für die negativen Auswirkungen deines Engagements nicht zuständig?
Wie lange wird es dauern, bis die Fakten, die seit vielen Jahren bekannt sind endlich auch offiziell eingestanden werden, nämlich dass es für die heterosexuelle Bevölkerung kein nachweisbares Risiko gibt? Weil sich HIV offensichtlich dort nicht ausbreitet. Wann wird der heterosexuellen Bevölkerung endlich reiner Wein eingeschenkt anstatt sie weiterhin mit falschen Bedrohungen zu verunsichern?
In der Zeit vor Aids war es ein anerkannter Standard in der Medizin, dass nur eine transparente Diskussion verschiedener Argumente ermöglicht das beste Vorgehen herauszufinden. Dann kam Aids und seither ist alles anders. Seither wird jede transparente Diskussion verhindert, werden kritische Überlegungen unterdrückt oder pauschal als unqualifiziert öffentlich angeprangert und Patienten haben schon gar nichts mehr melden. Zumindest keine kritischen Fragen zu stellen. Journalisten, die ihren Job machen, anstatt lediglich als Hofberichterstatter zu funktionieren, werden gemobbt. Und wir sind leider bereits (wieder) soweit, dass gewisse wissenschaftlichen Argumente zensuriert werden, weil die Meinung angeblich ‘gefährlich’ ist. Details dazu habe ich weiter unten in einem Posting aufgeführt.
Selbst für Beobachter, die kaum etwas über HIV/Aids wissen ist offensichtlich, dass die Vertreter der HIV/AIDS Panik wenig Argumente für ihre Position haben und in ihrer Verzweiflung zu bekannten Mitteln der Manipulation und Machtausübung greifen. Dazu passt auch die Beobachtung, dass viele Poster ihre emotionellen Äußerungen anonym posten, offensichtlich wäre es zuviel verlangt, dass sie mit ihrem Namen für eine Position einstehen. Man stellt sich deshalb die Frage, was als nächstes kommt und wie lange es dauern wird bis wieder Bücherverbrennungen stattfinden.
Dein Vater war einer der besten Pathologen, weil er ein tiefes Verständnis von dem hatte, was er tat. Schade, dass es dir so schwer fällt seinem Beispiel zu folgen und dich sachlich mit deinem Beruf auseinanderzusetzen, anstatt emotionell.
Falls du trotzdem Evidenz basierte Medizin ernst nimmst, könntest du das nächste Mal z.B. konkret zu unserer Publikation von letztem Jahr Stellung nehmen, sie ist online, obwohl offiziell zensuriert.
http://hivskeptic.files.wordpress.com/2009/09/duesbergmedhypothesessa1.pdf
Viele Grüsse
Christian
DDr. Christian Fiala
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Wien
Sehr geehrte Frau Goebel
Mit Schrecken mußte ich ihren Werbetext zum Thema AIDS-Denialism lesen. Mit ihrem un-recherchiertem Artikel haben sie tausende Doktoranden, PostDocs,Ärzte, TAs und sonstige Mitarbeiter im wissenschaftlichen Umfeld faktisch ins Gesicht geschlagen. Über die einzelnen inhaltlichen Mängel haben sich einige Schreiber vor mit schon geäußert. Sie sollten sich schämen einen solches Pamphlet geschrieben zu haben.
Ohne Grüße Conrad S
Mit diesem Artikel haben Sie ja Verschwörungstheoretikern und AIDS-Leugnern einen großen Gefallen gemacht.
War das Absicht, oder waren Sie einfach naiv?
Grundsätzlich darüber zu berichten, wie AIDS in der Bevölkerung wahrgenommen wird, und wie sich das über die Jahre verändert hat, ist durchaus interessant. Auch finde ich es gut, wenn man über neue Erkenntnisse und auch Unklarheiten berichtet. Auch hätte man über die AIDS-Leugner-Szene berichten können, aber…
Bereits am Anfang des Profil-Artikels verspielen sie alles: “Der Aids-Mythos” … “kratzen immer mehr Kritiker am herrschenden Dogma der Immunschwächekrankheit”
Haben Sie solche unreflektierten AIDS-Leugner-Propaganda-Schlagzeilen wirklich nötig?
Sehr geehrte Frau Goebel,
leider kommt Ihr aufklärender Artikel, der endlich mit dem Mythos AIDS aufräumt, für mich persönlich zu spät. Aber der Reihe nach.
Als Biologie-Lehrer mit Grundsätzen habe ich meinen Schülern immer das wissenschaftlich Überzeugende und ethisch Vorbildliche nähergebracht. Gerade bei AIDS habe ich mich besonders an diese Maxime gehalten und habe mich im Unterricht an den Grundlagen von Christian Fiala zur Übertragung von HIV und an der Molekularbiologie eines Peter Duesberg über den fehlenden Zusammenhang von HIV mit AIDS orientiert. Aber, Sie ahnen es vielleicht schon, eines Tages hat mir der Direktor der Schule aufgetragen, gegenüber Schutzbefohlenen nur das zu vertreten, was von den Inspektoren und Lehrplänen ausdrücklich gutgeheißen wird. Als engagierter Lehrer habe ich dieses Ansinnen als Zensur einer stalinistischen Behörde vehement zurückgewiesen. Es drängte sich auf, dass der Direktor von zwei Ärzten, deren Kinder meine Schüler waren, angehalten wurde, dafür zu sorgen, dass die Inhalte meines Unterrichtes so gestaltet werden sollen, wie diese Erfüllungsgehilfen der Pharmaindustrie es für richtig hielten. Zur Unterstützung holte ich den Rat von Wissenschaftlern ein (u.a.die Professoren Honsik und Irving, mein zweites Fach war Geschichte), die bereits Erfahrungen hatten, wie in solchen Situationen die Wahrheit am wirksamsten durchzusetzen gewesen wäre. Es nützte alles nichts, meine Kollegen begannen mich zu mobben, meine Frau kränkelte, und verlangte von mir „Herbert, lass das“. Am Ende stand Scheidung und Pensionierung.
In der Pension hat mir mein Bekannter Etald Swadler geholfen, mich von meinem Burn-out zu erholen. Auf sein Wirken hin, war ich dann für die Pfarrjugend seiner Gemeinde als Fortbildner tätig. Auch in dieser Tätigkeit war mir die Vermittlung von kritisch hinterfragtem Wissen ein großes Anliegen, der rote Faden meines Lebens! Als eines Tages ein Dorfbewohner an AIDS erkrankte, und die Pfarrjugend in die Betreuung involviert war, sah ich meine Stunde gekommen, die Wahrheit über die Schädlichkeit der HIV-Therapie am Menschen umzusetzen. Aber es kam anders. Die Caritas, die inzwischen für AIDS Projekte Geld sogar aus den Taschen irregeleiteter Jugendlicher lockte, hatte die dortige Jugend flächendeckend indoktriniert und verlangt, dass ich nicht mehr als Fortbildner eingesetzt werden darf. Schon länger hatte ich Vermutungen, aber das war nur mehr durch Geldflüsse von der Pharmaindustrie an die Caritas erklärbar.
Nun, die Rolle der Pharmaindustrie, beim Etablieren des Mythos AIDS, haben sie für alle leicht verständlich dargestellt. Gerade jetzt, wo mit der internationalen AIDS Konferenz, Österreich Gefahr laufen könnte, von der AIDS Maschinerie niedergewalzt zu werden, haben sie ein mutiges Zeichen gesetzt, und aufgezeigt, dass Österreich Widerstand leisten wird und deshalb nicht als verloren gelten kann. Großen Dank dafür.
Mit einem ganz lieben Gruß
Herbert Unbedarft
Sehr geehrte Frau Goebel,
dass sie nach ihrem in bester Verschwörungstheoretiker-Manier schwer verunglückten Beitrag immer noch Mitglied der Profil-Redaktion sind irritiert mich zutiefst. Ihr Beitrag reißt ein tiefes Loch in den weithin guten Ruf dieses Magazines.
Fassungslos.
Roman Wallner
Hat der Wahnsinn Methode oder ist es einfach nur passiert, dass profil bereits zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Jahre den Aids-LeugnerInnen das Wort redet? Anstatt sich mit den wirklich dringlichen Problemen in diesem Themenbereich zu beschäftigen – z.B. wie man es bewerkstelligen könnte, die 10 Millionen Betroffenen weltweit, die dringend eine antiretrovirale Therapie bräuchten, entsprechend zu versorgen und die laufenden Therapieprogramme aufrecht zu erhalten und warum Österreich dazu keinen Beitrag leistet – wird einmal mehr einem Christian Fiala, Gynäkologe und Hobby-HIV-Experte, eine Plattform zur Verfügung gestellt, seinen Uralt-Unsinn neu aufzuwärmen.
Dass es keine vaginale HIV-Übertragung gäbe und antiretrovirale Medikamente vor allem toxisch seien, ist eine Behauptung, die nicht nur falsch sondern fahrlässig und gefährlich ist. Fialas Wissensstand entspricht dem der 80er Jahre, er behauptet Unwahrheiten, verdreht Tatsachen und misinterpretiert wissenschaftliche Fakten. Seriöser Journalismus hätte das durchschauen müssen. Was außerdem in Göbels Artikel unerwähnt bleibt ist, dass Fiala als Berater des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Mbeki fungiert hat, der durch die Verweigerung seinen Landsleuten eine HIV-Therapie zur Verfügung zu stellen, traurige Berühmtheit erlangt hat. Über 300000 Menschen sind schätzungsweise dieser verfehlten Politik zum Opfer gefallen, die Fiala mit zu verantworten hat. Auch in Österreich gibt es zumindest einen Fall, wo Fiala die Mutter eines HIV-infizierten Kleinkinds dahingehend berät, das Kind nicht mit antiretroviraler Therapie zu behandeln. Das Kind wäre mit einer schweren Lungenentzündung fast auf der Intensivstation verstorben!
Profil hat mit diesem Beitrag dem Kampf gegen HIV aber auch dem österreichischen Journalismus einen großen Schaden zugefügt, ein gutes Beispiel für schlechten Journalismus
Höchstes Lob, Herr Professor Deppert, für was? Weder im Eingangstext von Frau Goebel zu diesem blog noch in dem Beitrag „Der Aids Mythos“ kann ich irgendeine nennenswerte Recherche finden. Noch sehe ich hier nicht, wo sich mehr „wissenschaftliche Sachlichkeit und Verantwortbarkeit“ auftun würde. Die uralten angeführten Patientengeschichten sind banal und wenig hilfreich in der Diskussion.
Weder auf die erwähnten Fakten von Rainer Brandl noch auf die von mir aufgezeigten wird bislang hier eingegangen. Aber wie sollen auch „Aids-Kritik-Theoretiker“ , die sich noch nie mit der Immunologie, den begleitenden Stoffwechselprozessen von HIV-Patienten und den Folgen einer zu späten antiretroviralen Therapie beschäftigt haben, sich wissenschaftlich sachlich und verantwortbar zu Wort melden?
Es ist müßig immer wieder die Existenz von HIV in Frage zu stellen sowie HIV als wesentliche Ursache für eine Entwicklung in Richtung Aids, wenn man das Abfallen der Helferzellen unter 200, unter 100 bis in die Nähe von Null und gleichzeitiges Ansteigen der HI-Viruslast in zum Teil schwindelerregende Höhen sowie die Entwicklung von schweren opportunistischen Infektionen, Kaposi und Wasting hat miterleben oder beobachten können bzw. in der Anamnese eine solche Entwicklung erfährt.
Dies auch bei Patienten, die überhaupt nichts von Ihrer HIV-Infektion wußten und erst im Zustand einer opportunistischen Infektion erstmals von einem HIV-positiven Test erfahren und gleichzeitig die Aids-Diagnose erhalten. Mithin ist auch nicht die Psyche eine Hauptursache, was ja häufig von Aids-Kritikern postuliert wird.
Es ist müßig immer wieder die Toxozität der HIV-Medikamente anzuprangern, wenn man beobachten kann, wie diese Medikamente HIV-Patienten helfen schwere Krankheitsepisoden zu überwinden. Wer mit HIV-Patienten zu tun hat, weiß, daß sich das Immunsystem durch die Senkung der HI-Viruslast in der Regel wieder erholt.
Mit anderen Worten, HIV-Medikamente sind bei vielen HIV-Patienten zwingend notwendig. Gleichwohl könnten viele HIV-Patienten viel länger ohne diese Medikamente leben, wenn sie über die Chancen einer fundierten alternativen Therapie informiert wären, wenn es mehr qualifizierte Therapeuten auf diesem Gebiet gäbe und wenn es finanzielle Hilfen für einen Teil der Patienten geben würde für eine alternative Therapie ohne Chemie. Viele Nebenwirkungen und Folgekrankheiten könnten verhindert oder gemindert werden, wenn sie über die Möglichkeiten einer komplementären Therapie informiert wären.
Ich möchte aber nicht mißverstanden werden als blinder Befürworter der antiretroviralen Therapie. Meine Aufgabe sehe ich in erster Linie darin HIV-Patienten mit biologischen Therapien zu unterstützen, damit sie möglichst lange ohne die chemischen Medikamente leben können. Ich kenne aber auch die Grenzen der biologischen Therapie und lasse es nicht zu wie andere Aids-kritische Therapeuten, daß unter biologischer Therapie die Helferzellen bis an die Null-Grenze abfallen oder gar schwere opportunistische Infektionen wie PcP oder CMV-Retinitis entwickeln oder gar fortgeschrittenes Kaposi.
Es ist richtig, daß in den Anfangsjahren von HIV und Aids viele Patienten durch AZT ins Jenseits befördert wurden. Aber ohne diese Therapie hätten die meisten dieser Patienten auch nicht überlebt. Es ist aber ebenso Fakt, daß viele – auch mir bekannte – HIV- und Aids-Patienten dank der falsch verstandenen HIV/Aids-Kritik und der Orientierung an Aids-Dissidenten wie Duesberg, Köhnlein, Sacher, Kremer u.a.m. an schweren opportunistischen Infektionen, Kaposi und Wasting erkrankten und teilweise mit dem Leben bezahlen mußten.
Ein fanatisch Aids-kritischer HIV-Patient wartete so lange bis er sich in stationäre Behandlung begab, daß er bereits nach einem Tag Klinikaufenthalt verstarb.
Diese Fakten sollten Aids-Kritik-Theoretiker endlich zur Kenntnis nehmen und es unterlassen immer wieder von neuem dafür empfänglichen HIV-Patienten trügerische Hoffnungen zu machen und sie in die Irre zu leiten.
gelobt sei dieses Land, in dem Theaterwissenschaftler über medizinische Themen schreiben.
Bitte tun Sie das _nie_ wieder, haben Sie Mut zur Lücke.
AIDS-Leugnern auf den Leim zu gehen ist eine Sache, aber das dann auch noch veröffentlichen ist peinlich.
Nach welchen subjektiven Witz-Kriterien haben Sie die illustren Esoterik-Spinner für Zitate auserwählt?
Werden Sie sich für diesen Schwachsinn auch rechtfertigen?
Abartig.
Wenn übrigens jemand interessiert ist, einen Artikel aus “Nature” zu lesen, in dem Duesberg seine Thesen darlegen konnte (“HIV an illusion”, aus dem Jahr 1995: taufrisch, wie gesagt), bitte sehr:
http://www.nature.com/nature/journal/v375/n6528/pdf/375197a0.pdf
Später wurde auch eine Stellungnahme von Wissenschaftern GEGEN die Durban Declaration (wie diese selbst auch, im Jahr 2000) in Nature veröffentlicht (“The Durban Declaration is not accepted by all”, 2000; nächster Link). Einer der Unterzeichner: Duesberg. Die Durban Declaration, in der Wissenschafter die These befürworten, HIV sei die (also DIE) Ursache von AIDS, ist von Montagnier unterschrieben und mitinitiiert worden. Schauen Sie mal:
http://www.nature.com/nature/journal/v407/n6802/full/407286a0.html
Aber DANACH haben die Schweine sicher begonnen, eine Veröffentlichungssperre über Duesberg zu verhängen. Zur Strafe für diese nie erfolgte Sperre hat Duesberg dann Südafrikas Thabo Mbeki beraten, der dann nicht so ein Weichei war wie dieses stalinistische Journal: der Zugang (nicht die Verpflichtung) zu antiviralen Medikamenten für Teile der betroffenen Bevölkerung musste gerichtlich erzwungen werden – aber wie soll man sich denn gegen Vertuscher und Zensurierer wehren außer durch staatliche Verbote und Hürden? Sie wissen schon: wo der Hammer hängt, und so; hätte er etwa auf ausgewiesene Dogmatiker hören sollen?
Ach ja: für Leute, die eine Ablehnung eines Aritkels in einem Peer-Review-Verfahren nicht von staatlicher Zensur unterscheiden können, gibt es sogar noch einen Artikel in Nature (“The freedom not to listen”):
http://www.nature.com/nature/journal/v395/n6705/full/395856b0.html
All diese Artikel sind aber auch verflixt schwer zu finden: Sie müssen dazu die Fähigkeit besitzen, die Homepage von Nature zu finden (eine Stecknadel im Heuhaufen, ich sage nur: puuuh), ins Suchfeld einzugeben (Achtung! Da steht zu Verwirrung “Search” daneben), und dann auch noch die Enter-Taste bis zum Anschlag niederzuringen. Allerdings: das Journal erlaubt keinen “open access”, Sie müssen den Aritkel also entweder kaufen (wofür sie subscriben müssen, danach auf eine Blacklist kommen und Nature Ihr Leben zerstört, wie ich erfahren habe), oder sich an einen Uni-Computer setzen (da werden ihre Fingerabdrücke abgeschabt, um einen willfährigen Klon anzufertigen, der sie nach Ihrer Liquidierung ersetzen wird). Einfach unglaublich, diese intriganten
Ja, das ist natürlich extrem spannend: Da werden Fälle aus den frühen Neunzigern geschildert, als ob sie Breaking News wären. Die Aussagen Duesbergs, die ja nun auch nicht gerade taufrisch sind, werden aufgetischt, als wären sie nicht schon in etlichen wissenschaftlichen und nichtwissenschafltlichen Communities bist zum Erbrechen diskutiert worden. Die spektakulären Aussagen Montagniers, die alle so skandaloös finden, erweisen sich trotz gegenteiliger Behauptung im Artikel als billigster Common Sense, und besagen natürlich mitnichten, dass er HIV für harmlos hält. Um das Herzerl zu treffen, geht man mit Einzelschicksalen hausieren, die das Thema nicht einmal berühren, und zitiert die nicht behandelten Patienten, als hätten sie eine Expertise: sehr wichtig, dass xy es für möglich hält, eine Selbstheilung sei eingetreten – oder das yx die bösen Medikamente wegen der Nebenwirkungen nicht nimmt. Ein “denkbares” Szenario wird eingeführt, wo Unbedarfte ein plausibles durchaus erwarten könnten; und Fragen, die mit “Wie sonst könnte man erklären, dass…” eingeleitet werden, existieren natürlich, um den Denkprozess in statu nascendi abzuwürgen und die Antwort im selben Atemzug zu liefern. Die unkritischen Dogmatiker, die einfach nicht kapieren wollen, dass das alles wasserdichte Anhaltspunkte sind, können sowieso froh sein, dass man nicht ihre Urlaute, Rülpser und Pupse zitiert hat, die ihre vor Ahnungslosigkeit strotzenden Stellungnahmen beinahe übertönt haben.
Als hätte Murdoch profil übernommen und Glenn Beck als Muse installiert.
Und jetzt kommt’s dicke von den ganz Kritischen: Ja, was bedeutet ein einzelner HIV-Test aus dem Jahre Schnee für Personen, die keiner Risikogruppe wie der Somoflexukalität angehören wirklich? Kann BITTE jemand eine Frage auf diese Antwort geben, und zwar möglichst eine zwanzig Jahre alte? Denkbar wäre eine Verschwörung. Wie sonst könnte man erklären, dass Duesbergs Thesen in angesehenen Journals nicht publiziert wurden als mit stalinistischen Nazi-Propagandisten und ihren bezahlten Lakaien, die alle Ebenen besetzen und nicht davor zurückschrecken, einen Artikel abzulehnen? Wenn Sie sich festsetzend in solcherlei Überlegungen einbuttern möchten, essen Sie Ihren Beipackzettel: sollten Sie dann keinen Schnupfen bekommen, sollten Sie dann keinen Schnupfen bekommen, haben Sie AIDS widerlegt. Offensichtlicher geht’s nun wirklich nicht mehr. Es folgt ein brandaktueller Artikel zum Thema “Dotcom – Zukunft oder Blase?”
Sehr geehrte Frau Goebel,
höchstes Lob kann ich Ihnen für Ihren gut recherchierten Artikel aussprechen; denn vor vielen Jahren habe ich mich als Wissenschaftstheoretiker bereits mit der wissenschaftlichen Kontroverse um die HIV-AIDS-Hypothese beschäftigt, mit dem damaligen Ergebnis, daß die Faktenlage noch keinen Entscheid darüber zulasse, welche der verschiedenen AIDS-Entstehungstheorien der Vorzug zu geben ist; da die verschiedenen Parteiungen ihre Hypothesen durch die selben Meßresultate stützten. Damals wurden derartige Aufsätze von den jeweiligen Medien nicht abgedruckt, so daß ich mich in die Diskussion gar nicht einschalten konnte. Und als ich dann erfuhr, daß man über die Artikel von Peter Duesberg in verschiedenen “wissenschaftlichen” (wie etwa in “Nature”) Zeitschriften sogar eine Veröffentlichungssperre verhängt worden war, wurde mir klar, daß die HIV-AIDS-Kontroverse nicht mehr mit wissenschaftlichen Mitteln ausgetragen wurde. Dies war eine Situation, die man nur mit dem Stalinschen Lyssenkoismus vergleichen kann. Ich habe mich dann ersteinmal sehr enttäuscht von der nur scheinbar wissenschaftlichen Gemeinschaft der “Epidemiologen” zurückgezogen. Dann habe ich es später noch einmal in WIKIPEDIA versucht, wenigstens an dem HIV-AIDS-Dogma ein paar Fragezeichen anzubringen. Aber da ist man über mich hergefallen, so daß ich vermuten muß, daß es sich dabei um bezahlte Aufpasser handelt, die nur die Aufgabe haben, jeden Zweifel über die HIV-AIDS-Hypothese brutal auszurotten. Leider müssen wir inzwischen davon ausgehen, daß Millionen von Menschen gestorben sind, weil eine wissenschaftliche Diskussion zur Aufklärung der AIDS-Entstehungs-Problematik über viele Jahre nicht mehr möglich war. Und sie ist bis heute noch immer nicht.
Darum haben Sie, verehrte Frau Goebel, nun endlich einen Versuch gemacht, die Tür zu mehr wissenschaftlicher Sachlichkeit und Verantwortbarkeit wieder etwas zu öffnen. Haben Sie vielen Dank dafür! Und lassen Sie sich nicht beirren durch bezahlte Hetzkampagnen.
Mit herzlichem Gruß
Wolfgang Deppert
…Im November 1990 klingelte bei B. das Telefon. Sie wohnte in Florida, war 45 Jahre alt und Mutter von drei Söhnen. Der Anrufer bat sie, noch einmal die Klinik aufzusuchen, in der man kürzlich ihre Schilddrüse untersucht und dabei auch ein Blutprobe entnommen hatte. Im Krankenhaus eröffnete man ihr, sie habe AIDS. Die Ärzte konnten ihr nicht sagen, wie lange sie noch zu leben habe. In den nächsten Monaten saß B. ständig vor dem Fernseher, um nicht dauernd an die Krankheit denken zu müssen. Nachts befielen sie düstere Gedanken: Wie werden meine Kinder das aufnehmen? Wie werden die Leute mit ihnen umgehen, wenn sie davon wissen? Und in welchem Kleid möchte ich beerdigt werden?
Im Jahr 1992 verschrieb ihr ein Arzt Didanosin, einen Wirkstoff der die Reproduktion des HI-Virus hemmt. Das Mittel hatte schwere Nebenwirkungen, darunter Erbrechen und Erschöpfung. B. schloss sich einer örtlichen Selbsthilfegruppe von AIDS-PatientInnen an. Nach einiger Zeit bemerkten die Ärzte, dass die Konzentration der T-Zellen in ihrem Blut unverändert hoch waren – eigentlich ein gutes Zeichen-, und schlugen daher einen weiteren HIV-Test vor. Im November 1992 wurde Betty erneut in das Krankenhaus gebeten. Dort begrüßte man sie mit den Worten: “Wissen Sie was? Ihr HIV-Test ist negativ!”
Betty verklagte ihren Arzt, die Klinik und die Gesundheitsorganisation in Florida, die den ersten Test durchgeführt hatte, auf Schmerzensgeld für die zwei Jahre lang erlittenen Qualen. Das Gericht sprach ihr 600.000 Dollar zu.
(aus: Gert Gigerenzer “Das Einmaleins der Skepsis – über den richtigen Umgang mit Zahlen und Risiken” S. 163-164 Berlin, 2002)
“Das Virus verbreitet sich nicht nur mit Hilfe von Lügen, sondern auch von Mythen” (ebenda: S. 171)
Was bedeutet ein positiver HIV Test für Personen, die keiner Risikogruppe (Homosexualität, Drogenabhängige, Bluter) angehören wirklich? Welcher Anteil von Männer mit positivem Testgergebnis ist wirklich infiziert? Von 10.000 Männern, bei denen keine riskante Lebensweise bekannt ist, werden durchschnittlich 2 positiv getestet und 1 Ergebnis davon ist fasch positiv.
= 50%ige Häufigkeit von falsch-positiven Testergebnissen außerhalb der Risikogruppe.
Wer sich fortsetzend mit kritischen wissenschaftlichen Gedanken rund um das HIV-Adis Konstrukt auseinandersetzen möchte:
http://www.science-and-aids.org/ 16./17.Juli 2010 in Wien
Sehr geehrte Frau Goebel!
Ihr Artikel „Aids-Mythos“ ist einseitig orientiert und kocht nur alte überholte Argumente neu auf ohne fundierte Fakten und hilft keinem einzigen HIV-Patienten.
Das beginnt schon damit, daß Sie die weltweit existierende Krankheit „’Aids“ in der Überschrift als „Mythos“ verniedlichen und sie wiederholt von „Aids-Test“ sprechen, obwohl es einen solchen nie gegeben hat. Ein HIV-Test weist lediglich HIV-Antikörper nach und kein Aids. Von Aids kann nur gesprochen werden, wenn eine Aids-definierende Erkrankung vorliegt.
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie die Äußerungen von Luc Montagnier derart verdreht dargestellt werden können. Er spricht nur davon, daß ein gesundes Immunsystem eine Infektion mit „ein paar Viren“ binnen drei Wochen aus dem Körper ausscheiden könne und daß der Virus bessere Chancen hat, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Das ist wahrlich nichts neues. Bei den meisten HIV-Infektionen dürfte es aber um mehr als ein paar Viren gehen, was sich oftmals bereits an den gravierenden Symptomen in der Zeit der Primärinfektion offenbart.
Auch daß es im Einzelfall einen positiven HIV-Test aufgrund von Kreuzreaktionen geben kann ist nichts neues. Deshalb sollte ja nach Vorliegen eines positiven HIV-Testes auch eine weitere Abklärung erfolgen hinsichtlich der tatsächlich vorliegenden Immun- und Stoffwechsellage. Insbesondere bei sehr niedrigen Viruslasten sollte an diese Möglichkeit gedacht werden.
Dr. Köhnlein sollte sich mal neue Argumente einfallen lassen anstatt die seit 15 Jahren allseits bekannten und überholten AZT-Floskeln. Stattdessen sollte er lieber über seine eigenen HIV-Patienten sprechen, die ohne HIV-Medikamente nicht überlebt hätten. HIV-Medikamente sind keine Zuckerbonbons, helfen aber weltweit seit 1996 vielen HIV-Patienten weiter zu leben.
Gegen die Toxizität kann man etwas tun mit komplementärer Therapie. Darum muß sich aber jeder Patient selbst kümmern, da HIV-Schwerpunkt- und HIV-Uni-Ärzte dies nicht leisten können. Viele Nebenwirkungen und Folgekrankheiten entstehen nach meiner Erfahrung nur aufgrund bereits vor Beginn der Kombitherapie bestehenden Stoffwechsel- und Immundys-regulationen sowie Mikro- und Makronährstoffdefiziten. Diese können natürlich durch die Kombimedikamente noch verstärkt werden oder auch durch diese entstehen.
Daß ein gesundes Immunsystem eine Infektion mit HIV eher abwehren kann ist ein alter Hut und keineswegs eine Neuentdeckung von Luc Montagnier. Ein gesundes Immunsystem kann Viren aller Art mit den natürlichen Killerzellen eliminieren ohne daß es zu einer Antikörper-bildung kommen muß. Dennoch ist das keine Garantie, daß ein Immunsystem das dauerhaft schafft. Wie bei allen viralen Infektionen spielen viele begleitende Faktoren hinsichtlich der weiteren Entwicklung eine Rolle. Das erklärt auch, daß Menschen mit einem gesunden Immunsystem und einer gesunden Lebensweise 18, ja sogar 22 Jahre symptomlos mit HIV leben konnten, wohingegen andere schon sehr früh mit den Kombimedikamenten beginnen müssen.
Aids-Kritiker wie Köhnlein, Duesberg und Fiala ignorieren, daß viele HIV-Patienten dank ihrer Orientierung an der herkömmlichen HIV/Aids-Kritik bittere Erfahrungen machen mußten durch schwere opportunistische Infektionen, Kaposi und Wasting bis hin zu Todesfolgen. Davon erfahren diese Aids-Kritiker aber wenig, weil solche Aids-Patienten sich nicht mehr aus dem Jenseits melden können.
Ein solcher ehemaliger Aids-Kritiker meldete sich im vergangenen Jahr bei mir nachdem er nach 3-monatiger stationärer Behandlung bei 8 Helferzellen eine schwere Kryptokokkose mit vielen Begleitdiagnosen mühsamst überstanden hatte und durch die notwendige chemische Therapie taub wurde. Ohne die Therapie hätte er nicht überlebt. Der Patient wollte mich warnen, falls ich noch glauben würde, daß es keinen HI-Virus gäbe. Er wisse jetzt, daß es HIV gebe, da er trotz gesunder Lebensweise, aber ohne Kondumbenutzung, schwer erkrankte.
So ging es auch einem anderen Patienten, der die Kombimedikamente bei 200 Helferzellen wegen Nebenwirkungen absetzte und ebenfalls mit 8 Helferzellen eine schwere Kryptokokkose entwickelte und durch die Therapie blind wurde. Ohne Therapie hätte er nicht überlebt.
Die Geschichten unnötiger Todesfälle, die die HIV/Aids-Kritik zu verantworten hat, will ich mir hier ersparen. Wer von den Aids-Kritikern kann solche Entwicklungen und unnötige Todesfälle durch nicht rechtzeitige Einnahme von HIV-Medikamenten verantworten?
Die sachlich fundierten Argumente von Rainer Brandl kann ich in vielen Teilen voll unterstützen, da sie sich an der Wirklichkeit orientieren. Auf dieser Basis kann man ernsthaft diskutieren. Dennoch möchte ich zu einigen Aussagen kritische Anmerkungen machen.
1. „Menschen, die nachgewiesen HIV-positiv sind, die bleiben HIV-positiv und erkranken bis auf wenige Ausnahmen in ihrem späteren Leben an Aids.“
Sorry, aber das ist auch eine etwas altmodische Darstellung des Geschehens. Man müßte zumindest dazu sagen, daß man gegen eine Entwicklung von Aids etwas tun kann und damit meine ich nicht nur die HIV-Medikamente. HIV alleine macht kein Aids, es mag allenfalls der wichtigste Faktor sein, der eine Immunschwäche auslösen bzw. begünstigen kann. Auf dem Weg zu Aids spielen nach meiner Erfahrung viele weitere Faktoren eine Rolle wie die Immunaktivierung, Entzündungsgeschehen, Darmsituation, Glutathion, Mikronährstoffe, Ernährung, Streß, Lebensweise usw. Da wäre noch vieles zu tun, womit man auch die Zeit ohne Kombimedikamente wesentlich verlängern könnte. Ich weiß, das können HIV-Ärzte nicht leisten.
2. „Man lebt heut relativ(!) problemlos mit der Therapie und bekommt kein Aids.“
So rosig ist es nun leider auch nicht. In anderen Beiträgen zum Wiener Aids-Kongreß kann man lesen, daß 94 % der Befragten an körperlichen und seelischen Nebenwirkungen leiden. Auch, wenn hier offensichtlich keine HIV-Patienten befragt wurden, die wenig bis keine Nebenwirkungen haben, so ist es eine Tatsache, daß viele HIV-Patienten Nebenwirkungen und Folgekrankheiten haben, die vermeidbar wären, wenn sie eine komplementäre Therapie nutzen würden und dazu finanzielle Unterstützung erfahren würden. Und es dürfte auch Ihnen bekannt sein, daß heute HIV- und Aids-Patienten eher aufgrund von mitochondrialer Toxizität (die weitestgehend vermeidbar wäre) an Organversagen sterben (Leber/Herz).
3. „Behandelt wird immer nur der, der es braucht.“
Nun, wer aufmerksam in HIV-Foren liest wird erstaunt sein, daß es HIV-Schwerpunktärzte gibt, die selbst bei 500 oder 600 Helferzellen die Kombi empfehlen, selbst wenn nur starkes Schwitzen als Symptom vorliegt. Oder daß selbst im Rahmen der Münchener ERA-Studie frisch infizierte HIV-Patienten bei guten Helferzellen eine Mega-Kombi mit 5 Medikamenten (6 Substanzen) über Jahre erhalten.
Fakt ist leider auch, daß bei jedem neuen HIV/Aids-Kongreß nur neue Nebenwirkungen und Folgekrankheiten beschrieben werden, was den HIV-Patienten ebensowenig hilft wie niveau-lose HIV/Aids-Kritik. Die Zeit ist längst überfällig, daß eine stärkere Zusammenarbeit mit HIV-kompetenten Naturheilärzten und Heilpraktikern ins Auge gefaßt werden sollte um HIV-Patienten darin zu unterstützen, daß sie möglichst keine Nebenwirkungen und Folgekrank-heiten entwickeln oder solche mit biologischer Medizin gelindert oder beseitigt werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Wilfried Bales, Heilpraktiker
Naturheilpraxis mit Schwerpunkt Immuntherapie bei HIV/Aids
http://www.helferzelle.de
Sehr geehrte Frau Goebel,
Ich möchte nicht auf alle Halbwahrheiten und vermeintliche Dogmenwiderlegunen in Ihrem Artikel eingehen. Dazu habe ich zu wenig Kraft und das würde den Rahmen eines Blogkommentars sprengen. Ich nehme nur zu einigen Punkten Stellung.
1. Es beginnt bereits damit, dass das Beispiel von Frau Petra S. aus der Anfangszeit der HIV Betreung und Behandlung, als man nur einen Test (der eben manchmal falsch positiv war) verwendete, nicht zielführend ist.
2. Es besteht kein Zweifel daran, dass unverhältnismäßig mehr Geld in die HIV Behandlung fliesst als für andere Krankheiten. Das ist auch Dr. Fialas Hauptkritikpunkt. Jedoch AIDS gegen andere Krankheiten auszuspielen ist falsch und gefährlich. Vielmehr sollte man mehr Geld auch für andere vernachlässigte Krankheiten (wie die Schalfkrankheit, Kala Azar oder eben Malaria) fordern. Ich erinnere nur daran, dass man für div. Bankenrettungpakette gerade hunderfache Summen ausgegeben hat. Auch haben die Massnahmen der reichen Länder gegen die “Schweinegrippe” (Impfungen, Masken, Tamiflu Tabletten) über 20 Milliarden Dollar gekostet. Dass nun gut 5 Millionen Menschen vorwiegend in Afrika mit den paar Milliarden Dollar, die Sie so anprangern, behandelt werden, sollte doch als ein gewisser Erfolg anerkannt werden…
Es stimmt aber auch nicht, dass es im Kampf gegen Malaria keine Fortschritte gab. Gerade in den letzten Jahren kamen neue, sehr effektive Medikamente auf den Markt und es werden auch massiv Mosquittonetze verteilt.
3. Auch ist es unbestreitbar, dass man mit Schätzungen der HIV Infektionen in der Vergangenheit falsch lag. Erst vor 3 Jahren wurde die geschätzte Gesamtzahl der Inifizierten von 40 auf 33 Millionen gesenkt. Das lag hauptsächlich an genaueren epidemiologischen Statisitken aus Indien, wo man sich um 5 Millionen verschätzt hat.
3. Zumindest im Setting, in dem ich gearbeitet habe (Südostasien), wurde bei koinfizierten Patienten die Tuberkulose immer zunächst behandelt, bevor man die eigentliche HIV Behandlung anging. Das ist eigentlich Standard in allen nationalen Behandlungsrichtlinien.
4. Zu den Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie: haben Sie jemals den Beipacktext von Aspirin gelesen? Die Nebenwirkungen auch der alten antiretroviralen Mittel treten meist in den ersten 6 Monaten auf, sind gut beherrschbar, deshalb werden die Patienten zu Beginn sehr engmaschig betreut.
5. Niemand Vernünftiger stellt die Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen in betroffenen Ländern in Frage. HIV Infektion und Hygiene gehen Hand in Hand, die heterosexuelle Ausbreitung in armen Ländern (die ich bei meinen PatientInnen sehr wohl beobachtete) lag an der hohen Rate an sexuell übertragbaren Erkrankungen (STDs), etwa Herpes, Feigwarzen oder Tripper, die mit guter Hygiene und Vorsorge vermeidbar gewesen wären. Der Hygieneunterricht, Ausgabe von Hygieneartikeln und die Behadlung von STDs sollte ein integraler Part eines jeden HIV Projektes sein.
Ehrlich gesagt, mich verwundert diese Debatte. Als Arzt sah ich in meiner AIDS Klinik wie unter den gut 2000 Patienten, die mit klar definierten opportunistischen Infektionen uns konsultierten, eine erdrückende Mehrheit positiv auf HIV getestet wurde. Von diesen hatte eine erdrückende Mehrheit sehr niedrige CD 4 Zellen und von diesen Patienten wieder erholte sich eine erdrückende Mehrheit unter der antiretroviralen Therapie innerhalb von wenigen Monaten wieder, kehrte zu ihren Familien, auf ihre Felder und in ihre Geschäfte zurück. Bin ich ein verblendeter Idiot, ein unverbesserlicher Idealist, ein Träumer, wenn ich diese für einen Arzt eindeutigen Zusammenhänge erkenne und diesen Leuten die antiretrovirale Therapie anbiete? Soll ich sie nicht behandeln, weil ich mit dem Geld (1 US Dollar pro Patienten pro Tag) vielleicht woanders mehr Menschen mit anderen Erkrankungen therapieren könnte? Wenn sie nach Jahren Nebenwirkungen entwickeln, soll ich deshalb die Therapie absetzen, sie sterben lassen, weil sie “nur” alte, nebenwirkungsreiche Medikamente erhalten? Oder soll ich doch froh sein, dass sie einige Jahre ihres Lebens dazu gewonnen haben? Ist das nicht das primäre Ziel eines Arztes?
Jetzt ist ja AIDS und der behauptete Zusammenhang mit dem HI-Virus beileibe nicht das einzige Thema, bei dem unter Wissenschaftern nicht wirklich Einigkeit besteht. Dem Muster des “Mythos Aids”-Artikels folgend wäre etwa ein Artikel über den “Mythos Klimawandel” durchaus angebracht – als Einleitung für den zweifelhaften Kenntnisstand der Wissenschafter drängt sich das Beispiel einer falschen Wettervorhersage geradezu auf. Gut, ein paar Unlustige könnten herummosern, dass die Methoden für die Erstellung möglichst exakter Daten auf extrem kurze Sicht nicht das geringste mit den Methoden einer Großraumprognose, die nur Trends wiedergibt, zu tun hat. Aber solch kleinkarierte Details muss man für eine provokante These schon die Chuzpe haben außer Acht zu lassen. Anders: Die Zweifel am Mythos AIDS gleich zu Beginn des Artikels legt einen Zusammenhang zwischen einer Diagnose und dem (Un)wesen eines Virus nahe, der dann aber nicht gezeigt, sondern durch eine recht suggestive Vermutung nahegelegt wird, der folgendes Schema äquivalent ist (Schema nach Paul Krugman):
1.) Tragisches Schicksal aufgrund eines falsch-positiven HIV-Tests.
2.) ???
3.) Wir wissen zu wenig über die Wirkung von HIV (“Denkbar ist…” Denkbar!).
Gleiches gilt für die Beispiele falsche Verhütung: was hat eine ungewollte Schwangerschaft aufgrund mangelhafter Verhütung mit der Frage zu tun, ob zwischen HIV und AIDS, ein Zusammenhang besteht, oder ob beide ein Mythos sind? Der Paragraph ist völlig abseits vom Thema – er zeigt nur eines: dass durch einseitige Info-Kampagnen sich Mythen um HIV/AIDS ranken – ein interessantes Thema, aber mit AIDS oder HIV und der Frage seiner vorhandenen oder fälschlich behaupteten Wirkung hat es nichts zu tun.
Die permanente Wiedergabe von Schlussfolgerungen hochkarätiger Wissenschafter ersetzt natürlich nicht vollwertig eine Analyse dessen, was sie gesagt haben und vor allem worauf basierend: DAS ist kronenzeitung (nur mit wirklichen Experten). Das automatische Wichtignehmen der VIPs der Wissenschaft ist ein flagranter Fehlgriff, gerade wenn es um wissenschaftliche Auseinandersetzungen geht. Worauf basieren die Hypothesen Duesbergs? Sind seine Einwände haltbar? Schweigen sich Wissenschafter zu seiner Poppers-These aus (eine Minute google-Recherche, und die Antwort ist mit “Nein” zu beantworten)? Aber Duesberg hat etwas gesagt, folgerichtig muss man das unkommentiert wiedergeben. Hat Duisberg dennoch recht? – Ich weiß es nicht, hoffe aber, dass die Autorin dazu wissenschaftliche Beiträge gefunden hat und nicht kritiklos Ausagen weitergibt, auch wenn es einfach nur Geplappere sein könnte. Ansonsten wäre es interessant zu wissen, nach welchen Kriterien sie Äußerungen Wichtiger Persönlichkeiten auswählt. Wäre es schlau, Anton Zeilinger zum Thema “Physik der Stratosphäre” zu zitieren, so er sich dazu äußerte, auch wenn er auf dem Gebiet nicht die geringste Expertise hat?
Oder Montagnier: “Selbst Nobelpreisträger Luc Montagnier, Entdecker des HI-Virus, hält den Erreger für harmloser als allgemein kolportiert.” Warum bitte sollte der Entdecker glauben, dass der Virus gefährlich ist? Wo ist der Zusammenhang? – Ist das so bei Entdeckern von, ähm, Sachen? Oder bezweckt das “sogar” die Suggestion, der Entdecker einer Sache ist fortan für immer ein bisschen mehr Experte als alle anderen (selbst die Gegner sind baff: “Montagnier ist schließlich nicht irgendwer.” Wichtige Information! Messerscharfe Analyse! Unbedingt zitieren und immer wieder darauf hinweisen!)? Und ist das einzige Gegenargument seiner Kritiker tatsächlich, dass sie ihn für “durchgeknallt” halten? So dumm und einfältig sind die? Gibt es keine Wissenschafter mehr, die einen Zusammenhang zwischen AIDS und HIV sehen und sich artikulieren können, sondern nur praktische Ärzte, wie man nach der Lektüre des Artikels glauben könnte? Die Äußerungen der im Artikel vorkommenden Personen (der “Kritiker” und der “anderen”) sind völlig irrelevant, wenn nicht ersichtlich ist ob ihnen Fakten zugrunde liegen, und welche. Es ist eine weit verbreitete Unart, jede Äußerung, die eine hochverdiente Person von sich gegeben hat, aufgrund ihrer bloßen Existenz schon für berechtigt oder wichtig zu halten. Mit exakt dieser Logik könnten Sie auch alte Rassentheorien wiederbeleben und dazu den Topfen zitieren, den James Watson in den letzten Jahren immer wieder von sich gegeben hat.
Insoferne verstehe ich nicht, was dieser Artikel anderes darstellen soll, als eine Ansammlung unhinterfragter Äußerungen Wichtiger Menschen, wobei ich auf profil.at mit “Mythos AIDS” und “Mythos HIV” (also auch der Virus?), der an anderer Stelle auch schon mal ein Dogma ist, eine gewisse Einseitigkeit ausmache; und außerdem hochkarätige Wissenschafter, die weder das eine, noch das andere für einen Mythos halten, sondern den Zusammenhang zwischen beidem. Dahingegen muss sich der fade Mainstream mit Praktikern begnügen, die sich entweder durch Beleidigungen wehren müssen, oder einfach “keine Zeit” für solche Diskussionen haben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Das obige Schema wird hier neuerlich bedient, wobei es durch den wiederholten Gebrauch doch relativ gut abgegrenzter Begriffe an Stellen, an denen sie völlig unmotivert stehen, zu Unsinnigkeiten kommt:
1.) Es gibt Kritiker einer etablierten Theorie / eines Dogmas, das interessanter Weise überprüfbar ist / eines Mythos, den Wissenschafter (grundlos oder aus Dummheit oder weil sie Böse Perönlichkeiten sind) in die Welt setzten
2.) ???
3.) Diese Theorie ist daher ein Mythos / Dieses Dogma ist daher ein Mythos / Bla
Verstehen sie mich nicht falsch: besagten Zusammenhang in Zweifel zu ziehen ist natürlich zulässig und interessant, aus wissenschaftlicher Sicht sogar notwendig. Aber der Artikel zeigt keine Kritikpunkte an diesem besagten Zusammenhang auf, sondern zitiert Wissenschafter (auf der kritischen Seite) und praktische Ärzte (auf der anderen, demnach “unkritischen”), die bekanntgeben, was sie glauben, ohne zu verraten warum. Auf diese Art und Weise kann glatt und mit garantiert guten Haltungsnoten (man zitiert ja nur Wichtige Menschen) einfach alles behaupten: man kann die Evolution zum Design (Gottes) machen und Darwin zum Mythos (sehr kritisch!) – weil es gibt ja bekanntlich Wichtige Persönlichkeiten, die das so für richtig befinden – man kann darlegen, dass Schwarze eine inferieure Rasse konstituieren (mit Watson), was sehr kritisch und auch extrem mutig ist; oder man macht genau das Gegenteil, aber das ist dann natürlich nicht so kritisch, weil das ist ja nur, wenn man dagegen ist. Mit Argumentation oder auch nur einer wirklichen Darlegung der Sachlage hat das eine wie das andere nichts zu tun – nur dass die Bedienung des Dagegen-Reflexes eine immer willkommene Gelegenheit ist – für Autor und Leser – mit dem Anschein des Kritisch-Seins zu kokettieren.
Durchaus überraschend also, dass etwas zum Dogma wird, weil die Mehrheit der Wissenschafter einer gewissen Meinung ist – also gleich einmal auszuschließen, dass sie aufgrund wohlerwogener Argumente daran glauben könnten (demnach nicht religiös). Hier wiederum könnte man, diesem Argumentationsmuster folgend, etwa die Gravitationstheorie zum Dogma erklären, glauben doch auffallend viele Physiker daran. Niemand hält jemanden auf, seine Einwände zu untersuchen und wissenschaftlich darzulegen – aber Wissenschaft ist doch keine Veranstaltung zum Ausstreiten origineller Ideen, wo die am besten präsentierte oder ausgefallenste gewinnt: eine Theorie ist je nach Anschauung belegbar bzw. falsifizierbar (andere Baustelle), oder eben nicht. Alles andere fällt unter die Kategorien Kaffeetratsch bis Inspiration. Ähnliches gilt für den “Mythos”: es gehört mehr als nur ein Quäntchen Keckheit dazu, sämtlichen Wissenschaftern (oder überhaupt gleich allen), die einer gewissen Theorie anhängen in einem Artikel zu unterstellen, verbohrt und ahnungslos gleichzeitig zu sein – wobei ich nach wie vor der Ansicht bin, man sollte sich aus Gründen semantischer Reinlichkeit entweder für das Dogma oder den Mythos AIDS entscheiden.
Es ist auch etwas billig, den Wortlaut einer Stellungnahme, die natürlich kein wasserdichter Diskurs sein kann, für bare Münze zu nehmen: Wer sagt, außer in situationsbedingter Verkürzung (wenn man etwa um eine Stellungnahme gebeten wird), Menschen sterben AN AIDS? (Nicht einmal Wikipedia macht derart vereinfachte Aussagen, es heißt dort: an den Folgen von AIDS; “Recherche”-Zeit: 30 Sekunden; englische Quellen entsprechend von “AIDS-related diseases”) – aber selbst wenn es salopp so gesagt wird, bleibt doch gängige Propaganda Nummer 1 der AIDS-Dogmatiker, dass AIDS nicht selbst tödlich ist, sondern Sekundärerkrankungen, die es begünstigt. Derlei Verdrehung und eiskaltes Wörtlichnehmen zweckdienlich verkürzter Aussagen ist mehr als bloße Vereinfachung: es ist Verfälschung von Behauptungen mitsamt anschließender Kritik dieser Verfälschungen, ein leeres Argument auf Kosten von Leuten, die tatsächlich Besseres zu tun haben (Guglhupf Essen, etwa), als ihre Formulierungen so lange auszubrüten und Ihren Jargon derartig pedantisch auszutüfteln, dass selbst der ausgefuchsteste Wortverdreher sie nicht mehr falsch auslegen kann. Der Grund, so aggressiv gegen HIV zu therapieren, ist ja nicht, dass man den HI-Virus selbst für tödlich hält, sondern dass der Ausfall des Immunsystems infolge des von ihm verursachten AIDS (das nach dieser Auslegung selbst nicht letal ist) die Sekundärkrankheiten derart begünstigte, dass man daran sterben würde, und ohne AIDS eben nicht (zwingend). Ob das stimmt oder nicht oder ob überhaupt der HI-Virus für AIDS verantwortlich ist, ist völlig unerheblich für die Feststellung, dass die Verballhornung dieser Information zur völlig dämlichen Aussage, man ignoriere gefährliche Erkrankungen und behandle gegen etwas an sich Harmloses, ein starkes Stück journalistischer Augenauschwischerei und noch dazu eine monströse Unterstellung ist, auch wenn der Beitrag der Autorin dazu lediglich darin besteht, diesen Quatsch unkommentiert in Ihren Artikel reinzunehmen. Das AIDS-Kranke eben nicht an AIDS sterben, ist nicht Argument der Kritiker, sondern Argument der AIDS-Dogmatiker – insofern Chapeau, diesen Sachverhalt so umzudrehen, dass nun quasi beide Seiten dasselbe Argument gegeneinander verwenden können. Man muss sparen in der Wirschaftskrise.
Und Poppers sollen also “giftige” Substanzen zur Steigerung der sexuellen Lust sein – das ist aber ein wenig verklemmt: Poppers wirkt gefäßerweiternd und wird aus dem einzigen Grund genommen (Fetische ausgenommen), den Analverkehr für den passiven Part zu erleichtern und damit angenehmer zu machen – ob der dabei dann Lust empfindet oder nicht, ist eine andere Frage, aber zumindest tut es nicht weh. Probieren Sie’s mal (Poppers): da kriegen Sie alle möglichen Zustände, aber Lust auf Sex sicher nicht. Und abgesehen davon, dass man bei übermäßigem Konsum sogar von Wasser Vergiftungen davontragen kann, fallen die als Poppers verkauften Verbindungen unter keine auszumachende Kategorie von “giftig”, außer die Etikettierung und Beschreibung der Komponenten unterschlägt diese Information (Chemikalienkataloge mit Produktbeschreibung etwa von Aldrich sind auch online zugänglich, das lässt sich in ein paar Minuten klären). In letzterem Falle würde mich allerdings interessieren, woher die Autorin diese Information hat.
„Acquired Immune Deficiency Syndrome“, zu Deutsch: erworbenes Immunschwäche-Syndrom” – mit “zu Deutsch” sind Sie freilich auf der sicheren Seite, denn das mag der deutsche Begriff für AIDS sein, aber Übersetzung ist das keine – “deficiency” bezeichnet eben nicht eine Schwäche, sondern einen Ausfall oder Mangel – und das ist keineswegs Herumreiterei auf dem i-Tupferl. Der dogmatische Mythos besagt ja nicht, dass Menschen “geschwächt” sind, und deswegen der Schnupfen ein paar Tage länger dauert, sondern dass integrale Bestandteile des Immunsystems ausfallen, wodurch es an gängigen und bei Gesunden gar nicht vorkommenden Krankheiten scheitert. Diese These kann man hinterfragen, in Frage stellen, und natürlich im Falle des Falles auch widerlegen – aber nicht indem man aus einer schlechten, aber nun einmal gebräuchlichen Übersetzung eine nirgends behauptete Beschreibung der Krankheit herauszuzelt und dann – völlig zurecht, aber unnötig – meint, sie sei Unsinn. Es handelt sich dabei um eine ziemlich offensichtliche Spielerei mit Worten – oder eine Verwechslung des Dinges an sich mit seinem Namen – warum muss denn solcher Unsinn in ein gehobenes Magazin rein, nur weil es eine Wichtige Perönlichkeit gesagt hat?
Zuletzt noch mal Patientien Petra S.: sie wollte also keine Medikamente nehmen, die Frage stellte sich schussendlich und glücklicherweise auch gar nicht. Und Alex K., der auch keine Medikamente gegen AIDS nimmt, wegen der Nebenwirkungen, die ja ein absolutes Novum sind bei AIDS-Medikamenten. Personen, die tatsächlich behandelt werden, waren vermutlich keine zu finden. Was sagen uns diese Fälle also genau über AIDS und HIV und die Therapie, so sie denn eine ist – - ? Aber gut, dass sie besprochen wurden.
Christian Fiala hat mich gebeten folgenden Beitrag online zu stellen – er selbst kann aus unerfindlichen technischen Gründen nicht posten:
Lieber Rainer Brandl,
gut, dass du in die Diskussion einsteigst. Eine Diskussion ist genau das, was überfällig ist. Immerhin gibt es viele Widersprüche und offene Fragen in der weitverbreiteten Theorie zu HIV/Aids. Leider wird bei dem Thema eben der anerkannte wissenschaftliche Standard eines Abwägens von verschiedenen Argumenten nicht eingehalten. Vielmehr werden kritische Meinungen unterdrückt, bzw. reflexartig verleumdet. Z.B. wenn du mir unterstellst, dass ich 2HIV und Aids generell anzweifle.” Schade, dass du und anderen den wesentlichen Unterschied zwischen einem kritischen Hinterfragen und einem grundsätzlichen Anzweifeln übersiehst. Das ist kontraproduktiv und einer wissenschaftlichen Diskussion unwürdig.
In deinem Posting sind einige Behauptungen falsch, nachweisbar falsch, sowie einige unhaltbare Unterstellungen. Aus Platzgründen kann ich hier nur auf wenige Aspekte eingehen. Gerne stehe ich für eine wissenschaftliche Diskussion an anderer Stelle zur Verfügung.
Einig sind wir uns ja offenbar in der Tatsache, dass mit HIV/Aids unglaublich viel Geld umgesetzt und verdient wird. Allein das US amerikanische Gesundheitsministerium NIH hat in einem Jahr (2008) die unvorstellbare Summe von 2,6 Milliarden Dollar ($2.620.555.583,-) nur für HIV/Aids ausgegeben. http://report.nih.gov/rcdc/categories/ProjectSearch.aspx?FY=2008&DCat=HIV/AIDS
Mit dermassen viel Geld wird natürlich nicht nur die öffentliche Meinung beeinflußt. Sonder diese Gelder fehlen dann bei anderen Projekten. Besonders in ärmeren Ländern. So hat z.B. die UNAIDS die afrikanischen Länder explizit aufgefordert ihre Budgets für Soziales, Erziehung, Gesundheit, Infrastruktur und ländliche Entwicklung zu kürzen, um mehr Gelder für HIV/Aids zur Verfügung zu haben. Leider hat UNAIDS das Dokument inzwischen von ihrer Homepage genommen. Aber du kannst es einsehen als Dia Nr. 24 unter http://www.altheal.org/statistics/fiala.htm
Die Folgen von solchen Empfehlungen sind erwartungsgemäß eine Persistenz der vorbestehenden Armut und ihrer Folgen. Z.B. kaum Fortschritt bei der Versorgung von sauberem Trinkwasser. Immer noch kann sich fast die Hälfte der Einwohner Afrikas dies nicht leisten. Geschweige denn Moskitonetze, um sich vor Malaria und anderen Infektionen zu schützen. Aufgrund deiner Erfahrung in Afrika kannst du das bestens beurteilen.
Bezüglich der Übertragung von HIV unter Heterosexuellen gibst du eine nicht nachvollziehbare Zahl von 1% an. Leider ohne Referenz und in eklatantem Widerspruch zu allen Studien und Untersuchungen, die unter überprüfbaren Bedingungen im Westen gemacht wurden. Inzwischen ist ja auch unter “Aids-Experten” anerkannt, dass es keine Ausbreitung von HIV in der allgemeinen (heterosexuellen) Bevölkerung gibt. Z.B. bei Blutspendern, schwangeren Frauen, Präsenzdienern in Österreich, Prostitutierten usw. Siehe http://www.rethinkingaids.de/allg/epidem-d.htm
Der ehemalige Leiter der Epidemiologischen Unit bei der UNAIDS, Dr. Chin fasst die aktuellen Daten so zusammen: “Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung der Welt hat ein nicht nachweisbares Risiko für HIV”. !! Ein nicht nachweisbares Risiko!! (Siehe das Interview in dem neuen Film ‘House of Numbers’ online unter http://www.virusmyth.com/aids/video/blhouse.htm)
Wissenschaftlich formuliert ließt sich das so: “We observed no seroconversions after entry into the study”. Das schreibt Padian in der größten Studie mit HIV diskordanten heterosexuellen Paaren.
Es ist also überfällig die unselige Panikmache der allgemeinen Bevölkerung einzustellen. Und einzugestehen, dass die HIV/Aids Epidemie in Europa genausowenig stattgefunden hat, wie die Epidemie an BSE, Vogelgrippe, Schweinegrippe usw.
Es gibt bei uns keine HIV-Epidemie in der allgemeinen Bevölkerung und es hat nie ein Risiko dafür gegeben. Bereits 1995 waren alle notwendigen Fakten bekannt und z.B. in einem Artikel in der Zeitschrift Gegenwart veröffentlicht.
Warum fällt es dir und anderen so schwer, das Offensichtliche auch auszusprechen?
Warum machst du und andere, die von HIV leben, weiterhin den Menschen Angst in ihrer Sexualität? (Ganz ähnlich übrigens wie die katholische Kirche und genauso unglaubwürdig.)
Alles, was für die angebliche heterosexuelle Übertragung ins Feld geführt wird, sind subjektive, nicht überprüfbare Angaben von Menschen, die ein homosexuelles Leben, bzw. die Einnahme von illegalen Drogen leugnen. Das mag im Einzelfall verständlich sein. Epidemiologisch sind derartige Aussagen bekannterweise unbrauchbar. Das hat sogar das deutsche Robert-Koch-Institut bereits vor vielen Jahren erkannt: »Es ist zu vermuten, daß bei einem Teil dieser Fälle heterosexuelle Kontakte als Infektionsrisiko angegeben wurde, obwohl die Infektion tatsächlich auf einem anderen Weg erfolgte.«
Zu den HIV-Tests: Angenommen bei deiner Partnerin bleibt die Regel aus und du machst einen Schwangerschaftstest. In der Packungsbeilage liest du kleingedruckt: “Dies ist ein sehr zuverlässiger Test. Aber es gibt derzeit keine anerkannte Untersuchung, um das Vorhandensein oder die Abwesenheit einer Schwangerschaft beim Menschen festzustellen.” Du würdest vermutlich verärgert in die Apotheke gehen und den Test zurückgeben. In jedem Fall würdest du dem Ergebnis dieses Testes keinen Wert beimessen. (Und dich vermutlich fragen, ob der Hersteller des Testes noch ganz dicht im Kopf ist, so einen Schwachsinn zu vermarkten.)
Genau das steht aber in dem HIV Test drin. Siehe http://aids-kritik.de/aids/diverses/abbott-hiv-test.htm
Was die Firma Abbott in dem Zitat beschreibt ist das Fehlen eines ‘Goldstandard’. D.h. man kann die HIV Tests nicht mit dem Blut von zuverlässig HIV-Negativen, bzw. HIV-Positiven vergleichen. Deshalb wurde die Zuverlässigkeit bei Menschen überprüft, bei denen man “annimmt” dass sie negativ, bzw. positiv sind. (Ebenfalls aus der zitierten Produktinformation entnommen)
Als behandelnder Arzt halte ich es für unverantwortlich eine Untersuchung zu empfehlen, die auf so unwissenschaftlichen Füssen steht. Und als Patient würde ich überlegen meinen behandelnden Arzt zu klagen, wenn er mir derartige wichtige Fakten nicht ausdrücklich mitteilt.
Aids Definition: Aids ist, wie dir bekannt, eine willkürliche Zusammenstellung von bekannten Krankheiten. Die Anzahl der zugrundeliegenden Krankheiten hat im Zeitverlauf stark geschwankt und ist von Land zu Land oft unterschiedlich. Deshalb hat z.B. Montagnier in seinem Buch geschrieben: “Aids hat keine typischen Symptome” (‘Des virus et des hommes’, S.111) (Im Film ‘House of Numbers’ erläutern Aids-Experten die verschiedenen Definitionen)
In Afrika wird Aids aufgrund der von der WHO beschlossenen (Bangui) Definition mithilfe von unspezifischen Symptomen diagnostiziert, wie Fieber, Durchfall, Gewichtsverlust, Husten etc. Die ursprüngliche Definition erwähnt nicht einmal einen HIV Test. Und nach wie vor ist auf den Meldeformularen für Aids in Afrika oft kein HIV Test vorgesehen oder dieser ist lediglich optional: http://aids-kritik.de/aids/SA/meldeformulare.htm
Aufgrund der Definition und des Mangels an Ressourcen wird die Diagnose Aids im klinischen Alltag in Afrika häufig ohne einen einzigen HIV Test gestellt. (Ausgenommen sind natürlich Aids-Studien, die vom Westen bezahlt werden und für die Mittel zur Verfügung stehen, von denen die meisten Menschen nur träumen können.)
Warum behauptest du trotz klarer Daten und wider besseres Wissen “Es ist nicht wahr, dass in Afrika die Diagnose “AIDS” ohne wiederholtem HIV Test gestellt wird”?
Zahlen: Du schreibst “Die WHO hat ärgerlicherweise (!) zu Beginn vielfach zu hohe Zahlen angenommen und das mittlerweile auch zugeben müssen!” Warum verschweigst du aber die Tatsache, dass die Zahlen zu HIV und Aids systematisch und nach wie vor massiv überhöht sind? Und dass dies seit 20 Jahren bekannt ist?
Die Ursache der überhöhten Zahlen ist einerseits die zugrundeliegende Definition von Aids, die je nach Land und im Zeitverlauf z.T. massiv unterschiedlich ist. So dass aus medizinischer Sicht eine Statistik gar nicht sinnvoll möglich ist.
Das zweite Problem ist, dass fast alle Statistiken zu HIV/Aids auf mathematischen Modellrechnungen beruhen. Diesen liegen jedoch leider falsche Annahmen zugrunde, so dass die Ergebnisse ebenfalls falsch sind.
Im Detail hat Rebecca Culshaw dies in ihrem Buch beschrieben: ‘Science Sold Out’ http://barnesworld.blogs.com/barnes_world/2007/04/science_sold_ou.html
Schon 1998 habe ich dies in der Afrikanischen Wochenzeitschriften die Manipulationen dokumentiert, die dann 10 Jahre später offiziell eingestanden wurden: “HIV & AIDS – Dirty tricks over AIDS figures” http://www.virusmyth.com/aids/hiv/chrftricks.htm
Und die Manipulation geht munter weiter. Da macht jemand eine Computersimulation und kommt zu dem Schluß, dass in Südafrika 300.000 Menschen gestorben sind, weil sie keine Aids-Medikamente bekommen haben. Eine Computersimulation! (Chigswedere et al, 2008) Darauf haben ein paar Wissenschaftler die offiziellen Daten von Südafrika und Uganda analysiert und zeigen können, dass es überhaupt keinen Hinweis auf eine tödliche Epidemie in diesen Ländern gibt und auch keine Beleg für die Behauptung, dass Menschen wegen Mangel an einer Therapie gegen Aids verstorben wären. Diese Publikation wurde nach 2 Wochen zensuriert, weil diese ‘Meinung möglicherweise die weltweite öffentliche Gesundheit gefährdet’, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19619953
In einer wissenschaftlichen Diskussion wird also eine fundierte Meinung als gefährlich erklärt, weil sie den Ergebnissen einer Computersimulation widerspricht.
Das ist wirklich ohne Beispiel. Und es gibt auf Pubmed.gov, der medizinischen Datenbank auch keine einzige andere Publikation, die als gefährlich eingestuft und zensuriert wurde.
Wer den Artikel lesen und sich selbst ein Bild machen möchte: HIV-AIDS hypothesis out of touch with South African AIDS – A new perspective
http://hivskeptic.files.wordpress.com/2009/09/duesbergmedhypothesessa1.pdf
Gerade diese Beispiele zeigen in welche Richtung eine Pharmaindustrie gesponserte Wissenschaft läuft. Die Hysterie und verbale Aggression gegenüber kritischen Einwänden ist wahrlich atemberaubend (und ein verlässlicher Indikator für den Mangel an überzeugenden Argumenten). So hat sich z.B. Eric Goemaere, einer der führende Köpfe bei Ärzte ohne Grenzen auf einer von MSF mitorganisierten Demonstration vor einem Plakat ablichten lassen, das auffordert: “One dissident, one bullet”, siehe Dia Nr. 38, http://www.altheal.org/statistics/fiala.htm
Unglaublich, dass die meisten Medien dieser ‘Hofberichterstattung’ zur Verfügung stehen, anstatt eine professionell geführte Diskussion und Gegenüberstellung verschiedener Positionen zu moderieren.
Herzliche Grüsse
Christian
DDr. Christian Fiala
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Wien
Sehr geehrte Frau Goebel!
Sie schreiben „Vor der am 18. Juli in Wien beginnenden Welt-Aids-Konferenz kratzen immer mehr Kritiker am herrschenden Dogma der Immunschwächekrankheit.“ Eine verwegene Behauptung. Ihre Hauptakteure C. Fiala und P. Duesberg firmieren weltweit unisono als AIDS Leugner und nicht als „Kritiker“ der HIV-Wissenschaft. Die Bewegung der „AIDS-denialists“ ist seit dem Einsatz der eindrucksvoll wirksamen HIV-Therapie zu einer unbedeutenden Splittergruppe geschrumpft. Nicht verwunderlich.
Woher nehmen Sie also die Berechtigung, Aktivisten, die für den vermehrten globalen Einsatz der HIV-Therapie kämpfen, und Wissenschaftler, die die Entwicklung der HIV-Therapie voran treiben, als Dogmatiker, zu brandmarken? Die Erfolgsgeschichte der HIV-Therapie charakterisieren sie mit dem Attribut toxisch (fettgedruckt!), so lässt sich dann auch die verwerfliche Haltung des österr. Außenministeriums gegenüber der fehlenden Unterstützung von AIDS Projekten in Entwicklungsländern leichter schön schreiben.
Sie erwähnen mit keinem Wort die derzeitige Diskussion um die HIV-Therapie: Was sind die besten Therapien unter den vielen Möglichen? Warum werden in Entwicklungsländern häufig die billigen und nicht die besseren Therapien durchgeführt? Wann ist der optimale Einsatz dieser Medikamente? Immer mehr Studien unterstützen einen früheren Beginn der Therapie. HIV-Therapien spielen zunehmend eine wichtige Rolle in der Vorbeugung, so sind z.B. gut behandelte Patienten kaum mehr infektiös. All das interessiert unsere Patienten mit HIV und deren Umfeld. So steht der Profil Artikel, als weiterer Beitrag im verächtlichen Umgang mit dem Thema HIV/AIDS, einer konstruktiven Diskussion im Weg.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Zangerle
Leiter des HIV Bereichs der Universitätskliniken Innsbruck
s.g. frau goebel,
mit nicht geringem schrecken habe ich ihren artikel gelesen und stelle fest: sie haben in einem anerkannten und ansonsten hochprofessionell agierenden informationsmedium wie dem Profil wenig bis nichts verloren. im zweifel für den angeklagten hoffe ich aber, sie hatten einfach sowas wie einen, nun ja, professionellen durchhänger.
als langjährigen treuer leser von profil stimmt es mich unendlich traurig, mitanzusehen, wie dank ihrer mithilfe einerseits nicht nur journalistische standards (recherche?!) stehend k.o gehen, sondern zudem, angesichts des fraglichen themas eigentlich ebenso schlimm wie offensichtlich – ihrer leserschaft potentiell schaden zugefügt wird.
mit ihrer kaum verhohlenen sympathie für die aids-denialism-bewegung gefährden sie, mal ganz überspitzt formuliert, die gesundheit ihrer leserschaft. wir alle neigen nun mal gern dazu, relativ schnell und unreflektiert “fakten”, konsumiert aus den medien, in den eigenen kulturkanon aus halb- und viertelwissen zu integrieren. diesem mechanismus folgend wird die erinnerte quintessenz aus ihrem artikel sich in vielen leserköpfen kondensieren zu: “eh alles halb so schlimm”. sträflich, sträflich.
minimalaufwand an googlesuche spuckt zb. folgenden interessanten link in dem zusammenhang aus:
http://newhumanist.org.uk/2165/how-to-spot-an-aids-denialist
kann man jedem interessierten laien als plausibilitäts-checklist ans herz legen. auch ihnen, anscheinend. zeigt ganz nebenbei auch recht interessant die parallelen der anti-aids argumentationsmechanismen mit anderen verschrobenen verschwörungstherorien a la 9/11 & co.
mfg
c.r.
Sehr geehrte Frau Goebel,
Es ist unbestreitbar, dass auch bei HIV/AIDS Geschäftemacherei und Korruption bis in die IAS hinein eine große Rolle spielen und das Interesse von Patienten (vor allem in Afrika) oft außen vor gelassen wird. Dazu gibt es viele Unterlagen und Hinweise. AIDS wurde sicherlich auch zum zynischen Geschäft.
Trotzdem! Ihr Artikel transportiert eine Vielzahl von Falschinformationen und Meinungen, die Forschungsergebnissen aus der ganzen Welt widersprechen und daher wohl dem Wohl der Patienten schaden, dazu im Einzelnen:
Es ist allen mit HIV befassten – wie Herrn Montagnier – klar, dass sich nur wenige Menschen beim direkten Kontakt mit dem Virus auch infizieren. Es ist in jedem Lehrbuch und jeder Forschungsarbeit nachzulesen, dass die Infektionsrate beim heterosexuellen Geschlechtsverkehr ca. im 1% Bereich liegt. Also liegt nichts Besonderes in der Aussage Montagniers.
Menschen, die nachgewiesen – durch mehrfache und verschiedene Tests, um die seltenen (!) Fälle der falsch positiven Tests auszuschließen – HIV positiv sind, die bleiben HIV positiv und erkranken bis auf relativ wenige Ausnahmen (manche genetisch bedingt und gut beschrieben wie z.B. Die CCR5 Rezeptor negativen Menschen) in ihrem späteren Leben an AIDS. Wie lange das dauert ist – wie bei vielen Infektionskrankheiten – sehr verschieden.
Montagniers These, dass sich weniger Menschen infizieren, die ein gutes Immunsystem haben, widerspricht hier nicht und ist logisch und möglich. Es kann gut sein, dass bei einem Grossteil der Exponierten das Virus in den Körper eindringt und von einem guten Abwehrsystem unmittelbar eliminiert wird. Wenn der Körper allerdings Antikörper gebildet hat (nach mehreren Wochen), dann sind solche Fälle (außer bei wenigen (!) heute fast auszuschließenden falsch positiven Tests) so gut wie nicht bekannt.
Die Antiretroviralen Medikamente für Afrika wurden groesstenteils NICHT bei US Konzernen gekauft, sondern bei Generika Herstellern aus Indien und Brasilien. Auch Thailand hat erfolgreich den Weg beschritten, die Medikamente selbst herzustellen und zwar um einen Bruchteil des Preises der US und Europaeischen Multis. Ärzte ohne Grenzen hat hier mit vielen anderen Pionierarbeit geleistet.
Die WHO hat ärgerlicherweise (!) zu Beginn vielfach zu hohe Zahlen angenommen und das mittlerweile auch zugeben müssen! Trotzdem können nach unten gehende Zahlen bei HIV Infizierten – wie bei jeder chronischen Infektion – auch darauf hinweisen, dass viele Menschen an der Krankheit sterben und deshalb die Zahl sinkt. Das wäre vor allem bei theoretisch vorhandener erfolgreicher Therapie als Misserfolg zu sehen.
AIDS Patienten sind etwas anderes als HIV positive Menschen und diese Zahlen (HIV Praevalenz und AIDS Inzidenz) können nicht in einem Atemzug genannt werden! Die Zahl der AIDS Fälle ist aufgrund der Antiretroviralen Therapie auf der ganzen Welt STARK gesunken, was in vielen unabhängigen großen Studien belegt wurde! Anders ausgedrückt: Man lebt heute relativ (!) problemlos mit der Therapie und bekommt kein AIDS. Das war vor der Therapie anders! Poppers, Unterernährung oder verschmutztes Wasser können diesen weltweiten Trend nicht erklären! Solche Erklaerungsversuche sind wissenschaftlich unlauter und nicht zu belegen.
Leungs “House of Numbers” versucht eben NICHT nach harten wissenschaftlichen Fakten zu suchen. Diese wären leicht zu finden! Etwa mit Google Schoolar oder in anderen internationalen Datenbanken (für jeden Menschen zugänglich!) und es gibt bis heute keinen Hinweis darauf, dass HIV nicht die Ursache für AIDS ist. Aber es gibt viele Hinweise dafür, dass HIV die Ursache von AIDS ist! Es gibt dazu auch im Internet für den Laien verständliche Informationsseiten, welche auch die dazugehörige Literatur zitieren und – wie es gute Wissenschaft tut – pro und cons der Argumente abzuwägen und darzustellen.
Ich habe mit Christian Fiala einige Male über HIV/AIDS diskutiert und weiß, dass er HIV und AIDS generell anzweifelt. Es verwundert also doch, dass er dann in Afrika “selbst AIDS Patienten behandelt” hat?
Das Ansteckungsrisiko bei Vaginalverkehr ist sehr wohl nachweisbar und belegt.
Es ist nicht wahr, dass Tuberkulose bei HIV Positiven nicht behandelt wird! Das Gegenteil ist wahr! Die Aussage von Kollegen Koehnlein zeigt, dass er von einer State of the Art Therapie, die auf der ganzen Welt praktiziert wird und immer besser untersucht und mit 1000en Patienten publiziert ist, offensichtlich keine Ahnung hat und dass er hier nachweislich falsche und für Patienten schädliche Aussagen macht.
Es werden natürlich alle Krankheiten behandelt, die bei AIDS auftreten! Das ist grundlegende Therapie bei HIV Infizierten. Man behandelt NICHT “voranging nur noch” antiretroviral. Das ist – mit Verlaub – glatter Unsinn!
Es ist nicht wahr, dass in Afrika die Diagnose “AIDS” ohne wiederholtem HIV Test gestellt wird. Fiala spricht hier die Unwahrheit und nimmt Tatsachen und gut publizierte Studien nicht zur Kenntnis. Es gibt heute nirgends auf der Welt eine HIV Diagnose ohne wiederholtem Test!
Die Nebenwirkungen der Medikamente sind im Grossen und Ganzen verschieden von den Symptomen der AIDS definierenden Erkrankungen. Die Aussage über Beipacktexte und Nebenwirkungen, die sich mit AIDS Erscheinungsbildern decken, ist zumindest problematisch.
Die gängigen Antiretroviralen Medikamente gehören – ähnlich wie verschiedene Antibiotika – verschiedenen Gruppen an und haben sehr verschiedene Wirkungsmechanismen und auch sehr verschiedene Nebenwirkungen. Manche, wie zum Beispiel 3TC (Lamivudine), sind extrem gut verträglich und zeigen aesserst selten Nebenwirkungen. Andere haben häufigere Nebenwirkungen, die beobachtet werden müssen und bei deren Auftreten zum Beispiel mit einer Therapieumstellung reagiert werden muss.
Es ist unbestreitbar, dass alle Antiretroviralen Medikamente (es gibt weit über 20) seit Mitte vielen Menschen das Leben gerettet und/oder verlängert haben. Dazu gibt es eine Vielzahl von Studien mit 1000en Patienten aus der ganzen Welt. Außerdem verhindern Antiretrovirale Medikamente die Übertragung des Virus! Menschen die diese Medikamente nehmen sind so gut wie nicht infektiös! Kondome werden in diesen Fällen daher vielfach nicht mehr empfohlen (bei guter Therapie und gutem Monitoring). Es gibt immer mehr Studien, die belegen, dass Menschen auf der Therapie andere NICHT infizieren, aber jene die keine Therapie haben ihre Partner immer wieder anstecken.
Es gibt viele Viren (Herpes “Fieberblase, Gürtelrose”, Hepatitis B und C) mit denen man sich infiziert und man wird entweder nicht krank (nie!), oder akut krank, oder chronisch krank (mit verschiedenen Verläufen). Symptome bekommen viele Menschen bei verschiedenen viralen Infektionen erst Jahre nach der Primaerinfektion. Das ist nichts Besonderes!
Natürlich gibt es auch Grippe Viren an denen man akut erkrankt und schnell wieder völlig gesundet. Auch das HI-Virus breitet sich bei Infektion schnell im Körper aus und viele Menschen werden auch kurz nach der Infektion sichtlich krank. Das Virus legt sich dann “schlafen” wie bei vielen Virenerkrankungen (ein gutes Immunsystem hilft auch hier!). Sterben kann man aber trotzdem dran und das ist bei HIV ohne Therapie leider meistens der Fall.
Behandelt wird immer nur der, der es braucht. Das sollte eine Grundregel in der Medizin sein und die Klärung über den Richtigen Zeitpunkt der Therapie ist ein ewiges Ringen von Wissenschaft und Forschung.
Ich bin gerne bereit Ihnen die Studien zur Verfügung zu stellen oder Auskunft zu geben, um diese wichtige Diskussion zu unterstützen.
Mit freundlichen Grüssen
Rainer Brandl
Dr. Rainer Brandl, MD, MCTM
Sehr geehrte Frau Goebel,
Ich finde es schlimm genug, dass Ihr Artikel im Profil parteiisch und
undifferenziert argumentiert hat. Dass Sie jetzt aber den im
internationalen Kampf gegen Aids extrem säumigen österreichischen
Ministerien “die Mauer machen” disqualifiziert Sie als seriöse
Journalistin. Ein Blick in internationale Statistiken hätte genügt,
um den Pressesprecher des BMeiA Lügen zu strafen.
Mit freundlichen Grüssen
Mag. Gottfried Mernyi